Cargo Bot – Roboter «programmieren» auf dem iPad

In der kostenlose iPad-App «Cargo Bot» geht es darum, farbige Kisten gemäss einer Vorgabe richtig zu sortieren bzw. zu stapeln. Dazu steht ein Greifarm zur Verfügung, welcher mit Hilfe von grafischen Bausteinen «programmiert» werden kann.

Das tönt altbekannt und ist es im Prinzip wohl auch. Trotzdem übt das Spiel – zumindest auf mich – eine grosse Faszination aus. Es geht nicht nur darum irgendeine Lösung für eine bestimmte Aufgabe zu finden, sondern die Optimale, sprich die Kürzeste. Je besser die Programmierung, desto mehr Sterne erhält der oder die Spielende.

Als Hilfsmittel stehen z.B. Programmierschlaufen zur Verfügung, welche man zur Optimierung seiner Progamme verwenden kann. Zu Testzwecken kann das Programm in verschiedenen Geschwindigkeiten abgespielt werden und zur Fehlersuche bietet sich der step-by-step Modus an. Zudem gibt es pro Aufgabe einen Tipp, der einem auf die richtige Spur bringt.

Gelungene Lösungen können aufgezeichnet und auf Youtube veröffentlicht werden.

Bereits auf der Schwierigkeitsstufe «Tutorial» wird es rasch recht anspruchsvoll, die optimale Lösung  zu programmieren.

Das Spiel gilt offenbar als das erste, welche nicht nur für das iPad sondern auch zum grössen Teil auf dem iPad entwickelt wurde. Die Programmierumgebung nennt sich Codea und basiert auf der Programmiersprache Lua. Während Cargo Bot kostenlos ist, kostet Codea CHF 10.-

 

 

Coach’s Eye – Innovative Videoanalyse-App (nicht nur für Sportlehrer/-innen)

Coach's Eye ScreenshotVor eine paar Monaten bin ich auf eine interessante App (für iPhone und iPad) gestossen: Coach’s Eye ist zwar für allem Sportlehrerinnen und Trainer gedacht, könnte sich aber auch zur Beurteilung von Auftrittskompetenz, für Beobachtungsaufträge, etc. eignen. Direkt aus der App lassen sich Bewegungsabläufe als Video aufnehmen. Anschliessend lassen sich diese Videos in Zeitlupe abspielen oder mit dem sog. Jog/Shuttle-Rad einzelbildweise vor und zurück spulen. Bei Bedarf kann der Coach/die Lehrerin auch direkt auf das Video zeichnen und optional einen Audiokommentar dazu aufsprechen. Die so bearbeiteten Videos können abgespeichert oder per E-Mail oder via Webplattform weitergegeben werden.

Florian Wanzenried (Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich «Bewegung und Sport» an der PH Zürich) hat Coach’s Eye im Unterricht mit Studierenden getestet und dabei folgende Erfahrungen gemacht:

Plus

  • Einfache Bedienung
  • Gute Qualität des «Einzelbild-Modus»
  • Ermöglicht bessere Qualität des Feedbacks: Sofort nachdem ein Studierender einen Bewegungsablauf vorgezeigt hat, kann dieser gemeinsam im Detail betrachtet und besprochen werden
  • Gutes Kosten-/Nutzenverhältnis (auch für Studierende erschwinglich)

Minus

  • Es wird nur die Bewegung und nicht der Ton dazu aufgenommen. Dies schränkt die Nützlichkeit z.B. für Tanzaufnahmen erheblich ein [Seit dem Update vom 5. März 2012 wird nun auch der Ton aufgenommen]
  • Unübersichtliche Anordnung/Sortierung der gespeicherten Aufnahmen innerhalb der App
  • Gewöhnungsbedürftige Navigation mit dem Jog/Shuttle-Rad

Ich bin gespannt, in welche Richtung  Coach’s Eye weiter entwickelt wird. Wenn man zusätzlich zum Videobild auch den Ton aufzeichnen könnte, liesse sich diese App auch ausserhalb des Sportbereichs noch vielseitiger einsetzen. Coach’s Eye ist für CHF 5.- im iTunes-App-Store erhältlich.

Klartext leicht gemacht

Ärgert ihr euch manchmal auch, wenn ihr aus einer Webseite oder einem Office-Dokument eine Textpassage kopiert und beim Einsetzen dann feststellt, dass ihr dabei gleichzeitig noch viele unnötige Formatierungseigenschaften des Ausgangstextes mitkopiert habt?

