FAQ – Evergreens aus der Schreibberatung – #17

FAQHäufig gestellte Frage: «Was sind die wichtigsten Änderungen, die mit der neuen Zitierweise einhergehen?»

Unsere Antwort: Wie schon im letzten FAQ-Beitrag geschrieben, wird die offizielle Zitierweise an der PH‏ Zürich ab FS 15 dem Chicago Manual of Style folgen. Im Vergleich zur Arbeit mit dem Leitfaden gibt es neben einigen kleineren auch drei grössere Änderungen:

  • Neu hast du die Wahl, ob du mit dem Autor-Jahr-System (Kurzbeleg im Text) oder mit dem Fussnoten-System arbeiten willst. Unser Tipp: Entscheide dich für eines der Systeme und bleibe dabei. Grundsätzlich sind die beiden Systeme ähnlich, die Darstellungsform, z. B. die Position der Jahreszahl im Literaturverzeichnis, ist allerdings etwas unterschiedlich.
  • Im Literatur- und Quellenverzeichnis wird neu unterschieden zwischen selbständigen und unselbständigen Publikationen. Beispiel einer unselbständigen Publikation ist ein Artikel in einem Sammelband oder einer Zeitschrift. Die Titel selbständiger Publikationen schreibst du neu kursiv, die Titel unselbständiger Publikationen hingegen nicht, dafür in Anführungszeichen.
  • Im Literatur- und Quellenverzeichnis werden die Vornamen neu zwingend ausgeschrieben. (Wurde bisher nur empfohlen.)

Chicago_Leporello_cover_webDie neuen Regeln werden niemanden überfordern. Aber sie müssen zur Kenntnis genommen, vielleicht etwas eingeübt und schliesslich angewendet werden. Genauere Infos dazu findest du

Von Menschen und Schwänen

Foto: © Hans-Peter Klauser / Fotostiftung Schweiz
Foto: © Hans-Peter Klauser / Fotostiftung Schweiz

Fotos erzählen Geschichten, im vorliegenden Fall zum Beispiel diese: Ein grosser weisser Schwan ging mit seinen grauen Schwanenkindern an Land, um Menschen anzusehen. Da trafen sie auf einen grossen schwarzen Mann mit vielen kleinen Menschlein. «Da schaut her», sagte der Schwan, «das sind Männedorfer. Sie leben in Häusern. Im Sommer kommen sie auf den See. Die Menschenkinder machen viel Lärm und spritzen wild um sich. Menschen schwimmen nicht so ruhig wie wir Schwäne.»
Der Lehrer seinerseits dürfte seinen Schülerinnen und Schülern auf dem naturkundlichen Streifzug zum Seeufer analoge Informationen über die Schwäne mit auf den Weg gegeben haben. Er überragt die Kinderschar, und seine Körperhaltung steht im Kontrast zur Ehrfurcht, der Neugierde und der Belustigung, die seine Schülerinnen und Schüler ausstrahlen. Er doziert und ist im Element.
Das Bild hat der Fotograf Hans-Peter Klauser 1936 in Männedorf aus der Schwanenperspektive aufgenommen. Es überrascht durch die Gegenüberstellung von Schwan und Lehrer, die sich auf Augenhöhe zu begegnen scheinen. Die Kinder und die jungen Schwäne mustern einander und bilden zwei konzentrische Halbkreise. Der Junge mit dem Fahrrad ist wie der Fotograf ein Aussenstehender. Er scheint vom Landgang der Schwäne fasziniert zu sein. Der Fotograf erkennt den Charme der Szene, bannt sie auf Film und erzählt uns so seine eigene kleine Geschichte.

(Fotografisches Fundstück von Thomas Hermann aus der Zeitschrift «Akzente» 3 (2014): S. 38.)

Tutorinnen und Tutoren schreiben für «Akzente»: Die Studi-Kolumne 3/2014

Akzente 3/2014: «Elternarbeit»Seit 2009 schreiben die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums für das Magazin der PH Zürich (neu: «Akzente»). In Heft 3/2014 zum Thema «Elternarbeit» denkt Carmen Luzi auf Seite‎ 25 über gute Vorsätze nach.

Ausstudiert – die Studierenden-Kolumne:
Carmen Luzi: «Und nächstes Mal … wird alles anders!»

Ich lach dich tot – #1: Ein ganz normaler Tag in Simbabwe

Ich lach dich tot«Mein Chef stellte früh morgens fest, dass heute der letzte Tag war, um unsere Auto-Vignetten zu erneuern. Ja, das gehört zu meinen Augaben. «Ich gebe dir die nötigen Unterlagen mit und du gehst zur Post. Dort wirst du alles finden!» rief er aus seinem Auto. «Ja, aber…?» Zu spät. Bis ich meine Frage ausgesprochen hatte, war er schon weg. Ich schaute verwirrt die Papiere an und dachte: «Naja, es wird ja wohl nicht so schwierig sein, diese Vignette zu bekommen.»»

An einem milden Novemberabend wurden die Besucherinnen und Besucher der Therabierbar an der PH Zürich animiert, aus dem Stegreif eine Geschichte zu erzählen. Es folgten zwei Anlässe, an denen weitere Geschichten, Anekdoten und Gedichte gesammelt wurden. Das daraus entstandene Büchlein enthält ausgewählte heitere und makabere Beiträge, die schnell gesprochen und flott geschrieben wurden.

Bereits seit 2009 entsteht so jedes Jahr ein Büchlein. Gedruckte Exemplare aller Jahre können weiterhin zu je CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.