Droht wirklich eine „Bildungskatastrophe“?

Der neue Lehrplan 21 kommt, und damit die (alte) Diskussion um die Verankerung von Informatik in der Schule: ETH-Professoren warnen vor einer Bildungskatastrophe (NZZ Online, 1.7.2012).

Einer dieser Warner ist Juraj Hromkovic, der eine klare Meinung vertritt, was die Verteilung von Informatikkompetenz an Schweizer PHs betrifft:

Aus: Scorecard Themenmagazin, S. 9 (Beilage zur NZZ vom 15.6.2012)

Zu sehen ist J. H. auch im «10vor10»-Beitrag «Informatikbranche sucht Nachwuchs» (SF 1, 2.7.2012):

Informatik als Fach im Lehrplan 21?

Im Schulblatt 2/2011, S. 20ff. fordert der Dachverband der Informatikverbände ein Schulfach Informatik. Alfred Breu, Vizepräsident der Kommission Bildung von ICT Switzerland, meint im Interview, dass Medienkompetenz nichts mit Informatik zu tun habe und sich ein Grundwissen in Informatik nur durch ein eigenes Schulfach vermitteln lasse. Ein solches Fach fordert die Kommission auch in einem Positionspapier zum Lehrplan 21. Diese Forderung ist nicht neu. Schon das Konzept einer in die bestehenden Fächer integrierten Schulinformatik stiess Anfang der Neunziger Jahre auf Widerstand der Informatikbranche. Seit rund zehn Jahren ist Informatik als Lerninhalt an der Volksschule fast vollständig verschwunden und durch die Medienbildung abgelöst worden. Allerdings stellt sich die Frage, wie viel Informatikwissen diese Medienbildung tatsächlich noch vermittelt, und noch grundsätzlicher: welche Informatikkenntnisse eigentlich noch in den Lehrplan der Volksschule aufgenommen werden sollen. Die Diskussion wird zwar in Fachgremien des Lehrplans 21 geführt, aber es wäre spannend, wenn sie auch in unserem Fachbereich geführt würde und die Entwicklung des Lehrplans 21 aufmerksam verfolgt würde.