Q&A Zitieren #8: Testen Sie Ihre Zitierkompetenz

Zitieren nach dem Chicago Manual of Style ist keine Hexerei. Hat man das Grundprinzip einmal verstanden, ist das Belegen von Literaturquellen um einiges einfacher als die deutsche Rechtschreibung. Wesentlich anspruchsvoller und wichtiger ist es, beim wissenschaftlichen Schreiben sorgfältig zu recherchieren, Erkenntnisse aus der Fachliteratur mit der eigenen Argumentation zu verknüpfen und lesefreundlich zu formulieren. Das braucht Zeit und einiges an Übung. Halten Sie sich also nicht zu sehr mit formalen Details oder komplizierten Literaturverwaltungsprogrammen auf. Analog zu den Beispielen im Studiweb lassen sich fünf oder sieben Seiten Bibliografie mit wenig Aufwand in einem eigenen Dokument erfassen und können dann bei Bedarf im Text für Kurzbelege herangezogen werden. Mit der Kommentarfunktion oder als ausgeblendeten Text können Sie in der Literaturliste zudem festhalten, aus welcher Bibliothek Sie ein Buch ausgeliehen oder wo Sie im Netz auf einen Artikel gestossen sind – für den Fall, dass Sie noch weitere Angaben benötigen oder die Quelle noch einmal konsultieren müssen.

Wenn Sie sich auf der Zitierseite mit den wichtigsten Regeln vertraut gemacht haben, können Sie Ihre Expertise gleich mal mit einem Actionbound-Quiz auf die Probe stellen.

1. Falls Sie die kostenlose App Actionbound noch nicht besitzen, laden Sie diese im AppStore auf Ihr Smartphone oder Tablet.

2. Öffnen Sie Actionbound und wählen Sie «Code scannen», um den folgenden QR-Code einzulesen. (Sie finden den Code auch hier.)

actionbound-zitieren

3. Los geht’s mit «Start». In zehn Multiple-Choice-Fragen können Sie Ihr Wissen testen.

Q&A Zitieren #7: Darf ich Wikipedia?

Wikipedia mag für eine erste Übersicht oder rasche Orientierung gut sein, aber für mehr nicht. Was so viel bedeutet wie: ganz ohne Mühsal geht’s nicht. Es muss Fachliteratur recherchiert, verglichen und ausge­wertet werden. Für Vertiefungs- und Masterarbeiten heisst das, sie sollten sich auf verbürgte Literatur stützen und nicht einfach aus Tertiär­quellen und Nachschlage­werken zitieren, auch wenn diese noch so zuverlässig sind. Da könnte sonst leicht der Eindruck entstehen, der Verfasser oder die Verfasserin sei zu bequem gewesen, der Materie auf den Grund zu gehen.

Weitere Infos finden Sie im A–Z zum Zitieren.

start new game – #3

Start_New_Game_cover

Das Taxi ist ein alter Käfer, der laut knattert. Die Jugendlichen erschrecken und rennen plötzlich weg. Die Frau wird immer trauriger und trauriger und geht weinend dem Strassenrand entlang. Sie hat wohl zu tief ins Glas geschaut und erinnert sich kaum noch an ihren Heimweg. Als sie plötzlich ein Knattern hört, merkt sie, dass ein Käfer sie verfolgt.
Geschichte Nr. 19 von Julia Capol.

Es gibt nun drei Möglichkeiten, wie die Geschichte weitergehen könnte: Mit merkwürdigem Wetter, unheimlichen Ereignissen oder mit Fallschirmspringern.
Und so funktioniert das Büchlein, das anlässlich unseres Schreibevents zur Schweizer Erzählnacht 2014 entstanden ist: Eine Autorin beginnt eine Geschichte, ein anderer Schreiber treibt sie weiter und eine dritte führt die Geschichte zu Ende und manch eine zu neuen Ufern. Oder wie in diesem Fall verzweigt und verästelt sich die Geschichte.

Die Ausgangslage ist die folgende: «Samstagabend, eine Bar im Zürcher Kreis 4». Dann wird mit Würfeln Emoticons und Gegenstände gewürfelt und schon flitzten die Geschichten in unterschiedliche Richtungen. Wohin, liest sich in start new game, dem Büchlein, das Geschichten von SekundarschülerInnen, Studierenden und Mitarbeitenden der PH Zürich vereint.

Bereits seit 2009 entsteht so jedes Jahr ein Büchlein. Gedruckte Exemplare aller Jahre können weiterhin zu je CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.