start new game – #2

Start_New_Game_cover

«Wer hat hier ein Taxi bestellt?», ruft ein junger Mann mit Kapitänsmütze durch die Tür. Die beiden schauen sich schnell an, er murmelt: «Bienenstich, Bierschäumchen …», hängt sich bei ihr ein und so verlässt das dreibeinige Paar das Lokal. Vor der Tür werden sie aber von den Jugendlichen aufgehalten, der Rothaarige hält den Taxiführer fest, streckt die Kapitänsmütze der Frau entgegen und brüllt sie wütend an:
Geschichte Nr. 11 von Erik Altorfer

Was sie brüllt, das wissen wir aus Geschichte Nr. 58 von Helen Kaufmann. Was es mit dem dreibeinigen Paar auf sich hat, erfahren wir in Geschichte Nr. 20 von Marcel Flütsch.
Und so funktioniert das Büchlein, das anlässlich unseres Schreibevents zur Schweizer Erzählnacht 2014 entstanden ist: Eine Autorin beginnt eine Geschichte, ein anderer Schreiber treibt sie weiter und eine dritte führt die Geschichte zu Ende und manch eine zu neuen Ufern.

Die Ausgangslage ist die folgende: «Samstagabend, eine Bar im Zürcher Kreis 4». Dann wird mit Würfeln Emoticons und Gegenstände gewürfelt und schon flitzten die Geschichten in unterschiedliche Richtungen. Wohin, liest sich in start new game, dem Büchlein, das Geschichten von SekundarschülerInnen, Studierenden und Mitarbeitenden der PH Zürich vereint.

Bereits seit 2009 entsteht so jedes Jahr ein Büchlein. Gedruckte Exemplare aller Jahre können weiterhin zu je CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.

Von Kaffeeplantagen, Plagen und langen Tagen

hasler_Ibicaba_cover_web«Dieser Traum, Barbara, von der Veredelung des Menschen. Schau dir diese Fracht an, eine Arche Noah der Elenden: Ausgezehrte, von der Maschine Kaputtgemachte, Waisen, Kranke. Ein Blödsinniger aus Matt, zwei Blinde aus dem Kanton Aargau, ein Lahmer aus dem Zürcher Oberland.»

(Eine Rezension von Amanda Wong)

Nachdenklich richtet sich Lehrer Davatz mit diesen Worten an seine junge Hausangestellte Barbara, die daraufhin nur zu schweigen vermag.

Auf einer Arche Noah nicht mit Tierpärchen, sondern mit von der Gesellschaft ausgespuckten Schweizern wie ihresgleichen beladen, gleiten sie Ibicaba entgegen, das bescheidenen Wohlstand und einen Neuanfang verspricht. Haben sie nicht alle die berauschenden Berichte aus den Auswandererzeitschriften über dieses Paradies in Brasilien gelesen, in sich aufgesogen und sich ein Bild davon gemacht! Ibicaba. „I-bi-ca-ba“, so mag es wohl ausgesprochen werden.

In dieser neuen Kolonie soll Thomas Davatz das Amt des Lehrers bekleiden. Ausgerüstet mit Schreibfeder, Reisetagebuch und mit scharfer Beobachtungsgabe muss er jedoch bald nach Ankunft feststellen, dass sich ihr gemeinsamer Traum von einem neuen Leben zu einem Alptraum entwickelt, aus welchem schnelles Aufwachen nicht möglich sein wird.

Eveline Hasler nimmt sich einem Stück Schweizer Auswanderungsgeschichte an, das sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts abspielt. Basierend auf Thomas Davatz’ Original-Reisedokumenten, vereint sie historische Tatsachen mit Fiktivem zu einem Leseerlebnis, das von Spannung, Mitgefühl, Unglaube und auch Ekel lebt.

Eveline Hasler
Ibicaba – Das Paradies in den Köpfen. 
München: dtv, 1988.
288 Seiten

start new game – #1

Flyer Vernissage «start new game»

«Verdammt noch mal, viel länger hätte ich ihn nicht mehr festhalten können. Was habt ihr denn so lange da drin gemacht?»
Geschichte Nr. 58 von Helen Kaufmann

Wer wissen will, wer das sagt und warum in aller Welt, geht zurück zu Geschichte Nr. 11 von Erik Altorfer. Denn nach der Geschichte von Helen Kaufmann ist «game over» und es geht zurück zum Start. Und so funktioniert das Büchlein, das  anlässlich unseres Schreibevents zur Schweizer Erzählnacht 2014 entstanden ist: Eine Autorin beginnt eine Geschichte, ein anderer Schreiber führt sie weiter und manch eine Geschichte zu neuen Ufern.

Die Ausgangslage ist die folgende: «Samstagabend, eine Bar im Zürcher Kreis 4». Dann wird mit Würfeln Emoticons und Gegenstände gewürfelt und schon flitzten die Geschichten in unterschiedliche Richtungen. Wohin, liest sich in start new game, dem Büchlein, das Geschichten von SekundarschülerInnen, Studierenden und Mitarbeitenden der PH Zürich vereint.

Bereits seit 2009 entsteht so jedes Jahr ein Büchlein. Die Vernissage des aktuellen Werks start new game wurde von Amanda Wong und Lukas Ramseier moderiert und fand am 2. Dezember 2015 statt. Gedruckte Exemplare aller Jahre können weiterhin zu je CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.

Tutorinnen und Tutoren schreiben für «Akzente»: Die Studi-Kolumne 4/15

04_Akzente_2015_Cover.pdfSeit 2009 schreiben die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums für das Magazin der PH Zürich. In Heft 4/2015 von «Akzente» zum Thema «Lernen – die verschiedenen Formen gezielt anwenden» erzählt Selina Schneider, wie lachsrosafarbene Hanteln und mit ihnen der Fitnesswahn in ihrer Wohnung Einzug halten.

Ausstudiert – die Studierenden-Kolumne:
Selina Schneider: «Dem Fitnesswahn ausgeliefert» (und als PDF hier).