Buchbesprechung: Der programmierte Mensch

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Thomas R. Köhler beschreibt in seinem Buch, wie Smartphones und Internet unser Verhalten bestimmen. Dabei verbreitet er nicht etwa Weltuntergangsstimmung und Kulturpessimismus, sondern macht sich an Hand von Studienergebnissen und Beobachtungen Gedanken, wie ein sinnvoller Umgang mit den aktuellen (und z.T. auch zukünftigen) Technologien aussehen könnte.

Ich habe das Buch als anregende und leicht lesbare Lektüre zum Thema empfunden. Seine etwas provokative These, dass wir uns stark von den Geräten steuern lassen und nicht umgekehrt, ist durchaus einen Gedanken wert, obwohl sie meiner Meinung nach nicht grundsätzlich neu und nicht auf elektronische Geräte beschränkt ist. So hat die Erfindung des Buchdrucks und die damit verbundene Verbreitung des gedruckten Buchs unsere Kultur und unser Verhalten ebenfalls sehr stark geprägt und verändert. Thomas Köhler schreibt zum Beispiel, dass Menschen ihrem Navi blind vertrauen oder dass sie ihr Wissen ans Internet / Smartphone auslagern. Er weisst in der Folge darauf hin, wie wichtig es ist, diesen nicht blind zu vertrauen. Das Selbe könnte man auch vom Buch sagen (ausgelagertes Wissen, keinem Lexikon, Buch blind vertrauen). Damit will ich keineswegs die Aussagen im Buch kritisieren. Es zeigt sich vielleicht einfach, dass ich durch das Buch angeregt worden bin, mich mit dem Thema zu befassen – kritisch, angeregt.

Die Informationen sind nur in Form von gedruckten Buchstaben und nicht in elektronischer Form erhältlich. Die gute alte NZZ glaubt vermutlich noch immer daran, dass der Inhalt eines buchgedruckten Textes seriöser sei, als ein elektronisch publizierter 🙂  . Immerhin können die Links zu den zitierten Quellen via QR-Tag elektronisch erfasst werden.

Das Buch kann gerne bei mir ausgeliehen werden.

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