Fächer- und Lehrmittelbezüge in Medienkompass

lehrmittelbezugFür alle unter euch, die den Medienkompass in Modulen mit Studierenden oder in Weiterbildungen für Lehrpersonen thematisieren:

Eine neue Handreichung zeigt, welche Bezüge zwischen den Einheiten im Medienkompass und Themen in anderen Lehrmitteln bestehen und wie sich medienbildnerische Themen in bestehende Fächer integrieren lassen.

Damit verabschiede ich mich als Autor von diesem Blog, werde ihn aber weiterhin lesen. Macht’s gut und haltet das Observatorium am Leben!

Dossier «Facebook und Medienkompass»

FacebookEine aktuelle Untersuchung der PH Zürich zeigt, wie intensiv Kinder und Jugendliche auf Facebook präsent sind. Von den befragten 189 Schülerinnen und Schülern aus dem ganzen Kanton Zürich im Alter von 11 bis 16 nutzen 70% Facebook. Diese starke Nutzung macht Facebook zu einem Thema in der Schule. Dabei kann das Lehrmittel Medienkompass helfen: Obwohl Facebook im Medienkompass nicht namentlich genannt wird (Facebook gibt es erst seit 2008 auf deutsch), lassen sich die Chancen und Risiken von sozialen Netzwerken unter verschiedenen Aspekten im Medienkompass aufgreifen. Ein neues Dossier hilft dabei: http://tiny.phzh.ch/fbmk

Wie die Schulsynode den Medienkompass beurteilt

In ihrer Begutachtung des Lehrmittels Medienkompass 1 und 2 hält die Schulsynode des Kantons Zürich fest: «Der Medienkompass ist ein wertvolles Lehrmittel im Bereich Informatik und Medienerziehung», und beantragt beim Bildungsrat, dass das Lehrmittel den Status «zugelassen» erhält (zurzeit hat es den Status «provisorisch zugelassen»).

Positiv erwähnt werden u. a. das Layout und die stufengerechte Themenwahl, die Abstimmung auf die Stufenziele des Lehrplans Informatik, der einheitliche und klare Aufbau, sowie die auf www.medienkompass.ch verfügbaren Zusatzmaterialien.

Bemängelt wird, dass das Lehrmittel für lernschwache Schülerinnen und Schüler zu anspruchsvoll ist und zu wenig Vorlagen zur vertieften Auseinandersetzung bietet. Gefordert werden eine Differenzierung «anhand der unterschiedlichen Niveaus der Anspruchsgruppen» und Instrumente zur Überprüfung der Lernziele. Ausserdem wird ein Kapitel über Social Networks gewünscht.

Interessant sind die Forderungen, welche die Synode stellt, die über das Lehrmittel als solches hinausgehen:

  • Pädagogischer ICT-Support in den einzelnen Schuleinheiten
  • Raum in der Stundentafel «für das Fach ICT»
  • Schaffung eines «vorangehenden stufengerechten Lehrmittels» für die Unterstufe und den Kindergarten

Es liegt in der Natur der Thematik dieses Lehrmittels, dass seine Halbwertszeit kurz ist. Deshalb ist tatsächlich bereits an eine Überarbeitung zu denken. Die gute Aufnahme des Lehrmittels in der Lehrerschaft bildet dazu die besten Voraussetzungen.