Transkription mit F4

Im medien-lab können Studierende und Mitarbeitende der PH Zürich Videokameras, Fotoapparate und Audiogeräte ausleihen. Letztere werden sehr häufig für die Aufnahme von Interviews eingesetzt.
Oft werden im medien-lab gefragt, wie man denn nun das Aufgenommene am einfachsten aufs Papier bringen kann.

Seit kurzem verweise ich gerne auf die kostenlose Audio- und Video-Transkriptionssoftware «f4» von audiotranskription.de. Es handelt sich dabei um eine Java-Applikation, welche auf Windows-, Mac- und Linux-Computern eingesetzt werden kann. Sie liegt nun in der Version 4 (Beta) vor.

f4f4 unterstützt Sie bei der Transkription, also dem eigenhändigen Abtippen von Gesprächsituationen aus Audio- oder Videoaufnahmen. Es erleichtert die Arbeit durch eine Verlangsamung der Abspielgeschwindigkeit, die Steuerung mit Tasten (auch aus Word heraus), einen automatisch kurzen Rücksprung beim Betätigen der Stopptaste und das (automatische) Einfügen von Zeitmarken und Textbausteinen per Tastenkombination.
(Quelle: http://www.audiotranskription.de/f4.htm)

Um das Programm herunterladen zu können, ist die Angabe einer E-Mail-Adresse nötig.
Ich habe auf meinem Mac Version 4 (ab Mac OS 10.5) ausprobiert. Sie funktioniert wirklich wunderbar und sehr intuitiv.
Das Steuern des Video-Audio-Files funktioniert über die F-Tasten. Sehr hilfreich sind natürlich das einstellbare Rückspulintervall, die anpassbare Abspielgeschwindigkeit und die frei definierbaren Autotexte. Sämtliche Funktionen sind auf der Seite http://www.audiotranskription.de/f4.htm aufgelistet.

Nebenbei: Auf Mac-Computern sind die F-Tasten standardmässig mit bestimmten Aktionen belegt, z.B. Lautstärken-Regelung. Um die F-Tasten mit F4 benutzen zu können, muss deshalb in der Systemeinstellung der Punkt «Die F1, F2 usw. als Standard Funktionstasten verwenden» angekreuzt werden.

F4 interfaceEs ist nicht nur das Programm «f4», das mir sehr gut gefällt. Die dazugehörige Website ist eine tolle Dienstleistung. Hier wird nicht nur die eigene Software angepriesen, sondern auch mögliche Alternativen werden erläutert und allgemeine Infos zum Transkribieren gegeben.

Wer viel transkribiert, ist vielleicht dankbar für den USB-Fussschalter, welcher für 79€ gekauft werden kann.

Mein Freund, die Flimmerkiste

Dossier

Die Beilage «Dossier», welche in mehreren  Zeitungen u.a. in der Neuen Luzerner Zeitung erscheint, hat sich kürzlich dem Thema «Kinder und TV» gewidmet. Anlass war wohl die Kinderwoche bei SF.tv (siehe diesen Blogartikel).

Nutzungsmotive der drei wichtigsten MedienAuf der ersten Seite beantwortet Cornelia Biffi (Dozentin der PH Zürich) in einem Interview Fragen rund um den Fernsehkonsum von Kindern. Sie erklärt, ab welchem Alter und wie lange fernsehen sinnvoll und ob fernsehen für Kinder überhaupt nötig ist.
Auf einer weiteren Seite werden ein paar statistische Daten zur Mediennutzung bzw. zum Fernsehkonsum von Kindern und Jugendlichen dargestellt: Wieviel? Wer? Warum? Wie? Wann? Was?

Das Dossier kann hier als PDF heruntergeladen werden:
Dossier Kinder und TV

Screencasts

ScreencastsAn der gestrigen internen Fachbereichsweiterbildung habe ich einen Kurz-Workshop zur Arbeit mit Screencasts angeboten. Wir haben interessante Diskussionen zu den (Einsatz-)Möglichkeiten von Screencasts geführt.

Ich habe ein Input-Dokument abgegeben, welches hier nun leicht angepasst heruntergeladen werden kann (PDF-Download).

Welche Einsatzmöglichkeiten gibt es für Screencasts?

Es gibt eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten von Screencasts bzw. von Screencast-Software.

  • Multimediale Präsentationen bereitstellen [PPT mit Kommentar u.ä.] (Aus-/Weiterbildung)
  • Bedienung einer Software zeigen (Software-Schulung)
  • Software-Anleitungen anbieten (Support)
  • Software-Neuheiten und -Eigenschaften demonstrieren (Marketing, Werbung)
  • Benutzerverhalten dokumentieren (Forschung)

Screencasts sind nur kurze Videos (30s – 5min), die einen bestimmten Teilaspekt eines Themas oder einer Software vermitteln. Für grössere Themen werden mehrere Videos hergestellt und den Adressaten zur Auswahl angeboten.

