Publikation «Hochschuldidaktik im Zeichen von Heterogenität und Vielfalt»

Eigentlich hätte es «nur» eine Festschrift werden sollen anlässlich der runden Geburtstage von Rolf Schulmeister und Peter Baumgartner. Entstanden ist eine hochschuldidaktische Standortbestimmung zu aktuellen hochschuldidaktischen Entwicklungen wie MOOCs, xMOOCS etc. und eine rückblickende Auswertung von mediendidaktischen Innovationen der letzten Jahre wie z.B. Blogging oder Videoarbeit in der Hochschullehre.

Getreu den Postulaten der OER-Bewegung ist die Publikation kostenlos als PDF (16 MB) oder nach Wahl auch als Buch im Handel erhältlich.

Informationen zur Publikation im Blogbeitrag von Sandra Schön.

2013. Reimann, Gabi. Ebner Martin. Schön, Sandra (Hrsg.). Hochschuldidaktik im Zeichen von Heterogenität und Vielfalt. BIMS.

Interaktive E-Books im Hochschulkontext

Letzte Woche fand ein Webinar zum Thema «Interaktive E-Books im Hochschulkontext» von Per Bergamin und Ioana Porumb von der Fernfachhochschule Schweiz statt. Die beiden Dozierenden zeigen anhand eines Pilotprojekts, wie sie E-Books in der Hochschullehre eingesetzt haben. So berichten sie, wie sie auf bestehenden Lehrbüchern von zwei Verlagen als PDF aufbauen konnten. Diese haben sie mit interaktiven Elementen angereichert: Erläuterungen und Aufträge der Dozentin, zusätzliche Links, Filmclips usw. E-Books müssten gemäss den Referenten
1. interaktiv
2. in hohem Mass personifizierbar und
3. nahtlos in die Lernumgebung der Institution integriert sein; sie müssten zum «Learning Hub» werden.
Diesen Anforderungen folgend, sprechen Bergamin und Porump von «iE-Books». Der Ausdruck wurde im gut besuchten Webinar auch prompt kritisiert.

Das PDF des Referats gibt es hier; die vollständige Aufzeichnung des Webinars hier (90 Minuten); weitere Webinare der FFHS zum Tablet-Einsatz gibt es hier.

 

«Computer und Internet in der Primarschule» als kostenlose Online-Version

Wer kennt sie nicht, die  bewährte Publikation «Computer und Internet in der Primarschule» von Iwan Schrackmann et al. aus dem Jahr 2008? – Die gute Nachricht für alle Freunde von Tablets und leichten Laptops ohne DVD-Laufwerk: Die Publikation gibt es seit kurzem als kostenlose Online-Version: Das 300-seitige Buch kann als PDF heruntergeladen oder online im Browser angeschaut werden. Alle Videos der zwanzig dokumentierten Unterrichtslektionen stehen online zur Verfügung, wahlweise als Flash- oder als Quicktime-Version.
Dies alles ist zu finden auf www.ictip.ch

COER13 – Onlinekurs zu Open Educational Resources

Am 8. April startet COER13, der Online Course zu Open Educational Resources, organisiert von e-teaching.org. Der Kurs steht allen Interessierten offen und ist in eine Einführungswoche, fünf thematische Einheiten und eine Abschlusswoche gegliedert. Die Themen werden im Zwei-Wochen-Rhythmus behandelt.

Digitale Schulbücher – ein Gemeinschaftsprojekt deutscher Lehrbuchverlage

Digitale Schulbücher sind die Zukunft, doch wie soll die Distribution und der Verkauf organisiert werden? 27 führende deutsche Lehrmittelverlag kooperieren und entwickeln die gemeinsame offene Plattform Digitale Schulbücher, mit der Bücher verschiedener Anbieter verwaltet, gelesen und genutzt werden können, sowohl online als auch offline. Eine Vorschau-Version wurde im Februar 2012 an der Didacta in Hannover präsentiert. Vielleicht ist eine solche Zusammenarbeit auch ein Modell für die Schweizer Lehrmittelverlage, um den Herausforderungen der Digitalisierung von Schulbüchern zu begegnen?

Passend zum Thema: «E-Books in der Ausbildung – Lehrmittel bald nur noch digital?» am 4. Juli 2012 von 17:45-19:00 Uhr an der PH Bern.

Nachtrag: Der Schweizer Bildungsserver educa entwickelt unter dem Namen educa.Biblio eine Plattform, auf der «qualitätsgeprüfte elektronische Lehr- und Lernressourcen» angeboten werden sollen. Dabei geht es aber um kostenlose Ressourcen, während die deutsche Plattform einen Shop darstellt, in welchem digitale Bücher verkauft werden (d.h. verkauft werden Zugangscodes).

Ein Klassiker in neuer Auflage


Der Klassiker «Multimediale und telemediale Lernumgebungen» von Michael Kerres ist in einer vollständig überarbeiteten Neuauflage erschienen und heisst jetzt Mediendidaktik. Der Aufbau des Buches ist komplett neu und wirkt nun insgesamt gestraffter. Mit neuen Themen wie Web  2.0 oder soziale Lernplattformen und Übungen zu jedem Kapitel wird auch diese Auflage zu einem praxisrelevanten Kompendium für alle werden, die mediengestützte Lernangebote entwickeln.

Auf dem neuen Begleitweb zum Buch finden sich weitere Übungen, Vorlesungsaufzeichnungen und Online-Quellen.