Das nette kleine Mac-Progrämmchen „Plain Text“ befreit den Text der Zwischenablage mit einem Mausklick vor jeglichem überflüssigen Kram: http://www.bluem.net/en/mac/plain-clip/  Unter Windows leistet „PureText“ dasselbe: http://www.stevemiller.net/puretext/

Zwei kleine Helferlein, die ich nicht mehr missen möchte.

Linguee : das Web als Wörterbuch

Linguee.de ist eine praktische Online-Übersetzungshilfe, die ein bisschen anders als LEO oder Google-Translator funktioniert.

Mit Linguee können Sie 100 Millionen zweisprachige Texte auf Englisch und Deutsch nach Wörtern und Ausdrücken durchsuchen. Im Gegensatz zu traditionellen Online-Wörterbüchern enthält Linguee etwa 1000 mal mehr übersetztes Material, jeweils in vollständigen Sätzen. So finden Sie leicht heraus, wie andere Menschen Sätze übersetzt haben, die die gesuchten Wörter enthalten. Sie finden Übersetzungen im vollständigen Satzzusammenhang, was Ihnen die Formulierung von Sätzen in einer Fremdsprache deutlich erleichtert.

Dropmocks-Bildergalerie – einfacher geht es nicht

Das Tool Dropmocks zum Erstellen von online Bildergalerien funktioniert bestechend einfach:

  • Schritt 1: Fotos vom Desktop auf den Browser ziehen
  • Schritt 2: Es gibt keinen zweiten Schritt

Natürlich gibt es schönere und ausgefeiltere online Bildergalerien – und bezüglich Privatsphäre wohl auch besser geschützte. In Sachen einfacher Bedienung dürfte Dropmocks jedoch schwer zu schlagen sein.

Beispiel: http://www.dropmocks.com/mPtQC

Digital Storytelling mit Scratch

Scratch-Banner

Vom 7.-11. Juli wurde am Institut Unterstrass der PHZH eine Medienwoche unter dem Motto „Digital Storytelling“ durchgeführt. Als Abschluss des zweiten Semesters ihres Studiums beschäftigten sich 36 Studierende während fünf Tagen mit dem Erstellen einer persönlichen digitalen Geschichte. Dabei standen Punkte wie das Verfassen der Geschichte, Bild- und Audiobearbeitung und Storyboarding auf dem Programm. Ein Höhepunkte war die gegenseitige Vorführung der fertigen Geschichten am Freitagnachmittag.

Für das Zusammenfügen der einzelnen Medienelemente zu einer multimedialen Geschichte wurde die für Mac, Windows und Linux frei verfügbare Software „Scratch“ verwendet. Traditionellerweise werden für die Schlussproduktion von „Digital Stories“ eher Videobearbeitungsprogramme wie iMovie oder MovieMaker verwendet. Scratch hat im Gegensatz zu diesen Werkzeugen eher der Charakter eines LEGO-Grundbaukausten.

Scratch bietet weniger Spezialwerkzeuge z.B. für Bildübergänge an, dafür lässt sich die Software als Ausgangspunkt für alle möglichen „Konstruktionen“ verwenden. So lassen sich damit auch interaktive Geschichten, Spiele, Lernprogramme etc. entwickeln und dies alles ohne eine einzige Zeile Programmcode einzutippen. Scratch eignet sich somit bestens um bereits ab der Primarstufe den Schülerinnen und Schülern den Computer als kreatives und konstruktivistisches Werkzeug näher zu bringen.

Links:

Anmerkung für „Techies“: Im Grunde ist Scratch natürlich auch eine „interpretierte dynamische visuelle Programmiersprache die auf Squeak basiert“ [Wikipedia, Stand 21.07.2008], mit obiger Beschreibung wollten wir vor allem die intuitive Bedienbarkeit von Scratch hervor heben.

Kreaturen schaffen im Spore-Labor

Spore

Seit ein paar Tagen lässt sich das Spore-Labor für Mac und Windows von der Spore-Website herunter laden.

Spore nennt sich ein Spiel, in welchem die Spielerinnen und Spieler eigene Kreaturen entwickeln und mit diesen eine Evolution vom Einzeller bis zur Eroberung des Weltalls durchlaufen können. Weitere Informationen dazu gibt es z.B. auf Wikipedia.

Erste Experimente mit dem kostenlosen Spore-Labor (Basisversion) machten meinen Kindern – und ehrlich gesagt auch mir – grossen Spass und Lust auf mehr.

Beachtenswert ist auch der ganze Spannungsaufbau (bzw. das Marketing) rund um den – im September 2008 erwarteten – Release der Vollversion für Mac, Windows und Nintendo DS. So soll das Spiel bereits in den Jahren 2005 und 2006 Preise für das „Beste Spiel“ gewonnen haben.