Welches sind die Vor- und Nachteile von Screencasts?

Es bleibt immer genau zu überlegen, ob ein Screencast im didaktischen Kontext ein sinnvolles Medium zur Vermittlung und Veranschaulichung von Inhalten ist. Oft werden Screencasts für Tutorials (Gebrauchsanleitungen) eingesetzt. Dazu sind aber auch bebilderte Textanleitungen einsetzbar. Es ist also stets abzuwägen, welche Form in einem bestimmten Setting besser
geeignet ist.
Vorteile von Screencasts:

  • hohe Anschaulichkeit durch Bewegtbilder und Audio
  • Screencasts können auf diversen (Video-)Plattformen einfach eingebunden und so publiziert werden.

Nachteile von Screencasts:

  • Screencasts lassen sich nicht ausdrucken und parallel zur Arbeit am Monitor verwenden
  • Überfliegen des Inhalts ist nicht möglich (beim Spulen gehen Infos verloren)
  • Tempo wird vom Verfasser vorgegeben
  • Aufwändige Anpassung bei der Änderung von Details (alles muss neu aufgezeichnet werden)

Beratung und Software im medien-lab

Im medien-lab können Studierende und Mitarbeitende der PHZH die Beratung und die Hard-/Software für die Produktion von Screencasts in Anspruch nehmen. Es ist sinnvoll einen Termin zu vereinbaren.
Folgende (kostenpflichtige) Software steht zur Verfügung:

  • Adobe Presenter
    Herstellung von multimedialen Präsentationen aus Power-Point-Präsentationen
  • Camtasia Studio
    Herstellung von multiedialen Präsentationen aus Bildschirmvideos (Windows)
  • ScreenFlow
    Herstellung von multiedialen Präsentationen aus Bildschirmvideos (Mac)

Kostenlose Screencast-Software

ScreenToasterJingGerade Schulen verfügen kaum über das Budget und das Know-how für die Arbeit mit den oben erwähnten professionellen Programmen. Als Gratis-Alternativen empfehle ich folgende beiden Tools:

  • Jing
    Kleiner Bruder von Camtasia für Mac/Win (siehe auch hier)
  •  ScreenToaster
    Online-Screenrecorder für Mac/Win/Linux

Wie sag ichs meinem Handy

Handys wurden in den letzten Jahren zu wahren Multimedia-Playern mit denen man zum Beispiel Musik hören oder Filme abspielen kann.

Als Konsument fragt man sich allerdings, wie man die Musikstücke und die Videos aufs eigene Handy bringt. Als Lehrer/in möchte man wissen, wie die Inhalte des Klassenprojektes auf all die verschiedenen Handys der Schüler/innen kopieren kann. Komplizierte Sache. Oder doch nicht?

DRS 3 Digital berichtet heute von der Software DoubleTwist. Eine Gratissoftware für Mac & Windows.

DoubleTwist sorgt für das richtige Format

Filme auf dem Handy, Foto-Alben auf der tragbaren Spielkonsole, Musik auf dem eBook Reader.
Unsere digitalen Begleiter werden immer mehr zu universellen Media-Playern. Doch welches Gerät unterstützt welches digitale Format? Welches Gerät synchronisiert man mit welcher Software?

«DoubleTwist» liefert auf beide Fragen eine Antwort.

DoubleTwistDer universelle Media-Manager zeigt die vorhandenen Musik-, Film- und Video-Files auf dem Computer an, sowie die angeschlossenen Geräte wie Handys ond Co.
Per drag’n’drop werden die Media-Files auf die einzelnen Geräte gezogen und dabei gleich ins richtige Format konvertiert.

(Textquelle: DRS 3 Digital)

Auf der Seite von DRS 3 Digital kann der entsprechende Radiobeitrag von heute (8.4.09) angehört werden. Zudem findet sich dort auch die Liste mit den Geräten, die von  DoubleTwist derzeit unterstützt werden.

Personal Learning Environments in der Schule (PLE09)

Vor einer Woche, am 13.3. 2009 fand die Tagung «Personal Learning Environments in der Schule» statt. Organisiert und durchgeführt wurde diese Fachtagung vom Institut für Medien und Schule (IMS) der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz in Goldau. Die PHZH war mit einer ganzen Reihe an Personen als Referent/in bzw. als Teilnehmer/innen vertreten.

