Kompetenzorientierung und Medienbildung

Die PH Zürich stellt auf der Mini-Website Kompetenzorientiertes Lernen–Lehrplan 21 viele Informationen und Ressourcen zum Lehrplan 21 und zum kompetenzorientierten Unterrichten zur Verfügung.

Im Bereich Medien und Informatik kann man sich z.B. ein Bild der «Merkmale von kompetenzorientiertem Unterricht mit  Medien und Informatik» machen. Zudem werden exemplarische Unterrichtsbeispiele aufgegriffen und erläutert.

In der Reihe Unterrichtsfilme ist neu das Video «Kompetenzorientierung und Medienbildung» zu sehen, das unter der fachlichen Leitung von Eike Rösch durch das DLC PHZH produziert wurde.

Öfter rausgehen dank Medien? Sich bewegen bei Rechnungsübungen? Der aktuelle Film der PHZH zum Thema Kompetenzorientierung beschäftigt sich mit Medienbildung im Unterricht. Im Zentrum der Unterrichtssequenzen einer 1. Klasse und einer 1. Sekundarklasse steht die Nutzung und der Umgang mit Medien. Der Einsatz von Medien ermöglicht den Schülerinnen und Schülern neue, lebensweltnahe Recherche- und Dokumentationsmöglichkeiten. Die Schülerinnen und Schüler sind angetan von den vielen Potenzialen, die Medien beispielsweise als Präsentations- oder Übungsformen bieten.

 

Nebenbei:
Kennst du schon den Blog «Kompetent orientiert?»?

Achtung neu! Medien und Informatik in der Schule

lehrplan-kanton-zurich-91Als Zürcher Lehrperson sind Sie möglicherweise irritiert vom Titel dieses Beitrages. Immerhin sind die Begriffe Medien und Informatik bereits seit vielen Jahren verbindlicher Bestandteil des Lehrplans für die Volksschule des Kantons Zürich. Bringt der Lehrplan 21 also nur alten Wein in neuen Schläuchen in die Schule? Nein.

Zwar sind einige der neu formulierten Kompetenzen vergleichbar mit dem, was bereits in der Vergangenheit im Unterricht gelehrt und gelernt wurde. Dennoch bringt der Lehrplan 21 einige Veränderungen mit sich.

 

Vom Lehrplan 1991 zum LP21

Vor einem knappen Vierteljahrhundert im Jahr 1991 wurde der damals neue Zürcher Lehrplan verabschiedet und danach eingeführt. Darin wurden zwei fächerübergreifende Unterrichtsgegenstände «Medienerziehung» und «Informatik» ohne eigenes Zeitgefäss in der Stundentafel definiert.

lehrplan-21-miHeute definiert der Modullehrplan «Medien und Informatik» des Lehrplans 21 drei verbindliche Kompetenzbereiche (siehe Lehrplan 21):

  • Medien (Medienbildung und Mediennutzung)
  • Informatik (Informatische Bildung)
  • Anwendungskompetenzen (Handhabung, Recherche und Lernunterstützung, Produktion und Präsentation)

Im Kern sind die 1991 formulierten Lernziele des Bereichs Medienerziehung auch im neuen Lehrplan 21 sichtbar. Die Schülerinnen und Schüler sollen im Bereich Medien Kompetenzen erwerben, um (digitale) Medien und Medienbeiträge verstehen, reflektieren und für die Gestaltung des eigenen Lebens aktiv, selbstbestimmt und verantwortungsvoll nutzen zu können.

Dagegen hat der Bereich Informatik des Lehrplans 91 und seiner Überarbeitung im Jahr 2000 nicht mehr viel gemein mit dem Verständnis von Informatik im Lehrplan 21. Die Alltagsinformatik bzw. Schulinformatik zielte damals hauptsächlich darauf ab, dass Informations- und Kommunikationstechnologien sachgerecht bedient und für das Lernen und Arbeiten eingesetzt werden können.
Dagegen erhebt der Lehrplan 21 den Anspruch, dass Schülerinnen und Schüler altersgemäss informatische Grundkonzepte der automatisierten Informationsverarbeitung verstehen und eigene Lösungen von Problemstellungen beschreiben und (mit Informatikmitteln) umsetzen können.

