Gabi Reinmann: Blended Learning in der Lehrerbildung

«Blended Learning ist nicht selbsterklärend und kein didaktischer Ansatz. Blended Learning ist allenfalls eine breite Klammer, die zusammenhalten soll, was guten Unterricht in einer Zeit und Gesellschaft ausmacht, in der digitale Medien bereits selbstverständlich zur Information, Kommunikation und Unterhaltung genutzt werden. Bestenfalls ist Blended Learning eine Aufforderung, die Lehr- Lernpotenziale der (immer wieder neuen) digitalen Medien didaktisch sinnvoll zu nutzen. Und was didaktisch sinnvoll ist, hängt von den Zielen, Inhalten und Bildungskontexten ab.» (Reinmann, 2011, S. 2)

Wie eine solche sinnvolle didaktische Gestaltung am Beispiel der Lehrerbildung geschieht, zeigt Gabi Reinmann im Vorabdruck Blended Learning in der Lehrerbildung. Siehe auch den entsprechenden Beitrag in ihrem Denkarium-Blog.

Twittern im Unterricht?

Offenbar werden Web-2.0-Dienste  immer häufiger auch im Unterricht genutzt, um Wissen zu vermitteln oder Diskussionen zu führen. Siehe dazu den Artikel «Twitter-Unterricht» von Tomasz Kurianowicz vom 22.6.2011:
http://www.zeit.de/digital/internet/2011-06/twitter-unterricht/

respect ©opyright

Auf der Seite des hep-verlags kann die Zeitung  respect ©opyright! gratis heruntergeladen werden. Die Zeitung kann aber auch per E-Mail unter info@hep-verlag.ch bestellt werden. Das Angebot respect ©opyright! wird von den schweizerischen Urheberrechtsverwertungsgesellschaften betrieben und hat die Sensibilisierung von Schülerinnen und Schülern zum Ziel. Neben Unterrichtsmaterialien und Informationen können über die Webseite von respect ©opyright! auch Veranstaltungen mit Künstler/innen gebucht werden, welche in der Schule ihre Arbeit und die Bedeutung des Urheberrechts für ihr Einkommen sprechen.

Weitere Informationen zum Urheberrecht findet man in einer informativen und übersichtlichen Zusammenstellung auf der Seite des Lehrmittels Medienkompass unter: Medienkompass 2 > Kapitel 16 «Der Urheber hat Recht»

OpenCourse zur Zukunft des Lernens

Die Goethe-Universität Frankfurt führt vom 2.5. bis 17.7.11 einen OpenCourse zur Zukunft des Lernens durch. Im Sinne des vernetzten Lernens sind alle Interessierten eingeladen, sich aktiv zu beteiligen. Jede Woche steht ein Thema im Zentrum, zu dem ein Gastreferent oder eine Gastreferentin eingeladen wird. Diese Woche ist es Prof. Michael Kerres zum Thema Lernumgebungen und Personal Learning Environments (Mi 25.5.11, 17-18 Uhr).

Open Source Software an Schulen – Tagung am 21.5.11

Wie bringt man Lernenden bei, ein Computerspiel zu erstellen? Wie und wo wurde Linux bereits erfolgreich eingeführt? Antworten auf diese und weitere Fragen stehen an der 5. OSS-Weiterbildungstagung in Fachreferaten, Workshops und Kurzpräsentationen im Zentrum. Daneben soll auch der persönliche Wissensaustausch und das Networking  in den Pausen nicht zu kurz kommen.

Samstag, 21. Mai 2011, 9:30-16:30 Uhr,  EB Zürich, Riesbachstrasse 11, Zürich, Teilnahme kostenlos

http://www.ossanschulen.ch/weiterbildungstagung-2011/

Weiterbildungsangebot zu: Digitale Medien heute – Umgang und Nutzen in Schule und Gesellschaft

Zu «Digitalen Medien heute» bietet die PH Zürich zusammen mit der PH FHNW Aargau in Kooperation mit der PH Schaffhausen und der WBZ CPS seit einigen Jahren den Zertifikatslehrgang CAS «PICTS – Pädagogischer ICT-Support» an.
Der Lehrgang setzt sich aus drei Themenschwerpunkten zusammen, die auch einzeln gebucht werden können:

A) Gamen, googeln, simsen – digitale Medien und Gesellschaft
Für Alle, die mit Jugendlichen zu tun haben und wissen möchten/sollten, was in der heutigen digitalen Welt los ist. Details

B) Vernetzt, verlinkt, gelernt – digitale Medien und Unterricht
Für alle Lehrpersonen, die das eigene Unterrichtsrepertoire erweitern oder Inputs für die Kolleginnen und Kollegen erhalten möchten. Details

C) Wirken, werken, verändern – digitale Medien und Organisation Schule
Für jene Lehrpersonen, welche eine Supportfunktion im Bereich digitale Medien an ihrer Schule haben und sich mit den Themen Schulentwicklung, Medienorganisation und Coaching beschäftigen möchten. Details

Wer den Lehrgang als CAS abschliessen möchte, besucht dazu noch das «Zertifikatsmodul». Anmeldeschluss ist der 15. Juni 2011. Die Weiterbildungsthemen beginnen im September (Themenschwerpunkt A), respektive im Oktober 2011 (Themenschwerpunkte B und C). Weitere Informationen gibts auf www.picts.ch

i-factory: Informatik entdecken

Die Ausstellung i-factory im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern bietet ein anschauliches und interaktives Erproben von vier Grundtechniken der Informatik: Programmieren, Prozessplanung und -steuerung, Suchen und Sortieren sowie Bewältigung von Komplexität. Diese Themen werden an vier Themeninseln in Form von interaktiven Medientischen umgesetzt. Einladende Experimente und begehbare Spielfelder schlagen eine Brücke zwischen der spielerischen Auseinandersetzung in der i-factory und der realen Welt.

