Call for Papers merz wissenschaft 2016: Digitale Spiele

merzWissenschaft 2016 lädt zur Einreichung theoretischer oder empirischer Beiträge ein, die sich mit digitalen Spielen und dem Spielen befassen, insbesondere im Hinblick auf Kinder und Jugendliche.

Termine und weitere Infos unter www.merz-zeitschrift.de oder als PDF.

Fachtagung «Apps & Games» an der PH Schwyz

Am 21. September 2013 findet eine weitere Fachtagung, organisiert vom Institut für Medien und Schule (IMS) an der PH Schwyz in Goldau statt.

Mit dem Thema «Apps & Games – Was funktioniert im Unterricht?» greift das IMS einmal mehr ein aktuelles unterrichtsrelevantes Thema auf. Die Keynotes werden von Stefan Aufenanger, Thomas Feibel und Konstantin Mitgutsch gehalten.

Informationen und Anmeldung:
www.phsz.ch/forschung/veranstaltungen/fachtagung2013

Zum Thema aktuell erschienen: Computer + Unterricht «Tablets in der Schule» von Stefan Aufenanger u. a. m. Inhaltsverzeichnis und Linkliste zum Heft HIER.

 

 

Facebookspiel ohne Computer – Rezension

Rahel und ich haben das analoge Kärtchen-Spiel zu Facebook der Bundeszentrale für politische Bildung, auf das in vielen Blogs und auf diversen Medienbildungsseiten hingewiesen wird, genauer studiert. Zusätzlich haben wir uns das Video mit den Kommentaren der Entwickler angesehen. Wir überlegten uns, wie der Einsatz in der Schule aussehen könnte.

Kurzfazit:
Wir sind enttäuscht (haben uns getäuscht in dem, was das Spiel ist und soll) und finden, der Einsatz des Spiels in der Schule ist in der Regel nicht sinnvoll, wenn es darum geht heikle Punkte im Umgang mit Facebook zu erleben und zu thematisieren.

Langfazit:
Spielidee
Schulen sind nicht die primäre Zielgruppe des Spiels, sondern Personen, welche soziale Netzwerke nicht persönlich kennen und mit dem Spiel eine andere Sicht auf Facebook erhalten sollen, als das über die Massenmedien vermittelt wird.
Es geht beim Spiel darum, sich mit Interaktionen in sozialen Netzwerken zu befassen und nicht primär heikle Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen in Facebook zu erfahren oder zu thematisieren.
Unserer Meinung nach gibt es effizientere und effektivere Möglichkeiten die Thematik zu erfahren und zu diskutieren.
Heikel finden wir den Ansatz, dass es im Spiel (in der Normalversion) darum geht möglichst viele Freunde zu sammeln. Die Spielregeln führen dazu, dass in einer Klasse eventuell gruppendynamische Prozesse offengelegt werden und damit eine heikle Dynamik entsteht, die dann innerhalb des Spiels und der zur Verfügung stehenden Unterrichtszeit nicht aufgefangen werden kann.
Die Stärke des Spiels kommt dann zum Tragen, wenn man sich viel Zeit (wer hat das im Unterricht?) für die Thematik nimmt und sehr viel Zeit für die anschliessende Auswertung und Diskussion aufwendet. Wir sprechen hier von mindestens einem halben Tag für das Spielen und die Auswertung.

Aufmachung
Die Spielvorlage, welche zum Herunterladen bereitsteht, ist nicht so gestaltet, dass man sie nur kopieren und in der Klasse loslegen kann. Die Aktionskärtchen müssen zuerst selbst erstellt werden, weil die «Spiel-Aktionen» nur in einem Worddokument als Prosasätze in einem Textblock zur Verfügung stehen.
Die Profilvorlagen orientieren sich so stark an Deutschland und sind nicht für die Zielgruppe Schüler/innen gedacht, dass es Anpassungen braucht.
Eine Seitennummerierung und Fusszeilen wären hilfreich für die Orientierung.

Zusammenfassung
Das Spiel ist nicht für die Zielgruppe Schüler/innen gemacht. Ziel ist nicht primär eine Auseinandersetzung mit problematischer Nutzung von Facebook. Die Vorlagen können nicht sofort und ohne Aufwand für den Einsatz in der Schule verwendet werden. Geschätzter Aufwand für die Vorbereitung (Lesen der Anleitung, Ausdrucken, Kopieren, Kärtchen schneiden und Anpassungen der Unterlagen) drei bis 4 Stunden.
Die Stärken des Spiels bestehen vor allem darin, dass zusammen etwas gespielt wird, das als Grundlage für eine Diskussion über Facebook und die Nutzung durch Schüler/innen dienen kann. Das lässt sich unser Meinung nach aber effektiver und effizienter machen.