Der Bereich der Anwendungskompetenzen im LP21 beschreibt schliesslich, dass Informations- und Kommunikationstechnologien auch als Werkzeuge für eigenes Arbeiten genutzt werden sollen. Das dafür notwendige Wissen muss im Unterricht aufgebaut werden. Niemandem werden Anwendungskompetenzen in die Wiege gelegt.

 

Was Schülerinnen und Schüler können (sollen)

Kinder und Jugendliche wachsen heute selbstverständlich in einer mediengeprägten Umwelt auf. Erwachsene beobachten zuweilen, wie sie virtuos mit ihren Geräten umgehen, wie sie mühelos mit Freunden chatten und auf dem Smartphone von App zu App springen.

Das täuscht den Erwachsenen manchmal vor, die Schülerinnen und Schüler könnten sowieso schon alles mit den digitalen Geräten. In der Schule müsse dazu nichts mehr gelehrt und gelernt werden. Der Schein der alles könnenden Medienkids täuscht aber und sollte nicht dazu verleiten, aufgrund einzelner Beobachtungen den Unterricht in Medien und Informatik auszusetzen. Schliesslich sagt auch keine Lehrperson den Sportunterricht ab, weil sie einige Kinder in der Pause mit grossem Können Fussball spielen sieht.

Lehrpersonen sollten sich gemäss dem Lehrplan fragen, ob ihre Schüler wirklich schon «alles» können. Hier drei beispielhafte Fragen:

  • Können meine Schülerinnen und Schüler eigene Medienbeiträge unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie der Sicherheits- und Verhaltensregeln publizieren?
  • Verstehen meine Schülerinnen und Schüler, dass ein Computer nur vordefinierte Anweisungen ausführen kann? Und können sie einfache Computerprogramme schreiben?
  • Können meine Schülerinnen und Schüler Medien zum gegenseitigen Austausch sowie zum Erstellen und Präsentieren ihrer Arbeiten einsetzen?

Interessanterweise finden es viele Lehrpersonen und Studierende grundsätzlich wichtig, die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in den Bereichen ICT, Medien und Informatik zu fördern. Das sei in der heutigen Zeit wichtig, meinen sie. Wenn man dann allerdings den schulischen Alltag betrachtet, stellt man vielerorts ernüchtert fest, dass die positive Grundhaltung der Lehrpersonen und die gelebte Unterrichtspraxis auseinanderklaffen.

Mit der Einführung des neuen Lehrplans werden neben den Lehrpersonen auch die Schulen, Schulleitungen, Behörden und die Pädagogischen Hochschulen gefordert sein, die Rahmenbedingungen und die Aus- und Weiterbildung so zu gestalten, dass der gute Wille auch im Schulzimmer ankommt.

 

Umsetzung des Lehrplans 21

Die Umsetzung des Lehrplans 21 in den Bereichen Medien, Informatik und Anwendungskompetenzen liegt bei den einzelnen Kantonen. Dafür muss unter anderem geklärt werden, ob der Modullehrplan «Medien und Informatik» ein Zeitgefäss in der Stundentafel erhalten soll, wie die Beurteilung im Zeugnis aussehen könnte oder welche Lehrmittel notwendig sind. Die Vorbereitungsarbeiten im Kanton Zürich sind im Gange.

Zentral für eine gelungene Umsetzung sind ohne Zweifel die Kompetenzen der Lehrpersonen. Lehrpersonen müssen nicht nur eine positive Grundhaltung haben, sondern es sich auch zutrauen ICT, Medien und Informatik in den Unterricht zu integrieren. Dieses Zutrauen wächst mit den persönlichen Kompetenzen, die u.a. auf zwei Ebenen erworben bzw. vertieft werden müssen:

  • Eigene Kompetenzen
    • … in den den drei Kompetenzbereichen Medien, Informatik und Anwendungskompetenzen.
      Neben dem Aneignen von Fachwissen müssen Handlungserfahrungen gesammelt werden können.
  • Didaktische Kompetenzen
    • … in den den drei Kompetenzbereichen Medien, Informatik und Anwendungskompetenzen.
      Hier werden Kenntnisse erworben, um die Inhalte möglichst gut lehren zu können bzw. den Unterricht so zu gestalten, dass die Schülerinnen und Schüler die Fachkompetenzen bestmöglich erwerben können.
    • … für alle Fächer bzw. Fachbereiche des Lehrplanes mit Bezug zu Medien, Informatik und Anwendungskompetenzen.
      Lehrpersonen sollen in der Lage sein, die Kompetenzen des Modullehrplans «Medien und Informatik» fächerübergreifend zu fördern, indem Verknüpfungen der Themen geschaffen werden. Zudem sollen (digitale) Werkzeuge genutzt werden.

