«Rauschen» – Schreibwettbewerb des Schreibzentrums, der KME und der EB Zürich

© Kurt Caviezel
© Kurt Caviezel

Teilnahmebereichtigte
Studierende der PH Zürich der KME sowie Teilnehmende der EB Zürich

Text
Text zum Wort «Rauschen»; Textsorte frei (z.B. Kurzgeschichte, Minidrama, Gedicht, Rap).

Textlänge
1000 bis max. 5000 Zeichen

Einsendeschluss
31. März 2014

Text senden an
schreiblesezentrum@eb-zuerich.ch oder an schreibzentrum@phzh.ch

Preise
Büchergutscheine (200/150/100 CHF) zu gewinnen.

Präsentation der Siegertexte (1.–3. Preis)

in der Aula des Bildungszetrums für Erwachsene BiZE im Mai 2014.

Mehr Inormationen: stud.phzh.ch/schreibzentrum oder openkme.kme.ch (SLZ-Angebote) und eb-zuerich.ch/slz

Flyer Schreibwettbewerb (PDF)

Write my Fire – #12: Der Zug reisst mein Herz

Write My Fire!«Der Zug reisst mein Herz durch die Nacht,
schiesst mich in den schwarzen Schacht.
Ich fliege als Kugel in die Dunkelheit,
ziehe zum letzten Mal die Lippen breit,
bis der Schmerz in mir bricht und lacht,
und glühend in den Abgrund kracht.»

(Geschrieben zu: Adele – «Set Fire to the Rain»)

Unter dem Motto «Write my Fire!» und inspiriert von den feurigsten Songs der letzten 50 Jahre schrieben Studierende und Mitarbeitende der PH Zürich gemeinsam Geschichten, Minidramen, Chats, Dialoge und vieles mehr. Dies anlässlich unseres Schreibevents zur Schweizer Erzählnacht 2012.

Bereits seit 2009 entsteht so jedes Jahr ein Büchlein. Die Vernissage des aktuellen Werks «Write My Fire!» begeisterte mit Lesungen und Live-Musik der Lokalband «November’s Fall» und fand am 10. April 2013 anlässlich unseres Jubiläumsfests in der PH Zürich statt. Gedruckte Exemplare aller Jahre können weiterhin zu je CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.

Wir brauchen Literatur!

Harvard-Präsidentin Drew Faust (Davos, 22.1.2014)

«Ohne Fächer wie Literatur und Geschichte gibt es keinen Fortschritt», sagt Drew Faust im Interview mit der NZZ am Sonntag (7.2.2014, S. 27). Die Präsidentin der Harvard University bricht eine Lanze für die Geisteswissenschaften: «Sie lehren uns, die richtigen Fragen zu stellen. Sie helfen uns, die Welt zu verstehen.» In einer auf wirtschaftlichen Erfolg und technischen Fortschritt getrimmten Welt hören wir das gerne. «Literatur erlaubt uns, in die Köpfe anderer Menschen zu sehen und zu verstehen, wie sie die Welt sehen.»
Die Frage ist also nicht, ob Literatur einen unmittelbaren wirtschaftlichen Nutzen bringt, sondern ob und wie sie unser Zusammenleben und Fortkommen in der Welt bereichert. «Die entscheidende Fähigkeit, die uns die Geisteswissenschaften lehren, ist, etwas zu interpretieren, etwas einen Sinn zu geben. Wir werden heute mit Informationen bombardiert. Aber wie trennen wir die wertvollen von den unnützen? Es geht in unserer Welt eben nicht nur um Fakten, sondern auch darum, was sie bedeuten.»

Studierende beraten

Geri Thomann u. Anja Pawelleck: Studierende beratenGuter Rat ist teuer. Das gilt auch in der Ausbildung, obwohl hier Beratung oft beiläufig und als selbstverständlich wahrgenommen wird. Lernende haben nach einer Veranstaltung eine Frage zu den Prüfungen, bitten per Mail um Auskünfte zur Fachliteratur oder kommen mit einem persönlichen Anliegen in die Sprechstunde. Von den Lehrenden verlangt dies nicht nur Zeit und Fachwissen. In ihren Rollen als Unterrichtende, Inhaltsexperten, Forschende, Lernbegleiter und Prüferinnen benötigen sie zunehmend psychologisches Know-how, diagnostisches Gespür sowie professionelle Führungs- und Beratungskompetenzen. Geri Thomann und Anja Pawelleck stellen die wichtigsten Konzepte und Formen der Beratung in konzentrierter Form vor. An Beispielen und Aufgaben zeigen sie, wie man auf Anfragen reagiert, Beratungssituationen gestaltet und mit welchen Fragen und Techniken die unterschiedlichen Phasen einer Fach- oder Prozessberatung bewältigt werden.

Geri Thomann und Anja Pawelleck.
Studierende beraten.
Mit einem Beitrag von Monique Honegger.
Opladen: Barbara Budrich, 2013. 120 Seiten.

(Kurzrezension aus den Medientipps der Zeitschrift «Akzente» 1 (2014): S. 34.)

«Herdöpfelhochdeutsch» wird salonfähig – der neue Roman von Silvia Tschui

Tschui_JakobsRoss_RZ.inddEine Lesprobe vom Romananfang:

«Ja, wenn das Elsie das Lied vom Blüemlitaler Bauern, wo vor Heimweh in der Fremde verräblet, nur wieder einmal in einem Salong singen und fidlen könnte, anstatt in diesem Finsterseer Chuestall nur das Rösli und das Klärli mit je einer Hampflen Heu in der Schnörre als Publikum zu haben!»

Dicke Post ist es, die hier von Silvia Tschui frisch ab Presse kommt. Die Handlung  ihres viel gelobten Debütromans spielt in den der ländlichen Schweiz vor 150 Jahren und erzählt von Armut, Missbrauch und Gewalt.

Der herbe Dialekt des Buches lässt einen oft schmunzeln. Die Geschichte jedoch ist blutig und tränenreich. In einem deftigen Schweizer Hochdeutsch schildert das Buch die Geschichte der Bauernmagd Elsie, die mit ihrem Gesang alle betört. Sie wird vom Hausherrn geschwängert und mit dem Rossknecht verheiratet. Silvia Tschui schreibt auf berührende Weise von einer jungen Frau, die ihrer Stimme und sich selbst zur Selbstbestimmung verhilft.

Silvia Tschui
Jakobs Ross.
Zürich: Nagel & Kimche, 2014.