Abschied von den Eltern

Peter Weiss«Ich habe oft versucht, mich mit der Gestalt meiner Mutter und der Gestalt meines Vaters auseinanderzusetzen, peilend zwischen Aufruhr und Unterwerfung. Nie hab ich das Wesen dieser beiden Portalfiguren meines Lebens fassen und deuten können.»

 

 

Eben habe ich den Roman «Abschied von den Eltern» von Peter Weiss zum zweiten Mal gelesen. Die Erzählung ging mir bei der zweiten Lektüre noch viel näher als bei der ersten. Wenn ich die erste Seite lese, erhalte ich immer noch eine Gänsehaut.

Was im BBuchumschlag «Abschied von den Eltern»uch steht, betrifft wohl jeden auf eine andere Art. Sicher ist aber, dass wir uns alle irgendwann fragen, wie viel von unseren Eltern in uns ist. Im Roman erzählt Peter Weiss von seiner Kindheit und Jugend als Grenzerfahrung zwischen Aufruhr und Unterwerfung. Seine Ablösung von den Eltern war alles andere als einfach. Aber ist es das je?

Wer mehr als die Kostprobe der ersten zwei Sätze haben möchte, der lese zumindest die erste Seite. Wer die gelesen hat, wird das Buch wohl nicht gleich wieder weglegen.

Peter Weiss: Abschied von den Eltern. Suhrkamp, 1961.

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