Bei der Betrachtung der erforderlichen Kompetenzen wird rasch klar, dass für eine erfolgreiche Einführung und Umsetzung des Lehrplans die Ausbildung von Studierenden angepasst werden muss. Für amtierende Lehrpersonen sind Weiterbildungen notwendig, in denen sie die eigenen und die didaktischen Kompetenzen erweitern können.

Am augenfälligsten ist hier sicherlich der Bereich Informatik. Die wenigsten Volksschullehrpersonen verfügen über eigenes Fachwissen in Informatik. In der Folge fehlen praxisrelevante Ideen und didaktische Konzepte zur Gestaltung des Informatik-Unterrichts.

Für Gemeinden und Schulen stellen sich neben Fragen zur Weiterbildung der Lehrpersonen auch Fragen zur Infrastruktur. Im Schlussbericht der D-EDK-Arbeitsgruppe zu Medien und Informatik im Lehrplan 21 wird deutlich, dass die schulische ICT-Infrastruktur von Bedeutung ist. Die Ausgestaltung der Infrastruktur, des technischen und des pädagogischen Supports richtet sich nach den Konzepten und Möglichkeiten der Gemeinden und Schulen.

Mit Blick auf den Lehrplan 21 macht es sicherlich Sinn, dass Schulen ihre Konzepte, ihre Infrastruktur und Organisationsstrukturen betrachten und bei Bedarf anpassen.

 

Achtung neu:
Der Lehrplan 21 bringt ein neues Schulfach bzw. Themengebiet namens «Medien und Informatik». Neben dem Kompetenzaufbau in Medienthemen und in Informatik soll in allen Fächern auch mit digitalen Arbeitstools gearbeitet und gelernt werden.
Sind Sie in Ihrer Klasse und an Ihrer Schule bereit dafür?

 

Weiterführende Quellen und Angebote:

Böse Werbung? Nein

Für Eltern führt also kein Weg daran vorbei, ihren Kindern einen vernünftigen Umgang mit Werbung und Konsum zu vermitteln, sollen diese zu kritischen und verantwortungsvollen Konsumentinnen und Konsumenten heranwachsen. Zwar schwindet laut Werner Wirth der elterliche Einfluss, je älter die Kinder werden. «Doch bis dahin sind die Eltern sozusagen die Moderatoren beim Eintritt des Kindes in die Markenwelt, sowohl durch die vorgelebten Kaufgewohnheiten als auch durch eine eigene bewusste Mediennutzung», sagt Wirth.

Die freie Journalistin Mirjam Oertli hat in ihrem Blog einen Artikel und ein Interview unter dem Titel «Das will ich haben» publiziert, die im Frühling 2013 im Elternmagazin Fritz und Fränzi erschienen sind.

Im Interview äussern sich Friederike Tilemann und Flurin Senn, beide aus dem Fachbereich Medienbildung der PH Zürich, zum Aufwachsen und der Erziehung von Kindern in einer Medienlandschaft, die von Werbung durchsetzt ist:

Wie erzieht man Kinder zu konsumkompetenten Erwachsenen?
Senn:Es geht um Werbekompetenz und um Konsumkompetenz. Wer meint, wenn man Werbung erkennen, verstehen und verarbeiten könne, sei auch die Sache mit dem Konsum gelöst, irrt sich. Man muss das Kind auf beiden Ebenen unterstützen. Und: Mit der Medienentwicklung verändern sich die Werbeformen. Die Grenze zwischen Medieninhalten und Werbung ist nicht immer klar erkennbar, auch nicht für uns Erwachsene.

