Flash zu HTML5 umwandeln mit Swiffy und Wallaby

Mit der Weigerung von Apple, Flash auf iOS-Geräten zuzulassen, sehen sich viele Entwickler mit dem Problem konfrontiert, ihre mit Flash erstellten Inhalte zu portieren, und da kommen Swiffy und Wallaby gerade recht. Was nach Figuren in einem Zeichentrickfilm tönt, sind die Namen zweier experimenteller Projekte zur automatischen Konvertierung von Flash zu HTML5.

Google Swiffy ist ein webbasierter Dienst, der SWF-Dateien (daher der Name!) in HTML5 umwandelt. Bisher werden nur Dateien bis 512 KB akzeptiert, und viele ActionScript-Befehle (die Scriptsprache von Flash) werden noch nicht unterstützt.

Adobe Wallaby hingegen ist ein zu installierendes Programm (verfügbar für Mac und Windows), das FLA-Dateien, d.h. die Quelldateien von Flash, umwandelt. Auch hier werden längst nicht alle ActionScript-Befehle unterstützt, und die FLA-Datei muss mit Flash der Creative Suite 5 erstellt worden sein.

Beide Projekte erzeugen bei der Konvertierung eine HTML-Datei, die nur in einem WebKit-Browser (Google Chrome oder Safari) wiedergegeben wird. Meine ersten Versuche sind ernüchternd: einzig eine ganz einfache Animation ohne jede Interaktion (d.h. ohne ActionScript) wurde konvertiert (siehe Beispiel). Mit iSpring aus PowerPoint-Dateien erzeugte SWF hingegen brachten Swiffy an seine Grenzen. Aber immerhin zeigen die beiden Projekte, dass sich einiges tut, und es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich auch interaktives Flash korrekt konvertieren und damit auf iPhones und iPads darstellen lässt. Adobe hat ein Interesse daran, Flash als universelle Entwicklungsumgebung für Webinhalte am Leben zu erhalten, und unterstützt Google’s Swiffy:

«Adobe is pleased to see the Flash platform extended to devices which don’t support the Flash player. (…) Google and Adobe look forward to close collaboration around efforts like these.» (http://swiffy.googlelabs.com/faq.html)

 

Twittern im Unterricht?

Offenbar werden Web-2.0-Dienste  immer häufiger auch im Unterricht genutzt, um Wissen zu vermitteln oder Diskussionen zu führen. Siehe dazu den Artikel «Twitter-Unterricht» von Tomasz Kurianowicz vom 22.6.2011:
http://www.zeit.de/digital/internet/2011-06/twitter-unterricht/

Mac-Emulator für Nostalgiker

Die Classic-Umgebung gibt es seit Mac OS 10.5 nicht mehr (auf Macs mit Intel-Prozessoren lief sie gar nie). Wer auch auf den neusten Macs hin und wieder ein uraltes Programm laufen lassen möchte, das noch für 68x-Macs geschrieben wurde, kann dies mit Emulatoren wie Basilisk II oder SheepShaver tun. Letzteren habe ich auf einem iMac mit System 10.6.7 ausprobiert. Dazu brauchte es – neben einem regnerischen Samstagnachmittag – den SheepShaver selbst, eine Mac OS ROM Datei (z.B. das New World PPC ROM), ein Diskimage von Mac OS 9.0.4 (SheepShaver unterstützt System 9.1 bzw. 9.2.2 nicht!), sowie eine Anleitung und einen Blogeintrag, um zu erfahren, wie das Ganze eingerichtet wird. Es tönt komplizierter, als es in Wahrheit ist! Es macht wirklich Spass, die alten (Lern-)Programme zum Laufen zu bringen. CD-ROMs werden übrigens automatisch von SheepShaver erkannt. Nur ein Diskettenlaufwerk ist leider nicht dabei…

There’s a PHZH app for that

In ihrer heutigen Ausgabe bemängelt die NZZ, dass Schweizer Hochschulen noch kaum mit eigenen Apps für mobile Endgeräte in Erscheinung getreten sind und fragt: «Haben die Bildungsinstitutionen die Revolution verschlafen, oder sehen sie keinen Bedarf?»

Als eine der wenigen löblichen Ausnahmen wird die PH Zürich genannt, die ihren Studierenden eine App zur Verfügung stellt. «Für die Entwicklung dieser App wurden verschiedene Statistiken zum Zugriff auf das Intranet der PHZH ausgewertet. Pascal Schmitt, Entwickler der App, ist mit dem Resultat zufrieden: ‚Ziel war es, die wichtigsten Informationen für das Studium zur Verfügung zu stellen. Das Bedürfnis zur Abbildung von Lehr- und Lernprozessen auf mobilen Geräten wurde mit unserer App geweckt.’» (NZZ online, 4.4.2011)

Die PHZH Mobile App für iOS auf iTunes: http://itunes.apple.com/ch/artist/padagogische-hochschule-zurich/id350530581

Open Source Software an Schulen – Tagung am 21.5.11

Wie bringt man Lernenden bei, ein Computerspiel zu erstellen? Wie und wo wurde Linux bereits erfolgreich eingeführt? Antworten auf diese und weitere Fragen stehen an der 5. OSS-Weiterbildungstagung in Fachreferaten, Workshops und Kurzpräsentationen im Zentrum. Daneben soll auch der persönliche Wissensaustausch und das Networking  in den Pausen nicht zu kurz kommen.

Samstag, 21. Mai 2011, 9:30-16:30 Uhr,  EB Zürich, Riesbachstrasse 11, Zürich, Teilnahme kostenlos

http://www.ossanschulen.ch/weiterbildungstagung-2011/

Linguee : das Web als Wörterbuch

Linguee.de ist eine praktische Online-Übersetzungshilfe, die ein bisschen anders als LEO oder Google-Translator funktioniert.

Mit Linguee können Sie 100 Millionen zweisprachige Texte auf Englisch und Deutsch nach Wörtern und Ausdrücken durchsuchen. Im Gegensatz zu traditionellen Online-Wörterbüchern enthält Linguee etwa 1000 mal mehr übersetztes Material, jeweils in vollständigen Sätzen. So finden Sie leicht heraus, wie andere Menschen Sätze übersetzt haben, die die gesuchten Wörter enthalten. Sie finden Übersetzungen im vollständigen Satzzusammenhang, was Ihnen die Formulierung von Sätzen in einer Fremdsprache deutlich erleichtert.