Tagung zu Medienkompetenz in Zürich / 9.9.2017: «Was geht ab im Netz?»

http://www.stopp-gewalt.zh.ch/internet/microsites/stopp_gewalt/de/aktuell/veranstaltungen/2017/was_geht_ab_im_netz_2017/_jcr_content/contentPar/downloadlist_0/downloaditems/informationen.spooler.download.1493791712490.pdf/BIL_Flyer_Netz_RZ_A5.pdf

BIL_Flyer_Netz_RZ_A5

Die Konstitution der Medienpädagogik. Zwischen interdisziplinärem Forschungsfeld und bildungswissenschaftlicher (Sub-) Disziplin.

Themenheft der Zeitschrift MedienPädagogik

Herausgegeben von: C. Swertz, W. Ruge, A. Schmölz und A. Barberi

Einreichung der Beiträge: 15.1.2017
Rückmeldung an die AutorInnen bis zum: 31.1.2017
Überarbeitung bis zum: 28.2.2017
Erscheinungsdatum: März 2017

Ein Blick auf die medienpädagogische Forschungspraxis zeigt die gute Konstitution der AkteurInnen: Zahlreiche Projekte, gut etablierte Tagungen, Arbeitsgruppen in mehreren Fachgesellschaften sowie diverse Buchreihen und Zeitschriften demonstrieren den Erfolg. Von dieser Performanz durch die Realisierung von Distinktionsgewinnen zu profi­tieren, scheint aber nicht immer zu gelingen: Neue medienpädagogische Institutionen in Forschung und Praxis sind selten, vorhandene arbeiten oft unter prekären Beding­ungen oder werden bei der ersten Gelegenheit abgewickelt.

Dies mag daran liegen, dass die AkteurInnen in verschiedenen Disziplinen antreten. Sie sind in DGfE, ÖFEB, DGPuK, GI und GFM aktiv und beschreiben Medienpädagogik als Subdisziplin der Erziehungs- oder Bildungswissenschaft, der Kommunikationswissenschaft, der Informatik, der Medienwissenschaft, der Psychologie oder als als multidisziplinär­es Fach. Von welcher Disziplin ist Medienpädagogik dann die Subdisziplin? Ist Medienpädago­gik möglicherweise als eigene Disziplin zu fassen? Was ist ihr Gegenstand und welche Aufgaben kommen ihr zu? Auf welche Notwendigkeit “im Sinn der Not, welche die Pra­xis wendet, auf welche die Praxis antwortet, die sich an einer Not orientiert, die es gilt zu wenden?” (Benner 1980: 468 ) antwortet die Medienpädagogik?

Es gehört zu den Aufgaben wissenschaftlicher Disziplinen, sich durch eine Bestim­mung ihres Gegenstandes und diesem angemessene Methoden selbst zu disziplinie­ren und so zu konstituieren. Die Frage, ob eine Konstituierung der Disziplin durch Prin­zipien, Performanzen, Pertubationen oder nur als Parodie möglich ist, stand im Mittel­punkt der Herbsttagung der Sektion Medienpädagogik der DGfE an der Universität Wien am 28. und 29. September 2016.

Im Anschluss an die Leipziger Tagung zu “Methodologien und Methoden” (2011), in der die methodologische Dimension der Disziplin diskutiert wurde, und die Aachener Tagung zu “Spannungsfeldern und blinden Flecken” (2015), in der die gegenstands­theoretische Dimension der Disziplin im Mittelpunkt stand, sollen nun die wissen­schafts- und erkenntnistheoretischen Aspekte einer Konstitution der Medienpädagogik diskutiert werden. Insofern die drei Aspekte aufeinander verwiesen sind, kann der in­ten­dierte Rahmen mit folgenden Fragen markiert werden:

  • Was kann die Medienpädagogik wissen?
    Was ist ihr Gegenstand? Welche Begriffe sind konstitutiv? Wie können Teilbereiche geordnet werden? Welchen Quellen vertrauen wir? Wie gehen wir mit Ungewissheit um?
  • Was soll die Medienpädagogik tun?
    Darf die Medienpädagogik alles tun, was technisch möglich ist? Darf sie sich mittels ‘Verstehen’ und ‘Erfahrung’ oder ihr ‘Tun’ konstituieren? Soll die Wissenschaft der Praxis entsprechen?
  • Was darf die Medienpädagogik sich erhoffen?
    Welche Begründungsformen aus Informatik, Kommunikationswissenschaft, Medienwissenschaft, Psychologie oder Soziologie sind in welchem Verhältnis zueinander relevant? Welche eigenen Begründungsformen gibt es? Sind die Grenzen des Menschen für die Medienpädagogik relevant? Wie ist Medienpädagogik zu begrenzen?
  • Was ist eine Medienpädagogin oder ein Medienpädagoge?
    Sind sie Symbole? Was macht ihre Identität aus? Arbeiten sie in Schulen? Worin bestehen ihre Performanzen?

Einreichung von Beiträgen zum Themenheft

Eingereicht werden können wissenschaftliche Beiträge und praxisorientierte Beiträge. Die Beiträge werden in einem doppelt blinden Gutachtenverfahren beurteilt. Die Beurteilungskriterien sind Originalität und Aktualität der Fragestellung; Kohärenz und (sach-)logischer Aufbau des Beitrags sowie das sprachlich-formale Niveau. Für wissenschaftliche Beiträge werden zudem die Wissenschaftlichkeit und fachwissenschaftliche Bezüge beurteilt.

