Digitale Medien gehören schon im Kindergartenalter zum Alltag

Die Fachbereichsleiterin Medienbildung der PH Zürich, Friederike Tilemann, hat sich in einem Interview im Tagesanzeiger zu ICT und Medienbildung im Unterricht geäussert.

 

 

 

Auszug aus dem Interview:

Im Entwurf zum ­Lehrplan 21 wird das Fach Informationstechnologie und Medien Pflichtstoff. Braucht die Schule eine solche grundlegende Veränderung?
Zur Schule gehört, dass sie sich wandelt. Ihre Aufgabe ist es, den Schülerinnen und Schülern die Bildung zu ermöglichen, die sie benötigen. Da darf der Unterricht nicht stehen bleiben. IT und Medien haben heute bereits einen Platz in den Lehrplänen – etwa als fächerübergreifender Unterrichtsgegenstand. Nun müsste es darum gehen, dieses Gebiet als eigenständiges Schulfach in allen 21 deutsch- und mehrsprachigen Kantonen anzubieten.

Warum braucht es dafür ein ­eigenständiges Schulfach?
Im Moment bleibt es oft bei punktuellen Impulsen. Die Heranwachsenden sind davon abhängig, ob sich die eigene Lehrperson das Thema zutraut und ob die Schule ein verbindliches Medienkonzept hat. Nur die Schule kann es ermöglichen, dass alle Kinder und Jugendlichen systematisch Medienkompetenz aufbauen. Digitale Medien gehören schon im Kindergartenalter zum Alltag. Darum müssen bereits Kindergärtler diese durchschauen und einen sinnvollen Umgang mit ihnen erlernen.

Digitale Bildung für Kindergärtler?
Selbstverständlich! Im Kindergarten geht es natürlich nicht um Dinge wie Datenschutz in sozialen Netzwerken, das ist zu kompliziert. Aber schon im Vorschulalter können Kinder entdecken, dass zum Beispiel Bilder, Filme oder digitale Spiele nicht die Wirklichkeit darstellen.

Das vollständige Interview kann auf der Tagi-Website online gelesen werden.

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