Zusätzlich steht Schulklassen (5. bis 12. Schuljahr) mit dem i-factory School Kit ein Gratispaket zur Verfügung. Dieses umfasst einen vierstündigen Teachers Workshop, in dem Lehrpersonen die Ausstellung und die Unterrichtsmaterialien kennenlernen und ausprobieren können, Stufengerechte Unterrichtsmaterialien zur Vor- und Nachbereitung sind ab April 2011 online verfügbar. Die Website www.iLearnIT.ch bietet zudem Vertiefungen einzelner Themen nach dem Ausstellungsbesuch.

Anmeldungen für den Teachers Workshop und Reservation für den Schulklassenbesuch über www.verkehrshaus.ch/schuldienst

Web 2.0 und Social Media gegen LMS?

Am 23. und 24. März lud SWITCH die E-Learning-Verantwortlichen der Schweizer Hochschulen an die jährliche eduhub-Tagung nach Lugano ein. Die Keynotes widmeten sich dem schon seit geraumer Zeit aktuellen Thema Web 2.0 und Social Media. Die Tagung bot eine eigentliche Werkschau der E-Learning-Fachstellen an Schweizer Universitäten und Hochschulen. In der Keynote zum Auftakt gingen Florian Gnägi (frentix) und Andrea Back (UNISG) der Frage nach, ob Learning Management Systeme im Zeitalter von Web 2.0 und Social Media noch zukunftsfähig sind. Florian Gnägi (Pro LMS): Ein LMS ist in der Regel stabil, organisierbar und zuverlässig, es ist ein «rechtlich abgesicherter Raum». Web 2.0-Dienste dagegen diktieren ihre Nutzungsbedingungen, verkaufen Personendaten usw. Andrea Back (Pro Web 2.0): Ein LMS ist umständlich, man muss es mühsam einrichten, komplizierte Rechtevergabe etc. Dagegen sind die Web 2.0-Tools umgehend da, sie sind kostenlos, mit umfangreicher Funktionalität.

Die Präsentationen (Slideshare):

Florian Gnägi (Pro LMS): Do LMS have a Future?

Andrea Back (Pro Web 2.0): In the age of Web 2.0, do we really need an LMS?

Das Lager der Zuhörenden scheint geteilt. Auch für Google Docs sei ein Login notwendig, meint ein Zuhörer, man müsse dort genauso die Nutzerrechte regeln. Der Vergleich des kostenlosen Web 2.0-Tools hinke, und schliesslich sei ein OpenSource LMS auch kostenlos. Studierende mit niedrigen Kenntnissen wünschten EINE überschaubare Lernumgebung, keine Ansammlung von unterschiedlichsten Tools. Andere geben zu bedenken, Studierende wollen doch «als Person» lernen, nicht «als LMS». Und mit Netvibes, lasse sich eine mindestens so übersichtliche Startplattform wie im LMS organisieren. Das eine tun und das andere nicht lassen, dies das Fazit Publikumsdiskussion. Florian Gnägi räumt ein, dass Web 2.0-Tools schliesslich auch mit IMS LTI ins LMS integriert werden können. Entsprechende Beispiele waren an der Tagung dann zu sehen, etwa GoogleDocs, integriert in Moodle.

Die Integration von Web 2.0-Tools in eine geschlossene Lernumgebung war denn auch Thema von mehreren vorgestellten Projekten, beispielsweise das vorgestellte Projekt ELBA2: Tools wie Forum, Wiki oder Umfrage werden auf die absolut notwendigsten Funktionen reduziert und können auch von ungeübten Benutzern problemlos eingesetzt werden. Auch SWITCH bietet mit der SWITCHtoolbox einfach einsetzbare E-Learning-Instrumente an. Der Trend nach einfachen, überschaubaren Tools ist unübersehbar. Web 2.0 beeinflusst die Weiterentwicklung der LMS. Beide werden sich in den nächsten Jahren wohl weiter annähern.

Einen guten Überblick zu Web 2.0 und Social Media in der Lehre gibt der lesenswerte Blogbeitrag von Andreas König. Studierende hätten nicht unbedingt auf die Einführung von Social Media in der Lehre gewartet, der Einsatz sei nicht immer so problemlos, wie dies die glühenden Verfechter von Web 2.0 behaupten mögen. Schliesslich sind Facebook, Twitter & Co. typische Freizeitmedien und nicht Jede/r mag Dozierenden Zugang dazu gewähren.

 

Einen glühenden Verfechter von Social Media lernten die Besucherinnen und Besucher mit dem Schlussreferenten, Teemu Arina, kennen. Er zündete ein leuchtendes Feuerwerk zu «Learning Environments in the Cloud Era» (Slideshare). Dutzende von Web 2.0-Tools, viele bunte Grafiken. Ob sich angesichts dieser Regenbogen-Didaktik mancher insgeheim nach dem etwas trockenen LMS zurücksehnt? …

 

Fachtagung 1to1 Computing in der Schule – Videos online.

1to1computing
Das Institut für Medien und Schule (IMS) der PHZ Schwyz rief zur Fachtagung «1to1 Computung in der Schule» – Am 11. Februar trafen sich um zweihundert ICT-Verantwortliche, Lehrpersonen, Dozierende und Bildungsverantwortliche. Die Keynotes von Ben Bachmair, Christoph Derndorfer und Werner Hartmann sind SwitchCast sei Dank online verfügbar. Und Werner Hartmanns abschliessende Keynote gibt Anschauungsunterricht, wie einprägsam Plenarveranstaltungen gestaltet werden können. Zur Tagungsübersicht.