Bitte reichen Sie Ihren Beitrag bis zum 15.1.2017 unter http://www.medienpaed.com/author/submit ein.
Hinweise zur formalen Gestaltung finden Sie unter
http://www.medienpaed.com/about/submissions#authorGuidelines.

Vielen Dank!

Call for Papers als PDF

Rückblick auf «Digitale Lehrmittel – praxiserprobt»

icon-filmdossierAm 21. März führte das DLC zusammen mit der Firma ionesoft (beook-Plattform), dem hep-Verlag und anderen die Veranstaltung Digitale Lehrmittel – praxiserprobt statt. Neben technischen Präsentationen erzählten Berufslehrer, wie sie  E-Books im Unterricht einsetzen. Mich haben die schön gestalteten E-Books des DLC auf der beook-Plattform beeindruckt (sind teilweise auch als offene Lernobjekte auf www.phzh.ch/lernobjekte verfügbar). Showcase ist sicher das «Dossier Filmbildung», das gratis bezogen werden kann, wenn man die beook-App installiert hat.

Die Firma ionesoft möchte ihre beook-Plattform um kollaborative Funktionen erweitern, sodass sich in Zukunft sicher auch Fragen zur Abgrenzung gegenüber Learning Management Systemen wie ILIAS oder Moodle stellen werden.

Rückschau auf die Veranstaltung vom 21.3. 16 (erstellt von ionesoft)

Call for Papers: Kino und Kindheit

21. Internationales Bremer Symposium zum Film

Einreichfrist: 30.10.2015

Das 21. Internationale Bremer Symposium zum Film befragt das Verhältnis von Kino und Kindheit in Hinblick auf Ästhetik, Medialität und Kulturgeschichte des Films. Film ist ein Medium der Darstellung und Reflexion von Kindheit: Filme produzieren kulturelle Bilder und Erzählungen der Kindheit, sie sind Ausdruck der biografischen Erfahrung von Erwachsenen, zeichnen die Lebenswirklichkeit von Kindern auf und vermitteln Zuschauern die Erfahrung des Kindseins.

In der Geschichte des Films diente der Bezug zur Kindheit zudem häufig zum Nachdenken über die Eigenschaften des Mediums selbst: Die Aufzeichnung der Kindheit in Dokumentar- oder Amateurfilmen und die Arbeit mit Kindern als Darstellern in Spielfilmen fordern Fragen nach dem filmischen Realismus, den Grenzen von Spiel und Sein, ebenso wie dem Verhältnis von Regie und Schauspiel heraus. Der Blick des Kindes wurde vielfach mit der Wahrnehmung des Zuschauers im Kino, ebenso wie mit der Haltung der Regie in Verbindung gebracht – nicht nur, wenn Kinder selbst die Kamera führen.

Unter dem Stichwort ‹Kino in der Kindheit› wurde zudem die bildende und soziale Funktion des Mediums Film thematisiert: Wie prägen Filme die Wahrnehmung und das Gedächtnis? Wie können Zuschauer mit Filmen die eigene Kindheit erinnern und über sie kommunizieren?

Das 21. Internationale Bremer Symposium zum Film möchte dieses Feld öffnen, und die vielfältigen Bezugspunkte von Kindheit und Film mit Fachleuten aus der Wissenschaft, Vermittlung und Produktion, ebenso wie mit Filminteressierten diskutieren. Als Hauptvortragende haben bereits zugesagt: Alain Bergala (Paris), Vicky Lebeau (Sussex), Karen Lury (Glasgow).

| Call for Papers (deutsch)
| Call for Papers (englisch)

#GMW14: Lernräume gestalten – Bildungskontexte vielfältig denken

Jetzt anmelden und zur Tagung registrieren!

Die 22. Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft #GMW14 mit dem Titel «Lernräume gestalten – Bildungskontexte vielfältig denken» vom 1. bis 4. September 2014 an der PH Zürich lädt dazu ein, das Thema «Lernräume» aus unterschiedlichen Perspektiven zu diskutieren. Die darin enthaltenen Begriffe «Lernen», «Räume» und «Gestaltung» eröffnen vielschichtige Lesarten und Verbindungen. Der Begriff «Lernräume» rückt die didaktische Gestaltung der Orte und Umgebungen des Lernens in den Mittelpunkt, mit denen sich Lernende und Lehrende gemeinsam auseinandersetzen.

Auf der Tagung werden State-of-the-Art-Themen aus dem Bereich Medien in der Wissenschaft behandelt sowie aktuelle Zustände und Bedarfe von Bildungseinrichtungen präsentiert und diskutiert. Für Teilnehmende ist dies eine einzigartige Gelegenheit zur Netzwerkbildung, des Austausches und vor allem des Zugangs zu neuen Anwendungsfeldern.

Die Tagung richtet sich an e-learning-Expertinnen und Experten sowie an Entscheidungsträger/innen der Hochschulfelder aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und bietet Fachbeiträge aus den Disziplinen Medien- und Hochschuldidaktik, digitale Infrastrukturen, aber auch aus der Informatik oder der Schulpolitik. Die Teilnehmenden sind vorrangig Lehrpersonen, IT-Entscheidende und Bildungspraktiker/innen und -forschende.