OPCO12: Tablet Computing – eine Zwischenbilanz

Der OpenCourse 2012 (OPCO12) zu Trends in E-Teaching befasst sich zurzeit mit dem Thema Tablet Computing. Am 9.5.12 fand dazu ein Online-Event mit den Experten Beat Döbeli und René Wegener statt. Diskutiert wurden Themen wie 1:1-Computing vs. BYOD (Bring your own device), Chancengerechtigkeit, mobile Nutzung und neue didaktische Konzepte. Joachim Wedekind zieht in seinem Blog eine Zwischenbilanz. Dort ist auch eine Aufzeichnung des Online-Events verfügbar.

 

Smartphones im Unterricht

Gemäss der JIM-Studie 2011 besitzen fast alle Jugendlichen ein eigenes Handy. Ich gehe davon aus, dass ein rechter Teil davon Smartphones mit Internetzugang sind. In wenigen Jahren wird es wohl keine reinen Telefonier-/SMS-Handys mehr geben. Dann werden alle immer einen Kleincomputer in der Hosentasche.

Bei einer unserer letzten ICT-Evaluationen in einer Zürcher Gemeinde haben wir festgestellt, dass bereits die Hälfte aller Unterstufenkinder einen eigenen Computer besitzt. Diese Geräte werden ohne Zweifel zu Hause auch genutzt.

Der Trend, dass Lehrpersonen und Schüler/innen die eigenen Geräte in Schule und Unterricht nutzen (wollen), wird sich in nächster Zeit sicherlich noch verstärken. Während einige Schulen noch vor wenigen Jahren in einer Art Schockzustand Handyverbote ausgesprochen haben, müssen sie sich jetzt Gedanken darüber machen, wie sie dem Trend begegnen können. Der Trend unter dem Motto «Bring your own device (BYOD)» lässt sich kaum mehr stoppen.

Es gibt eine Vielzahl von Chancen, Fragen und Problemen, die angegangen werden müssen. Ich möchte hier nur einen Punkt herauspicken, der für Lehrpersonen sehr wichtig ist, nämlich den Punkt der Mediennutzung im Unterricht: «Was kann man im Unterricht überhaupt machen? Wozu soll das gut sein? Und wie soll ich als Lehrperson das umsetzen?»
Lehrpersonen wollen Hintergrundwissen und ganz konkrete Umsetzungsideen erhalten. Ein weiterer wichtiger Punkt sind meiner Meinung nach die Erfahrungen anderer Schulen.

Wolfgang Neuhaus hat in seinem Blog unter dem Titel «Smartphones im Unterricht» eine Reihe von öffentlich zugänglichen Ressourcen zum Thema gesammelt. Hier finden Schulen Hintergrundwissen, konkrete Umsetzungsideen und Praxisbeispiele anderer Schulen.
Wolfgang Neuhaus meint zum Thema:

Es wäre aus meiner Sicht verantwortungslos, wenn Schule nicht auf diese Situation reagieren würde. Die didaktischen Potenziale, die diese Medien bieten, sollten genutzt werden. Für das Agieren in unserer Gesellschaft und bei der Ausgestaltung unserer Zukunft spielen mobile Medien eine zunehmend wichtige Rolle.

Dieser Aussage schliesse ich mich gerne an.

 

Tagung zur Plagiatsprävention: Unterlagen zum Download

Am 29. März fand an der PH Zürich eine Tagung zur Plagiatsprävention statt. Siehe Blogbeitrag vom 5. Februar 2012. Der Anlass sollte Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch bieten, sowohl für Hochschulen, welche Plagiatspräventions-Software nutzen als auch solchen, welche deren Einsatz in Betracht ziehen. So fanden sich gegen 40 Teilnehmende aus Hochschulen der Schweiz und Deutschland ein. Hans-Lorenz Reiff-Schoenfeld (iParadigms Europe) stellte im Eingangsreferat die Plagiatpräventions-Software «Turnitin» vor. Mit Hilfe der Software können Dozierende und je nach Ansatz der Hochschule auch Studierende schriftliche Arbeiten auf Übereinstimmung mit anderen Texten aus Literatur, Internetquellen und anderen Studierendenarbeiten feststellen lassen. In den weiteren Referaten berichteten Vertretende verschiedener Hochschulen davon, wie sie Präventionssoftware einsetzen und welche weiteren Massnahmen sie einsetzen. Dass Plagiarismus nicht mit dem Einsatz entsprechender Software gelöst werden kann, darüber waren sich die Anwesenden einig. Den Studierenden fehlt das Bewusstsein, allenfalls etwas Unrechtes zu tun. Vom ersten Semester an müsste hierzu gezielt geschult werden. So können an einigen Hochschulen Studierende ihre Arbeiten mit Turnitin gezielt selbst testen und sie erhalten individuelle Beratung.

Die PDFs der Referierenden stehen zum Download bereit:

  • Hans-Lorenz Reiff-Schoenfeld. Turnitin als pädagogisches Werkzeug. PDF_Reiff
  • Dr. Christina Mainka. Plagiatsprävention als Mittel der Qualitätssicherung der akademischen Lehre. PDF_Mainka
  • Dr. Stefano Tardini, University of Lugano. The integration of plagiarism prevention into (e-)learning and teaching practices: the experience of eLab in Ticino. PDF_Tardini
  • Hans-Lorenz Reiff-Schoenfeld. Überblick über die Weiterentwicklung von Turnitin. PDF_Turnitin_Ausblick