Austauschtreffen des medien-lab zum Thema Filmbildung (mit Björn Maurer, PH Ludwigsburg)

Am 5.11.2008 besuchte Björn Maurer die PHZH. Ziel des Treffens war ein Austausch über Filmbildung.

Dominik Roost und Björn Maurer gaben im Rahmen von Inputreferaten Einblicke in ihre Film-Lehrveranstaltungen. Björn Maurer vermittelte auch Zugänge zu seiner Arbeit über Filmbildung im Unterricht.

Kathrin Oester, Bernadette Brunner und Marion Alig – drei Forscherinnen von der PH Bern – waren ebenfalls zu Gast und diskutierten zusammen mit den Referenten, Thomas Merz und anderen Mitgliedern des medien-lab. Jürg Fraefel haben wir einen Mitschrieb der wichtigsten Diskussionspunkte zu verdanken.

bild-2.pngFolgende Leitfragen waren Gegenstand des Treffens:

1. Wieviel filmsprachliches sowie technisches Grundwissen ist notwendig und inwiefern
kann dieses intuitives Arbeiten behindern?
2. Wie kann Kreativität gefördert werden?
(Offenheit vs. Geschlossenheit / Thema vs Format)
3. In welchem Verhältnis stehen rezeptive Ansätze und produktive Ansätze?
(«Filmbildung» und «aktive Medienarbeit»)
4. Wo im Gesamtfeld der Medienbildung kann die Filmbildung verortet werden? Und wie/wo
wird Filmbildung im Rahmen des Volksschulunterrichts verortet bzw. wie wird sichergestellt,
dass die Studierenden die Filmarbeit auch in ihre Unterrichtsplanung integrieren können?
5. Wieviel theaterpädagogische Elemente «braucht» die aktive Videoarbeit?
6. Welches Filmmaterial wird im Rahmen der Medienarbeit gezeigt?
Sollen exemplarische Spiel- oder Dokumentarfilme oder Eigenproduktionen gezeigt werden?
7. Welche Formen von Rückmeldungen zu filmischen Eigenproduktionen sind sinnvoll?
(inhaltliche und gestalterische Ebene)
8. Welche Öffentlichkeiten sind für Videoproduktionen möglich und sinnvoll?
(in der Lehrveranstaltung, besondere Anlässe an der Hochschule, Internetseiten,
YouTube, Festivals)
9. Welche theoretisch-konzeptionelle und praxisbezogene Literatur ist hilfreich?
10. Umgang mit Begrifflichkeiten: «Film», «Video», «Fernsehen» und «Kino».

2 Gedanken zu „Austauschtreffen des medien-lab zum Thema Filmbildung (mit Björn Maurer, PH Ludwigsburg)“

  1. Es ist interessant, wie breit im Moment die Diskussion um Filmbildung geführt wird. Dabei scheinen zum Teil auch zwei Gegensätze (Analyse/Aktive Medienarbeit) wie im Punkt 3 aufgeführt aufeinander zu treffen. In dem Punkt interessiert mich: Für wen ist Analyse das richtige Mittel, und welche Schüler/innen können mit aktiver Medienarbeit besser und direkter erreicht werden?

    Anmerkung zu Punkt 8: Hier könnten die Schweizer Jugendfilmtage als nahe liegendes Festival erwähnt werden. Nahe liegend weil geografisch nahe (Zürich). Aber auch nahe liegend, weil das einzige Festival, das Schulfilme aus der ganzen Schweiz zeigt. Und weil hier auch prima unterschiedlichste Filme von Jugendlichen (aus der Schule und aus dem ausserschulischen Bereich) angeschaut werden können.

    Patric Schatzmann (Leiter der Jugendfilmtage)

  2. dank an patric für das statement!

    filmbildung könnte auch als überbegriff für rezeptive und produktive Aktivitäten verstanden werden. M.e. ist es besonders schön, wenn beide aspekte zusammenkommen. und aktive medienarbeit sollte immer auch das element der analyse enthalten.

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