Kompetenzorientierter Unterricht in der Medienbildung

Das Prorektorat Weiterbildung und Forschung der PH Zürich lanciert eine Website zum Thema «Kompetenzorientierung»: http://www.phzh.ch/kompetenzen

Kompetenzorierentierter UnterrichtAuf der Website werden viele Fragen zu kompetenzorientiertem Unterricht beantwortet. Zu den Fragen gehören solche wie diese: Was sind Kompetenzen? Woran lässt sich kompetenzorientierter Unterricht erkennen? Welche Bedeutung hat das Thema für die Schule?
Ab Anfang Herbst 2013 wird zudem ein umfangreiches Weiterbildungsangebot zum Thema für Schulleitungen und Lehrpersonen aufgeschaltet.

Ganz schön ist, dass auf der Website auch gezielte Informationen zu einzelnen Fächern bzw. Fachbereichen abrufbar sind. Auch die Medienbildung bzw. der Bereich ICT und Medien wartet mit interessanten Inhalten und Unterrichtsideen auf.

Das Durchstöbern der Inhalte überlasse ich den Leserinnen und Lesern und gehe hier nicht näher darauf ein. Erwähnen möchte ich hier lediglich die konkreten Unterrichtsideen aus dem Bereich «ICT und Medien», welche die Aspekte kompetenzorientierten Unterrichts aufzeigen (PDF):

Digitale Medien gehören schon im Kindergartenalter zum Alltag

Die Fachbereichsleiterin Medienbildung der PH Zürich, Friederike Tilemann, hat sich in einem Interview im Tagesanzeiger zu ICT und Medienbildung im Unterricht geäussert.

 

 

 

Auszug aus dem Interview:

Im Entwurf zum ­Lehrplan 21 wird das Fach Informationstechnologie und Medien Pflichtstoff. Braucht die Schule eine solche grundlegende Veränderung?
Zur Schule gehört, dass sie sich wandelt. Ihre Aufgabe ist es, den Schülerinnen und Schülern die Bildung zu ermöglichen, die sie benötigen. Da darf der Unterricht nicht stehen bleiben. IT und Medien haben heute bereits einen Platz in den Lehrplänen – etwa als fächerübergreifender Unterrichtsgegenstand. Nun müsste es darum gehen, dieses Gebiet als eigenständiges Schulfach in allen 21 deutsch- und mehrsprachigen Kantonen anzubieten.

Warum braucht es dafür ein ­eigenständiges Schulfach?
Im Moment bleibt es oft bei punktuellen Impulsen. Die Heranwachsenden sind davon abhängig, ob sich die eigene Lehrperson das Thema zutraut und ob die Schule ein verbindliches Medienkonzept hat. Nur die Schule kann es ermöglichen, dass alle Kinder und Jugendlichen systematisch Medienkompetenz aufbauen. Digitale Medien gehören schon im Kindergartenalter zum Alltag. Darum müssen bereits Kindergärtler diese durchschauen und einen sinnvollen Umgang mit ihnen erlernen.

Digitale Bildung für Kindergärtler?
Selbstverständlich! Im Kindergarten geht es natürlich nicht um Dinge wie Datenschutz in sozialen Netzwerken, das ist zu kompliziert. Aber schon im Vorschulalter können Kinder entdecken, dass zum Beispiel Bilder, Filme oder digitale Spiele nicht die Wirklichkeit darstellen.

Das vollständige Interview kann auf der Tagi-Website online gelesen werden.

Lernziel Medienkompetenz bei «SRF mySchool»

Sensibilisierung und Umgang mit neuen Medien steht im Zentrum

Der Ruf nach Medienkompetenz in der Bildungslandschaft Schweiz ist unüberhörbar. Im Unterricht sollen Medien – einschliesslich Informations- und Kommunikationstechnologien – gemäss dem D-EDK-Projekt «Lehrplan 21» stärker berücksichtigt werden. «SRF mySchool» bietet den Lehrpersonen dafür umfangreiches, neues Unterrichtsmaterial an: 24 Filme oder 600 Sendeminuten, aufgeteilt in zwei Themenwochen (18. bis 22. März und 22. bis 26. April 2013).
(Quelle: SRF mySchool)

Das umfangreiche Unterrichtsmaterial stammt zu einem grossen Teil aus dem Bereich Medienbildung der PH Zürich. Zum Material gehören eine detaillierte Inhaltsbeschreibung mit Zeitangaben, Lektionsskizzen und Arbeitsblättern (mit Lösungsvorschlägen).

