Umfrage zu LMS

Marc Widmer schreibt an der Uni Duisburg seine Masterarbeit zum Thema „Perspektiven von LMS“ und hat dazu einen Online-Fragebogen erstellt. Er ist nun daran, möglichst viele und möglichst unterschiedliche Teilnehmende zu gewinnen. Deshalb hat er Urs und mich gebeten den Link unter unseren Studierenden und Kursteilnehmenden  zu verbreiten. Wir sind zum Schluss gekommen seiner Bitte so nachzukommen, dass wir den Link hier publizieren. Wer eine gute Gelegenheit sieht auf die Umfrage hinzuweisen, kann das gerne machen.

https://www.soscisurvey.de/lmsperspektiven/

DICE Project – Digital Copyrights for E-Learning

Das Logo des Projekts DICEAn den eduhub days 2011 wurde u.a. das Projekt DICE vorgestellt und diskutiert. DICE steht für Digital Copyrights for E-Learning. DICE richtet sich in erster Linie an Angehörige von Schweizer Hochschulen. Es unterstützt sie in Urheberrechtsfragen von digitalen E-Learning-Inhalten.

Einerseits steht auf der Website das Handbuch „Das Urheberrecht im Kontext von Unterricht und Lehre“ zur Verfügung. Gegliedert nach den unten aufgeführten Grundfragen zeigt es Lösungswege für Lehrpersonen und Forschende auf:

  • Frage 1: Wo wird der Inhalt verwendet?
  • Frage 2: Ist der Inhalt urheberrechtlich geschützt?
  • Frage 3: Wer ist anspruchsberechtigt am geschützten Inhalt?
  • Frage 4: Wie wird der geschützte Inhalt verwendet?

Weiter soll es E-Learning-Module geben, welche typische Fallbeispiele behandeln, wodurch gängige Situationen erarbeitet werden können. Diese sind im Moment noch nicht online. Zu guter Letzt werden Workshops zum Thema Urheberrecht in der Bildung angeboten.

Bis zu Projektende ist geplant, dass noch mehr Training Events und Schulungen organisiert werden und dass eine Plattform für den Austausch von Erfahrungen und der gängigen Praxis mit typischen Urheberrechtsfragen im E-Learning-Bereich geschaffen wird.

Linguee : das Web als Wörterbuch

Linguee.de ist eine praktische Online-Übersetzungshilfe, die ein bisschen anders als LEO oder Google-Translator funktioniert.

Mit Linguee können Sie 100 Millionen zweisprachige Texte auf Englisch und Deutsch nach Wörtern und Ausdrücken durchsuchen. Im Gegensatz zu traditionellen Online-Wörterbüchern enthält Linguee etwa 1000 mal mehr übersetztes Material, jeweils in vollständigen Sätzen. So finden Sie leicht heraus, wie andere Menschen Sätze übersetzt haben, die die gesuchten Wörter enthalten. Sie finden Übersetzungen im vollständigen Satzzusammenhang, was Ihnen die Formulierung von Sätzen in einer Fremdsprache deutlich erleichtert.

Web 2.0 und Social Media gegen LMS?

Am 23. und 24. März lud SWITCH die E-Learning-Verantwortlichen der Schweizer Hochschulen an die jährliche eduhub-Tagung nach Lugano ein. Die Keynotes widmeten sich dem schon seit geraumer Zeit aktuellen Thema Web 2.0 und Social Media. Die Tagung bot eine eigentliche Werkschau der E-Learning-Fachstellen an Schweizer Universitäten und Hochschulen. In der Keynote zum Auftakt gingen Florian Gnägi (frentix) und Andrea Back (UNISG) der Frage nach, ob Learning Management Systeme im Zeitalter von Web 2.0 und Social Media noch zukunftsfähig sind. Florian Gnägi (Pro LMS): Ein LMS ist in der Regel stabil, organisierbar und zuverlässig, es ist ein «rechtlich abgesicherter Raum». Web 2.0-Dienste dagegen diktieren ihre Nutzungsbedingungen, verkaufen Personendaten usw. Andrea Back (Pro Web 2.0): Ein LMS ist umständlich, man muss es mühsam einrichten, komplizierte Rechtevergabe etc. Dagegen sind die Web 2.0-Tools umgehend da, sie sind kostenlos, mit umfangreicher Funktionalität.

Die Präsentationen (Slideshare):

Florian Gnägi (Pro LMS): Do LMS have a Future?

Andrea Back (Pro Web 2.0): In the age of Web 2.0, do we really need an LMS?

Das Lager der Zuhörenden scheint geteilt. Auch für Google Docs sei ein Login notwendig, meint ein Zuhörer, man müsse dort genauso die Nutzerrechte regeln. Der Vergleich des kostenlosen Web 2.0-Tools hinke, und schliesslich sei ein OpenSource LMS auch kostenlos. Studierende mit niedrigen Kenntnissen wünschten EINE überschaubare Lernumgebung, keine Ansammlung von unterschiedlichsten Tools. Andere geben zu bedenken, Studierende wollen doch «als Person» lernen, nicht «als LMS». Und mit Netvibes, lasse sich eine mindestens so übersichtliche Startplattform wie im LMS organisieren. Das eine tun und das andere nicht lassen, dies das Fazit Publikumsdiskussion. Florian Gnägi räumt ein, dass Web 2.0-Tools schliesslich auch mit IMS LTI ins LMS integriert werden können. Entsprechende Beispiele waren an der Tagung dann zu sehen, etwa GoogleDocs, integriert in Moodle.

Die Integration von Web 2.0-Tools in eine geschlossene Lernumgebung war denn auch Thema von mehreren vorgestellten Projekten, beispielsweise das vorgestellte Projekt ELBA2: Tools wie Forum, Wiki oder Umfrage werden auf die absolut notwendigsten Funktionen reduziert und können auch von ungeübten Benutzern problemlos eingesetzt werden. Auch SWITCH bietet mit der SWITCHtoolbox einfach einsetzbare E-Learning-Instrumente an. Der Trend nach einfachen, überschaubaren Tools ist unübersehbar. Web 2.0 beeinflusst die Weiterentwicklung der LMS. Beide werden sich in den nächsten Jahren wohl weiter annähern.

Einen guten Überblick zu Web 2.0 und Social Media in der Lehre gibt der lesenswerte Blogbeitrag von Andreas König. Studierende hätten nicht unbedingt auf die Einführung von Social Media in der Lehre gewartet, der Einsatz sei nicht immer so problemlos, wie dies die glühenden Verfechter von Web 2.0 behaupten mögen. Schliesslich sind Facebook, Twitter & Co. typische Freizeitmedien und nicht Jede/r mag Dozierenden Zugang dazu gewähren.

 

Einen glühenden Verfechter von Social Media lernten die Besucherinnen und Besucher mit dem Schlussreferenten, Teemu Arina, kennen. Er zündete ein leuchtendes Feuerwerk zu «Learning Environments in the Cloud Era» (Slideshare). Dutzende von Web 2.0-Tools, viele bunte Grafiken. Ob sich angesichts dieser Regenbogen-Didaktik mancher insgeheim nach dem etwas trockenen LMS zurücksehnt? …