Nun sind auf der Tagungswebsite die Keynotes und einzelne Workshops als Videos abrufbar:

    • Prof. Dr. Beat Döbeli Honegger
      „Einführung in das Tagungsthema“
      Video
    • Prof. Dr. Michael Kerres (Universität Duisburg Essen)
      „Personal Learning Environments: Von der Lehr- zur Lernplattform?“
      Video
    • Dr. Heike Schaumburg (Humboldt Universität Berlin)
      „Notebooks als Personal Learning Environments – Ergebnisse eines Modellversuchs zur Nutzung persönlicher Notebooks in der Schule“
      Video
    • Prof. Dr. Rolf Schulmeister (Universität Hamburg)
      „PLE zwischem Alltäglichem und Besonderem: Was konstituiert eigentlich eine LERNumgebung?“
      Video

Im Netz finden sich zudem zahlreiche Blogeinträge, Kommentare und Diskussionen zur Tagung PLE09: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9

Als kleines Zückerchen fürs Weiterlesen hier schon mal die Keynote von Prof. Dr. Rolf Schulmeister:

Fit in Photoshop

In einer internen Weiterbildung des medien-lab haben wir uns gestern morgen zunächst mit den neuen Programmen von Apples iLife 09, mit Schwerpunkt iMovie, beschäftigt. Dazu bekamen wir eine sehr gute Einführung und Unterstützung von David Gavin. Christian Weibel von Apple Schweiz hat uns zudem einen Einblick in die Philosophie von iTunesU gewährt.
Ein interessanter Morgen. Der Dank geht an die beiden Referenten.

Photoshop CS

Photoshop real

Bild Photoshop real von wandaaaa

Am Nachmittag habe ich meinen Kollegen dann einen Workshop zur Vertiefung in Photoshop CS3 angeboten. Bilder haben im medien-lab einen relativ hohen Stellenwert. Ein geübter Umgang damit ist daher von Vorteil.
Im Zentrum standen die verschiedenen Auswahlwerkzeuge und -möglichkeiten und die Arbeit mit Ebenenmasken. Zudem haben wir die Anwendung von nicht-destruktiven Bildkorrekturen mit Hilfe von Einstellungsebenen und Smartobjekten angeschaut. Als Goodies habe ich am Schluss noch kurz auf folgende Videotutorials zu Photoshop hingewiesen:

Die kurzen und hervorragend gemachten Video-Tutorials sind ideal, um sich häppchenweise in Photoshop zu verbessern.

Bildverkleinerer (Praxistipp)

Manchmal scheitern die tollsten Projekte an kleinen technischen Problemen. Gerade beim Umgang mit Fotos aus der persönlichen Digitalkamera treffen Student/innen, Lehrer/innen, Schüler/innen auf Probleme. Werden Fotos aus der Kamera unverändert in eine Datei (z.B. von Word) eingesetzt, sind die Schwierigkeiten vorprogrammiert:

  • Der tolle Fotoroman der Schüler/innen lässt sich in Word kaum mehr öffnen, weil die Datei so riesengross ist. Und selbst wenn dies noch klappt, wird das Scrollen zur Geduldsprobe.
  • Die mit Fotos illustrierte Anleitung des Lehrers kann gar nicht mehr gedruckt werden, weil sie zu schwer ist.
  • Der Praktikumsbericht der Studentin wird durch die eingefügten Fotos so gross, dass er nicht mehr auf die Austauschplattform hochgeladen werden kann.

Bevor die Fotos verarbeitet werden können, müssen sie verkleinert werden.

Bilder in Word einsetzen

Dazu kann man Bildprogramme wie Photoshop Elements (Win/Mac), Irfanview (Win) oder GraphicConverter (Mac) einsetzen. Natürlich gibt es auch spezialisierte Programme, die voll und ganz auf die Bildverkleinerung ausgelegt sind. Dazu gehören die folgenden zwei, welche mir sehr gut gefallen:

SmallImage 2 ist für den Mac ein tolles Progrämmchen, ist aber durch die vielfältigen Verkleinerungsmöglichkeiten auch schon wieder recht komplex. Um die Bildverkleinerung auf Mac noch einfacher zu gestalten, habe ich ein entsprechendes Skript (Automator) hergestellt. Es gibt eines für Mac OSX 10.4 und eines für Mac OSX 10.5.

Das medien-lab stellt auf seiner Seite mit diversen Software-Anleitungen die Bildverkleinerer zum Download bereit. Das ZIP-Archiv mit dem erwähnten Bildverkleinerer für Windows, den Automator-Skripten für Mac OSX und einer Anleitung für beide Programme kann dort heruntergeladen werden (Direkter Download hier).

Saubere ZIP-Archive erstellen

ZIP-Archive sind heute weit verbreitet. Wer mehrere Dateien verschicken will, macht schnell ein ZIP-Archiv. Dabei können sich die Dateien auch in einer verschachtelten Ordnerstruktur befinden.