Alle Filme lassen sich nach der TV-Ausstrahlung online zeitlich unbegrenzt sowohl bei «SRF mySchool» oder im «SRF Player» abspielen.
Dank den Lektionsskizzen und den verwendbaren Arbeitsblättern können die Videos von den Lehrpersonen direkt und ohne grosse Vorbereitung eingesetzt werden. Toll!

ICT-Guide: Weg zum schuleigenen Konzept

Der Bildungsrat des Kantons Zürich hat am 26. November 2012 den «ICT-Guide zur Erarbeitung von stufenübergreifenden Medien- und ICT-Konzepten in Zürcher Volksschulen (PDF)» verabschiedet. Im Beschluss empfiehlt der Bildungsrat den Gemeinden, ein lokales, schuleigenes Medien- und ICT-Konzept mit Hilfe des ICT-Guides zu erarbeiten.

Der ICT-Guide unterstützt, begleitet und leitet Schulen an auf dem Weg zum eigenen Konzept.
Der ICT-Guide nimmt dabei eine umfassende Sicht auf Medien und ICT in Schule und Unterricht ein. Frühere Schulkonzepte fokussierten häufig auf Teilaspekte von digitalen Medien in der Schule. Oft wurden Konzepte unterteilt in Pädagogik und Technik. Es wurde definiert was im Unterricht mit den Schüler/innen erreicht werden soll und mit welcher Infrastruktur dies zu geschehen hat.

Der ICT-Guide geht deutlich weiter: In den zwölf Kapiteln werden auch der technische Support und die pädagogische Beratung, die Weiterbildung, die Kommunikation aller Beteiligter (Schüler/innen, Lehrpersonen, Eltern u.a.m.), schulinternes Wissensmanagement, Schul- und Unterrichtsqualität und weitere Themen aufgegriffen. Neben einigen Kernkapiteln sind die Schulen frei in der Wahl der Themen für das schuleigene Konzept.

In Konzeptberatungen für Schulen, welche vom Bereich Medienbildung der PH Zürich durchgeführt werden, wird jeweils deutlich, dass jede Schule in Bezug auf Medien und ICT einzigartig ist. Schulen unterscheiden sich beim Einsatz von Medien und ICT im Unterricht, bei der Umsetzung von medienbildnerischen Zielen, bei den Organisationsstrukturen, beim technischen und pädagogischen Support, bei der Ausstattung von Hard- und Software u.a.m.

Der ICT-Guide wird diesem Umstand gerecht, indem Schulen diejenigen Informationen rausnehmen können, die sie in ihrer Situation benötigen.
Der ICT-Guide

  • formuliert Mustertexte, die angepasst bzw. übernommen werden können
  • vermittelt thematisches Hintergrundwissen
  • zeigt mögliche Vorgehensweisen zur Konzepterarbeitung auf
  • bietet konkrete, anpassbare Umsetzungshilfen an (z.B. Pflichtenhefte, Planungshilfen, Vereinbarungen)
  • verweist auf weiterführende Webressourcen und auf Fachliteratur

Einen Überblick über den ICT-Guide kann man sich hier verschaffen:
Wege zum lokalen Medien- und ICT-Konzept, Präsentation UNM-Tagung 2012

Weitere Blogposts zum Thema: 1, 2, 3

 

Smartphones im Unterricht

Gemäss der JIM-Studie 2011 besitzen fast alle Jugendlichen ein eigenes Handy. Ich gehe davon aus, dass ein rechter Teil davon Smartphones mit Internetzugang sind. In wenigen Jahren wird es wohl keine reinen Telefonier-/SMS-Handys mehr geben. Dann werden alle immer einen Kleincomputer in der Hosentasche.

Bei einer unserer letzten ICT-Evaluationen in einer Zürcher Gemeinde haben wir festgestellt, dass bereits die Hälfte aller Unterstufenkinder einen eigenen Computer besitzt. Diese Geräte werden ohne Zweifel zu Hause auch genutzt.

Der Trend, dass Lehrpersonen und Schüler/innen die eigenen Geräte in Schule und Unterricht nutzen (wollen), wird sich in nächster Zeit sicherlich noch verstärken. Während einige Schulen noch vor wenigen Jahren in einer Art Schockzustand Handyverbote ausgesprochen haben, müssen sie sich jetzt Gedanken darüber machen, wie sie dem Trend begegnen können. Der Trend unter dem Motto «Bring your own device (BYOD)» lässt sich kaum mehr stoppen.

