Write my Fire – #8: Jugenderinnerungen

Write My Fire!«Wenn die Musik nicht laut genug sein konnte zum Ärger der Eltern. Die langen Haare, die von ihnen auch nicht goutiert wurden und rückblickend waren diese Haare weder lang noch die Musik laut

(Geschrieben zu: Arthur Brown – «Fire»)

Unter dem Motto «Write my Fire!» und inspiriert von den feurigsten Songs der letzten 50 Jahre schrieben Studierende und Mitarbeitende der PH Zürich gemeinsam Geschichten, Minidramen, Chats, Dialoge und vieles mehr. Dies anlässlich unseres Schreibevents zur Schweizer Erzählnacht 2012.

Bereits seit 2009 entsteht so jedes Jahr ein Büchlein. Die Vernissage des aktuellen Werks «Write My Fire!» begeisterte mit Lesungen und Live-Musik der Lokalband «November’s Fall» und fand am 10. April 2013 anlässlich unseres Jubiläumsfests in der PH Zürich statt. Gedruckte Exemplare aller Jahre können weiterhin zu je CHF 2.– beim Schreibzentrum erworben werden.

Der Schriftsteller und der Legastheniker

Chamber: Worte sind nicht meine SpracheKarl müsste sich verbiegen, um seine Freundin Fiorella zufriedenzustellen. Die siebzehnjährige Leseratte glaubt, dass man einen Menschen am besten kennen lernt, wenn man liest, was er schreibt. Sie möchte von Karl wissen, was er unter Liebe versteht. Der junge Legastheniker sucht Rat bei einem älteren Schriftsteller.
Aidan Chambers schlägt mit seinem Jugendbuch eine Brücke zwischen Generationen und verwebt Dialoge, E-Mails und Textentwürfe zu einer stim­migen Geschichte über Rückzugsorte, Rituale und die Kunst des Lebens.
Rezension aus Buch & Maus 3 (2013), S. 35.

Aidan Chambers.
Worte sind nicht meine Sprache.
Aus dem Englischen von Thomas Gunkel.
München: Knesebeck, 2013. 300 Seiten.

Ich lach dich tot!

Flyer Erzählnacht 2013Möchten Sie die peinlichste Geschichte Ihrer Kollegin hören?

Oder wollen Sie Ihre eigene lustige Geschichte loswerden?

Oder Sie möchten Sie diese aufschreiben?

 

Dann kommen Sie an die Events des Schreibzentrums zur Schweizer Erzählnacht 2013. Je nach Anlass gibt es Freibier, Kuchen oder Apéro (im wohl spektakulärsten Raum der PH Zürich).

  • Do 7. Nov. ab 16.30 Uhr: für gute Geschichten: Freibier! An der Therabierbar
  • Mi 13. Nov. 12–14 Uhr: Erzählmittag mit Kuchen. LAA & LAB Eingangsbereich
  • Mo 18. Nov. 18–20 Uhr: Schreibabend mit Apéro und Panoramasicht. LAA N030

Die besten Geschichten schaffen es (mit Einverständnis der Autorinnen und Autoren) ins Büchlein, welches das Schreibzentrum jedes Jahr produziert. Das Büchlein der letztjährigen Erzählnacht finden Sie hier.

Alle Studierenden und Mitarbeitenden der PH Zürich sind herzlich zu den Erzählnacht-Events eingeladen.

Das Schreibzentrum freut sich auf Sie!

 

Shakespeare’sche Beschimpfungen

Shakespearean InsulterWann haben Sie sich letztes Mal über jemanden geärgert? Haben Sie ihm oder ihr die Meinung gesagt? So richtig… mit Herzblut und Kreativität? Nein? Für Ihren nächsten grossen Ärger, als Inspiration für Ihr nächstes literarisches Schreibprojekt oder einfach bloss, um die jüngste Schreibblockade zu überwinden: Fühlen Sie sich ins Elisabethanische Zeitalter versetzt und lassen Sie sich geschmackvoll beschimpfen vom Shakespearean Insulter.

FAQ – Evergreens aus der Schreibberatung – #9

FAQHäufig gestellte Frage: «Hilft das Schreibzentrum allen Studierenden?»

Unsere Antwort: Nicht gerade weltweit, aber ja:
Alle Studierenden der PH Zürich und der PH Schaffhausen (und übrigens auch die Angestellten der PH Zürich) können Member des Schreibzentrums werden und sich an uns wenden. Mehr zu unseren Beratungsdienstleistungen hier.

«Honig» für Lesebären und -bärinnen

McEwan Honig (Cover)Der neue Ian McEwan über eine Spionin, die Bücher liebte. Serena Frome ist schön, klug und schliesst gerade ihr Mathematik-Studium in Cambridge ab – eine ideale Rekrutin für den MI5. Thomas Hermann stellt den Roman in der NZZ vom 5.10.2012 vor: «Heisse Liebe, Kalter Krieg.» Sonderbeilage BÜCHERHERBST 2013, S. 47.

Ian McEwan: Honig.
Aus dem Englischen von Werner Schmitz.
Zürich: Diogenes, 2013. 464 Seiten.

Nachtrag: Die Aufzeichnung der Veranstaltung mit Ian McEwan im Berliner Ensemble vom 14.10.2013 ist online verfügbar.
McEwan

 

Abschied von den Eltern

Peter Weiss«Ich habe oft versucht, mich mit der Gestalt meiner Mutter und der Gestalt meines Vaters auseinanderzusetzen, peilend zwischen Aufruhr und Unterwerfung. Nie hab ich das Wesen dieser beiden Portalfiguren meines Lebens fassen und deuten können.»

 

 

Eben habe ich den Roman «Abschied von den Eltern» von Peter Weiss zum zweiten Mal gelesen. Die Erzählung ging mir bei der zweiten Lektüre noch viel näher als bei der ersten. Wenn ich die erste Seite lese, erhalte ich immer noch eine Gänsehaut.

Was im BBuchumschlag «Abschied von den Eltern»uch steht, betrifft wohl jeden auf eine andere Art. Sicher ist aber, dass wir uns alle irgendwann fragen, wie viel von unseren Eltern in uns ist. Im Roman erzählt Peter Weiss von seiner Kindheit und Jugend als Grenzerfahrung zwischen Aufruhr und Unterwerfung. Seine Ablösung von den Eltern war alles andere als einfach. Aber ist es das je?

Wer mehr als die Kostprobe der ersten zwei Sätze haben möchte, der lese zumindest die erste Seite. Wer die gelesen hat, wird das Buch wohl nicht gleich wieder weglegen.

Peter Weiss: Abschied von den Eltern. Suhrkamp, 1961.