Smartphones im Unterricht

Gemäss der JIM-Studie 2011 besitzen fast alle Jugendlichen ein eigenes Handy. Ich gehe davon aus, dass ein rechter Teil davon Smartphones mit Internetzugang sind. In wenigen Jahren wird es wohl keine reinen Telefonier-/SMS-Handys mehr geben. Dann werden alle immer einen Kleincomputer in der Hosentasche.

Bei einer unserer letzten ICT-Evaluationen in einer Zürcher Gemeinde haben wir festgestellt, dass bereits die Hälfte aller Unterstufenkinder einen eigenen Computer besitzt. Diese Geräte werden ohne Zweifel zu Hause auch genutzt.

Der Trend, dass Lehrpersonen und Schüler/innen die eigenen Geräte in Schule und Unterricht nutzen (wollen), wird sich in nächster Zeit sicherlich noch verstärken. Während einige Schulen noch vor wenigen Jahren in einer Art Schockzustand Handyverbote ausgesprochen haben, müssen sie sich jetzt Gedanken darüber machen, wie sie dem Trend begegnen können. Der Trend unter dem Motto «Bring your own device (BYOD)» lässt sich kaum mehr stoppen.

Es gibt eine Vielzahl von Chancen, Fragen und Problemen, die angegangen werden müssen. Ich möchte hier nur einen Punkt herauspicken, der für Lehrpersonen sehr wichtig ist, nämlich den Punkt der Mediennutzung im Unterricht: «Was kann man im Unterricht überhaupt machen? Wozu soll das gut sein? Und wie soll ich als Lehrperson das umsetzen?»
Lehrpersonen wollen Hintergrundwissen und ganz konkrete Umsetzungsideen erhalten. Ein weiterer wichtiger Punkt sind meiner Meinung nach die Erfahrungen anderer Schulen.

Wolfgang Neuhaus hat in seinem Blog unter dem Titel «Smartphones im Unterricht» eine Reihe von öffentlich zugänglichen Ressourcen zum Thema gesammelt. Hier finden Schulen Hintergrundwissen, konkrete Umsetzungsideen und Praxisbeispiele anderer Schulen.
Wolfgang Neuhaus meint zum Thema:

Es wäre aus meiner Sicht verantwortungslos, wenn Schule nicht auf diese Situation reagieren würde. Die didaktischen Potenziale, die diese Medien bieten, sollten genutzt werden. Für das Agieren in unserer Gesellschaft und bei der Ausgestaltung unserer Zukunft spielen mobile Medien eine zunehmend wichtige Rolle.

Dieser Aussage schliesse ich mich gerne an.

 

Grundlagen zur Ausgestaltung schulischer ICT-Landschaften

Diese Woche hat die Fachstelle Bildung und ICT der Bildungsdirektion des Kantons Zürich einen  lesenswerten Bericht (PDF) zur künftigen Ausgestaltung schulischer ICT-Landschaften publiziert. Weg von ressourcenfressender interner Infrastruktur, hin zu cloudbasierten Diensten. Dies sei in naher Zukunft dank ultraschneller und symmetrischer Glasfaserkabel möglich. Allerdings müssen sich besonders Zürcher Landschulen noch einige Jahre gedulden müssen, bis der Ausbau erfolgt ist. In knapper und übersichtlicher Form fasst der Bericht zudem die aktuellen Entwicklungstrends um Medien und ICT in der Schule zusammen und zeigt auf, wie eine geschickt eingesetzte ICT-Infrastruktur unter anderem eine Kultur des individualisierenden Lernens begünstigen kann.
Publikation des Berichts im edu-ict-Portal – mit interessanten Kommentaren von ICT-Verantwortlichen an Schulen …

«laut & leise» zum Thema Social Media

CoverDie neue Ausgabe von laut & leise (Okt. 2011), dem Magahzin der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich, nimmt soziale Netzwerke unter die Lupe und fragt: «Revolution, Hype oder bloss zeitfressende Banalität?»

Download unter:
http://www.suchtpraevention-zh.ch/fileadmin/user_upload/magazin_laut_leise/pdf/lautleise2011_3.pdf

 

 

«enter – Ratgeber digitale Medien»: Sicherheit

 

Ratgeber digitale Medien der Swisscom«enter – Ratgeber digitale Medien» widmet sich in der neuen Ausgabe (Herbst 2011) dem Thema «Sicherheit» und bringt Beiträge zu:

– Cybermobbing und soziale Netzwerke
– Fallen im Netz
– Sichere Einstellungen
– Alles, was Recht ist
– Gesprächsleitfäden für Eltern

Online lesen, herunterladen oder bestellen unter:
http://www.swisscom.ch/enter

 

 

 

 

 

 

