Die online-unterstützte Weiterbildung Lehrplan 21 geht auf Tournee

Gastbloggerin Carola Brunnbauer, Dozentin Medienbildung PH Zürich:

Gleich zwei Veranstaltungen im In- und Ausland boten in den vergangenen Wochen die Möglichkeit, die online-unterstützte Weiterbildung mit unterschiedlichen Foki einem breiten Publikum vorstellen.

An der 16. International ILIAS Konferenz in Freiburg hielten Carola Brunnbauer und Jürg Fraefel vom Digital Learning Center einen Vortrag mit dem Titel «Online first! Wie sich 12’000 Lehrpersonen im Kanton Zürich digital weiterbilden.»

Im Track «Training und Personalentwicklung» erläuterten Sie die Konzeption der Weiterbildung als Inverted Classroom und thematisierten sowohl die Herausforderungen als auch erste Erkenntnisse und Feedbacks aus der Praxis. Im Detail ging es um die Gestaltung der Lernoberfläche auf ILIAS sowie die Produktion und den Einsatz interaktiver Videos.

Eine Woche zuvor präsentierten Carola Brunnbauer und Susanne Leibundgut Heimgartner unter dem Titel «Online-Lerneinheiten und Flipped Classroom als Teil des Weiterbildungskonzepts zur Einführung des Lehrplans 21 im Kanton Zürich» ihre Erfahrungen in der Konzeption an der Tagung «Kompetenzorientierung und Lehrplan 21» in Bern und gewährten den Teilnehmenden anderer Pädagogischer Hochschulen und Weiterbildungsinstitutionen einen Einblick in das Produkt. Da die Entwicklung von Online-Angeboten an vielen Hochschulen diskutiert wird, war das Interesse – auch an einer Nutzung der im Auftrag des Volksschulamts Zürich entwickelten Online-Lerneinheiten – sehr gross.

Am 30. Oktober wird an der PH Zürich eine Informationsveranstaltung zu diesem Thema stattfinden (Flyer).

Ein Blick in die Zukunft

ChristineW:

Mit dem Start des neuen Schuljahres gilt im Kanton Luzern der Lehrplan 21. Hören Sie in diesem Radiobeitrag von SRF vom 18. August 2017 wie dies Lehrpersonen aus der Praxis beurteilen.

Zur Beachtung:
Bei uns im Kanton Zürich hat mit dem Start des aktuellen Schuljahres das Vorbereitungsjahr zur Einführung des Lehrplans 21 begonnen. Dies bedeutet, dass sich Schulen und Lehrpersonen mit dem neuen Lehrplan auseinandersetzen und sich weiterbilden. Im Schuljahr 2018/19 tritt der Lehrplan 21 für den Kindergarten bis in die fünfte Klasse in Kraft. Für die sechste Klasse und die Sekundarstufe 1 gilt er für verbindlich ab dem Schuljahr 2019/20.

Erste Impressionen «Impulsveranstaltungen» Lehrplan 21

Gastblogger Manuel Frischknecht, Assistent Programmleitung Lehrplan 21, PHZH:

Am Donnerstag, 17. August 2017, war es soweit: die erste von insgesamt sechs «Impulsveranstaltungen» Lehrplan 21 hat stattgefunden. Der Ablauf dieser Veranstaltungen ist jedes Mal identisch. Rund 10 Schuleinheiten, ganze Schulteams, treffen sich für einen Tag in den Räumlichkeiten der PHZH. Gemeinsam erfahren sie Grundlagen in einem Referat. Danach teilen sich die Teams auf und die Lehrpersonen besuchen einen fachdidaktischen Workshop ihrer Wahl, bevor sie als Schule gemeinsam das Erlebte/Erfahrene noch einmal besprechen und einordnen.

Rund 400 Personen nehmen an solch einem Tag teil, was für die PH nicht nur aus logistischer Sicht einen grossen Effort bedeutet. Neben der Programmleitung waren es die 25 Kolleginnen und Kollegen der Ausbildung, welche die Workshops durchgeführt haben, resp. noch durchführen werden, die gefordert waren. Bei zweimal anderthalb Stunden, Morgen und Nachmittag, bedeutet das neben dem Workshop an sich auch einiges an Zeit für das Vorbereiten und Erstellen von Inhalten. Umso mehr als niemand genau wusste, mit wieviel Vorwissen bei den Lehrpersonen zu rechnen ist. Es war dann auch tatsächlich für viele Teilnehmende das erste ernsthafte Auseinandersetzen mit der Thematik.

Aus logistischer Sicht ist es eine Herausforderung, genügend freie Räume für die grosse Zahl an Workshops zu finden. So etwas geht nur in der semesterfreien Zeit und mit tatkräftiger Unterstützung des Tagungsmanagements.

Wichtig für den Erfolg ist es ausserdem, die Veranstaltung richtig einzuordnen: es ist ein Impulstag, keine eigentliche Weiterbildung. Das heisst, man darf durchaus auch Workshops besuchen, die inhaltlich nichts mit dem eigenen Tagesgeschäft zu tun haben. Es ist sogar wünschenswert und viele der Teilnehmenden hatten das richtig eingeordnet und entsprechend gewählt.