Es gibt eine Vielzahl von Chancen, Fragen und Problemen, die angegangen werden müssen. Ich möchte hier nur einen Punkt herauspicken, der für Lehrpersonen sehr wichtig ist, nämlich den Punkt der Mediennutzung im Unterricht: «Was kann man im Unterricht überhaupt machen? Wozu soll das gut sein? Und wie soll ich als Lehrperson das umsetzen?»
Lehrpersonen wollen Hintergrundwissen und ganz konkrete Umsetzungsideen erhalten. Ein weiterer wichtiger Punkt sind meiner Meinung nach die Erfahrungen anderer Schulen.

Wolfgang Neuhaus hat in seinem Blog unter dem Titel «Smartphones im Unterricht» eine Reihe von öffentlich zugänglichen Ressourcen zum Thema gesammelt. Hier finden Schulen Hintergrundwissen, konkrete Umsetzungsideen und Praxisbeispiele anderer Schulen.
Wolfgang Neuhaus meint zum Thema:

Es wäre aus meiner Sicht verantwortungslos, wenn Schule nicht auf diese Situation reagieren würde. Die didaktischen Potenziale, die diese Medien bieten, sollten genutzt werden. Für das Agieren in unserer Gesellschaft und bei der Ausgestaltung unserer Zukunft spielen mobile Medien eine zunehmend wichtige Rolle.

Dieser Aussage schliesse ich mich gerne an.

 

Online-Tools im Sprachunterricht

Ein Gruppe Studierender hat sich während eines Ausbildungsmodules mit Online-Tools im Sprachunterricht auseinandergesetzt. Im Zentrum stand die Frage, wie Webangebote für den Einsatz im Sprachunterricht evaluiert werden können. Als Endprodukt ist ein öffentliches Rezensionsverzeichnis entstanden. Die publizierten Rezensionen wurden mit Unterrichtsideen und weiterführenden Informationen und Links angereichert.

Das Rezensionsverzeichnis ist an folgender Stelle zu finden:
http://online-tools-im-sprachunterricht.wikispaces.com/

Mediathek: Fernsehen offline

Fernsehsendung verpasst?
Fernsehbeitrag im Unterricht zeigen?

Glücklicherweise haben viele Fernsehsender in der Zwischenzeit Online-Mediatheken, bei denen sich vergangene Sendungen auch noch im Nachhinein anschauen lassen.
Nicht immer jedoch verfügt man an Schulen über ein zuverlässiges Netzwerk mit hoher Bandbreite, um die Videos zeigen zu können. Aus diesem Grund werden sie vorgängig heruntergeladen und im Unterricht von der eigenen Festplatt abgespielt.

Videoportal SF

Leider sind die meisten Videos aus rechtlichen Gründen vom Videoportal des Schweizer Fernsehens (http://www.videoportal.sf.tv/) jeweils nur während 7 Tagen herunterladbar (falls überhaupt). Danach können sie nur noch als Flash-Video online betrachtet werden.
Alternativ können viele Sendungen als Video-Podcast abonniert werden (http://www.podcast.sf.tv/). Wer eine Sendung als Podcast in iTunes abonniert und die Folgen fortlaufend herunterlädt hat diese so für ewig auf dem eigenen Computer und kann auch später darauf zurückgreifen.

Was aber, wenn man einen Beitrag nicht rechtzeitig heruntergeladen hat er nicht mehr zum Download angeboten wird.Zumindest für ein paar Sender kann das kostenlose Programm «Mediathek» eingesetzt werden für das Herunterladen:

Fernsehen offline (Mac)Mediathek bzw. MediathekView durchsucht und lädt Beiträge aus den Mediatheken von ARD, ZDF, 3sat, NDR, SWR, WDR, ARTE und SF

Es gibt eine hübsche Mac-Version «Mediathek»:
http://appdrive.net/mediathek/

… und zweckmässige, plattformunabhängige Version «MediathekView»:
 http://zdfmediathk.sourceforge.net/

Im Falle von SF.tv wird ein Flash-File (flv) heruntergeladen. Es kann mit dem VLC-Mediaplayer abgespielt und auch enkodiert werden (z.B. in MP4).