Böse Werbung? Nein

Für Eltern führt also kein Weg daran vorbei, ihren Kindern einen vernünftigen Umgang mit Werbung und Konsum zu vermitteln, sollen diese zu kritischen und verantwortungsvollen Konsumentinnen und Konsumenten heranwachsen. Zwar schwindet laut Werner Wirth der elterliche Einfluss, je älter die Kinder werden. «Doch bis dahin sind die Eltern sozusagen die Moderatoren beim Eintritt des Kindes in die Markenwelt, sowohl durch die vorgelebten Kaufgewohnheiten als auch durch eine eigene bewusste Mediennutzung», sagt Wirth.

Die freie Journalistin Mirjam Oertli hat in ihrem Blog einen Artikel und ein Interview unter dem Titel «Das will ich haben» publiziert, die im Frühling 2013 im Elternmagazin Fritz und Fränzi erschienen sind.

Im Interview äussern sich Friederike Tilemann und Flurin Senn, beide aus dem Fachbereich Medienbildung der PH Zürich, zum Aufwachsen und der Erziehung von Kindern in einer Medienlandschaft, die von Werbung durchsetzt ist:

Wie erzieht man Kinder zu konsumkompetenten Erwachsenen?
Senn:Es geht um Werbekompetenz und um Konsumkompetenz. Wer meint, wenn man Werbung erkennen, verstehen und verarbeiten könne, sei auch die Sache mit dem Konsum gelöst, irrt sich. Man muss das Kind auf beiden Ebenen unterstützen. Und: Mit der Medienentwicklung verändern sich die Werbeformen. Die Grenze zwischen Medieninhalten und Werbung ist nicht immer klar erkennbar, auch nicht für uns Erwachsene.

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