Student response system für Hochschulen und Volksschulen

Bildquelle: http://www.polleverywhere.com/how-it-works

Im Rahmen eines längeren Mittagessens mit Beat Döbeli zum Themenfeld Studi-Laptops an Pädagogischen Hochschulen haben wir uns gefragt, ob es nicht möglich wäre für Schweizerische Hochschulen und Volksschulen ein einfaches Student response system zu entwickeln. Anders als bei den bestehenden Systemen von Anbietern von Hardware wie SMART oder Promethean oder Systemen wie Poll Everywhere, müsste das System einfach und kostenlos sein. Mögliche Provider wären Swisscom oder Switch. Das System könnte so funktionieren, dass auf dem Netz eine Frage oder Umfrage vorbereitet werden könnte. Diese erhielte eine kurze Buchstabenfolge zugeordnet (Beispiel: xtfr) welche als Erkennungscode für 1 Woche gültig wäre. Die Studierenden könnten dann während der Vorlesung per Laptop, Pad oder Smartphone übers WLAN eine Antwort in Form einer Zahl, eines Worts oder eines Satzes übermitteln, welche von der Dozentin am Beamer in Form einer Tagcloud, eines Balken- oder Tortendiagramms oder in anderer Form gezeigt werden könnte. Es wäre aber auch möglich die Antwort per Handy an eine Gratisnummer per SMS zu übermitteln (SMS an Nummer 1243 / Code xtfr / Antwort).

Ein solches System würde die bestehenden methodischen Möglichkeiten erweitern ohne dass zusätzliche, teure Geräte angeschafft werden müssten.

Didaktisch hat ein Student response system neben der einfachen Aktivierung der Teilnehmer/innen verschiedene Vorteile. Alle Studierende können eine Antwort geben. Für die Beteiligten wird sichtbar, ob sie mit ihrer Antwort zur Mehrheit gehören oder eher zu einer Minderheit. Oft wird ja angenommen, dass die anderen Personen ähnlich denken und fühlen, wie man selbst. Gerade in PHs wäre es schön, wenn den angehenden Lehrpersonen immer wieder bewusst wird, dass es zu einer Frage oft mehrere Antworten und Sichtweisen gibt. Die Antworten können vielleicht auch die Vielfalt von Einschätzungen, die Komplexität eines Themas oder den Irrtum der Mehrheit zeigen.  Weitere Vorteile der Methode könnten sein, dass die Neugier auf ein Thema wächst, wenn vorher Fragen dazu beantwortet werden oder dass die Dozierenden die Möglichkeit haben an Hand der Antworten ihre Inputs besser auf das aktuelle Wissens- und Verstehenslevel der Studierenden einzustellen.

Wir sind dran die Idee weiter zu verbreiten. Es wäre schön, wenn daraus etwas Konkretes Positives entstehen würde.

Siehe  dazu auch die Diskussion auf eduPad unter: http://www.edupad.ch/classroom-response-system-switzerland

There’s a PHZH app for that

In ihrer heutigen Ausgabe bemängelt die NZZ, dass Schweizer Hochschulen noch kaum mit eigenen Apps für mobile Endgeräte in Erscheinung getreten sind und fragt: «Haben die Bildungsinstitutionen die Revolution verschlafen, oder sehen sie keinen Bedarf?»

Als eine der wenigen löblichen Ausnahmen wird die PH Zürich genannt, die ihren Studierenden eine App zur Verfügung stellt. «Für die Entwicklung dieser App wurden verschiedene Statistiken zum Zugriff auf das Intranet der PHZH ausgewertet. Pascal Schmitt, Entwickler der App, ist mit dem Resultat zufrieden: ‚Ziel war es, die wichtigsten Informationen für das Studium zur Verfügung zu stellen. Das Bedürfnis zur Abbildung von Lehr- und Lernprozessen auf mobilen Geräten wurde mit unserer App geweckt.’» (NZZ online, 4.4.2011)

Die PHZH Mobile App für iOS auf iTunes: http://itunes.apple.com/ch/artist/padagogische-hochschule-zurich/id350530581

Fachtagung 1to1 Computing in der Schule – Videos online.

1to1computing
Das Institut für Medien und Schule (IMS) der PHZ Schwyz rief zur Fachtagung «1to1 Computung in der Schule» – Am 11. Februar trafen sich um zweihundert ICT-Verantwortliche, Lehrpersonen, Dozierende und Bildungsverantwortliche. Die Keynotes von Ben Bachmair, Christoph Derndorfer und Werner Hartmann sind SwitchCast sei Dank online verfügbar. Und Werner Hartmanns abschliessende Keynote gibt Anschauungsunterricht, wie einprägsam Plenarveranstaltungen gestaltet werden können. Zur Tagungsübersicht.