Auf dem Mac kann über den Kontextmenübefehl „Archiv von «Blablabla» erstellen“ von einzelnen oder mehreren Dateien und/oder Ordnern ein ZIP-Archiv erstellt werden.

DS-StoreDumm nur, dass dabei auch alle unsichtbaren Dateien mitverpackt werden.
Diese macspezifischen Files (z.B. «.DS_Store», «__MACOSX» u.a.m.) werden bei Windowsbenutzer/innen nach dem Auspacken sichtbar und führen des öfteren zu Verwirrung, weil sie nicht geöffnet werden können.
Auch von ILIAS und anderen Webapplikationen ausgepackte ZIPs lassen die Mac-Dateien erscheinen und müssen mühsam wieder gelöscht werden.

CleanArchiverNeuerdings benutze ich CleanArchiver, um auf meinem Mac «saubere» ZIPs zu erstellen. Einfach die zu komprimierenden Dateien auf das Programmsymbol ziehen und schon wird das ZIP erstellt. CleanArchiver kann gzip-, gzip2-, zip-Archive und Disk Images erstellen. Das Programm ist Freeware.

Apple-Infos für Tech-Freaks: 1, 2

spuren-horizonte.ch online

Spuren-Horizonte

Seit Ende letzter Woche ist die Zürcher Website zum Lehrmittel «Spuren-Horizonte» offiziell online. Abrufbar ist die Site unter http://www.spuren-horizonte.ch/.

Das Lehrmittel «Spuren-Horizonte» ist für die Mittelstufe, 5. und 6. Schuljahr, bestimmt. Es bietet Unterrichtsinhalte zu geografischen, geschichtlichen und gesellschaftlichen Themen (Raum und Zeit) an.

Das Print-Lehrmittel wurde in Kooperation mit dem Lehrmittelverlag des Kantons Zürich, dem schulverlag blmv und der Pädagogischen Hochschule Zürich entwickelt. Als ein interkantonales Lehrmittel werden Inhalte aus allen Regionen der Schweiz angeboten.

Die Pädagogische Hochschule Zürich und der Lehrmittelverlag des Kantons Zürich betreiben zusätzlich eine Online-Plattform zum Kanton Zürich und seinen Regionen (http://www.spuren-horizonte.ch/). Dieses Angebot wird laufend ergänzt und erweitert.

Die Online-Plattform bietet laufend aktualisierte Informationen und Unterrichtsmaterialien, ermöglicht eine regionenbezogene Vertiefung mit Bezug zum Print-Lehrmittel «Spuren-Horizonte». Zusätzlich werden Materialien und Links zu Drittanbietern angeboten, um die Lehrmittelinhalte zu vertiefen oder mit Computereinsatz zu bearbeiten.
Lehrerinnen und Lehrer des Kantons Zürich, die sich über das neue Lehrmittel informieren, finden zudem auf der Plattform das aktuelle Kursangebot der PHZH zu «Spuren-Horizonte» mit der Möglichkeit, sich direkt anzumelden.

iMovie08 – verbessert und verbesserungswürdig

Nach der Einführung von iMovie08 war ein riesiger Aufschrei im medien-lab zu vernehmen. Das Konzept von iMovie wurde ziemlich radikal geändert. Vertraute und liebgewonnene Ansichten und Funktionen waren plötzlich verschwunden. In der Folge haben wir sogar Vertreter von Apple zu einem Workshop eingeladen und ihnen unser Herz ausgeschüttet (bzw. ihnen einen Mängelkatalog übergeben). Darüber haben wir hier bereits berichtet.

iMovie trimmen

Mit letzten Update auf Version 7.1 hat Apple bereits etwas nachgebessert. Der Medienpädagogik-Praxis-Blog zählt noch einmal einige Mängel auf und erklärt später, welche behoben und welche umgangen werden können:

Die wichtigsten anfangs bemängelten Punkte seien noch einmal genannt: Die unkomfortable Audiobearbeitung, Ungenauigkeit im Schnitt/beim Trimmen, mangelnde Qualität beim Export und insbesondere fehlende Kapitelmarken beim Export zu iDVD. Viele davon sind allerdings mittlerweile gelöst bzw. lassen sich durch einen Workaround umgehen.
(Quelle: http://www.medienpaedagogik-praxis.de/)

Nach wie vor funktioniert aber das Zurückspielen von Filmen zurück auf ein Band nicht. Dafür muss nach wie vor auf iMovie06 zurückgegriffen werden. Immerhin kann diese Version hier heruntergeladen und mit der iMovie08-Lizenz betrieben werden.