Die eigentliche Evaluation der Veranstaltung wird erst in einigen Wochen stattfinden, die ersten Reaktionen aber sind positiv, sowohl von Seiten PHZH als auch von Seiten Schulleitungen und Lehrpersonen. Eine erste Annäherung hat stattgefunden, nun sind die Schulen und politischen Behörden gefordert und in der Pflicht, sei es mittels den Online Angeboten, die ab sofort zur Verfügung stehen, oder eigenen Aktivitäten.

Die nächste Veranstaltung findet Anfangs September statt, wieder mit Primarschulen und Kindergärten als Zielpublikum, bevor es im Januar für Sekundarschulen ebenfalls einen ersten Impulstag geben wird. Insgesamt sechs Durchführungen sind dieses und nächstes Jahr geplant, vier Mal 1./2. Zyklus, zwei Mal 3. Zyklus. Alle freien Termine waren innert wenigen Tagen ausgebucht.

Start Pilot Onlineangebote Lehrplan 21 – Ich bin eingeloggt

HarryK:

Am 6. Juni 2017, um 8.30 Uhr, loggen sich in Wald ZH die ersten Lehrpersonen im Kanton Zürich in die Online-Lerneinheit «Grundlagen zum Lehrplan 21 und zur Kompetenzorientierung im Unterricht» ein. Sie beteiligen sich am Pilot zur Einführung des neuen Weiterbildungsformates «Online-unterstützte Weiterbildung für Lehrpersonen». In einem ersten Schritt gilt es, sich auf der Ilias-Plattform anzumelden. Das geht nicht ohne die eine oder andere Aufregung: «Wo finde ich den Ilias-Zugang? Ist mein Studentinnen-Passwort noch gültig? Hast du…». Wer es nicht schafft, wird von «online»-erfahrenen Kolleginnen und Kollegen unterstützt, indem sie mit ihnen Schritt für Schritt die Anmeldeprozedur durchgehen.

Insgesamt haben sich vier Schulen für die Pilotierung angemeldet, zwei Primar- und zwei Sekundarschulen. Ende Juni werten wir die Rückmeldungen der Lehrpersonen und Schulleitungen für die Weiterentwicklung der Angebote aus. Danach bleiben für eventuelle Anpassungen rund eineinhalb Monate bis zum offiziellen Start der online-unterstützen Weiterbildung.

Einige Lehrpersonen in der Sekundarschule Wald bleiben im Computerraum und setzen sich Kopfhörer auf, damit sie sich ungestört die Erklärungen zu den Online-Lerneinheiten anhören können. Andere haben sich alleine, zu zweit oder in kleinen Gruppen in Schulzimmer zurückgezogen. Die Lehrpersonen werden den ganzen Tag dazu nutzen, sich online in unterschiedliche Themen zu vertiefen und einzelne Sequenzen daraus mit Kolleginnen und Kollegen zu besprechen.

Die Primarschule Bubikon startet am Nachmittag. Die Lehrpersonen nehmen sich eine Stunde Zeit, um erste Erfahrungen mit dem Online-Lernen zu machen. Auch in Bubikon gehen die Lehrpersonen unterschiedlich mit dem neuen Weiterbildungsformat um. Zwei Gruppen schauen sich mit dem Beamer den Film an, der den Aufbau einer Kompetenz über die drei Zyklen zeigt. Andere sitzen in ihrem Schulzimmer und bearbeiten die Aufgaben individuell in ihrem eigenen Tempo. Nach diesem gemeinsamen Einstieg organisieren die Lehrerinnen und Lehrer ihre Lerneinheiten selber. Dafür haben sie rund drei Wochen Zeit.

Wir sind gespannt, welche Erfahrungen die Schulleitungen und die Lehrpersonen uns zurückmelden.

zum Portal: www.phzh.ch/LP21-online

Senf für Chefs: Woher nehmen die Schulleitungen ihre Kompetenzen?

Gastblogger Niels Anderegg, Dozent PH Zürich:

Letzte Woche hatte ich das Vergnügen, an den Präsentationen der Masterarbeiten der Absolvierenden unseres Studienganges MAS «Bildungsmanagement» und MAS «Bildungsinnovation» teilnehmen zu dürfen. Ich war von den Arbeiten und der Diskussion sehr beeindruckt. Die Arbeiten haben mir wieder einmal gezeigt, wie wichtig es ist, dass sich schulische Führungspersonen mit wissenschaftlichen Inhalten auseinandersetzen und diese mit ihrem Berufsalltag verknüpfen. Ich möchte dies am Beispiel der Arbeit von Lucia Schlüssel Pfluger aufzeigen.

Lucia Schlüssel Pfluger hat aus verschiedenen Studien Kriterien für einen «guten Unterricht» hergeleitet. Mittels Interviews und einer Inhaltsanalyse hat sie bei fünf Schulleitenden untersucht, inwiefern sich die hergeleiteten Kriterien eines «guten Unterrichts» in der Beurteilungspraxis widerspiegeln. Die Resultate zeigten, dass die Praxen sehr unterschiedlich sind.

Für mich stellte sich nach der Präsentation die Frage, woher die einzelnen Schulleitungen ihr Wissen nehmen. Ist es die eigene Erfahrung als Lehrperson? Ist es zufälliges Wissen? Oder findet eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema statt?

Ich vertrete die Meinung, dass es zu den wichtigsten Aufgaben von schulischen Führungspersonen gehört, mit Lehrpersonen über pädagogische Themen zu sprechen und in einem Diskurs zu sein. Ich meine damit explizit nicht, den Lehrpersonen zu sagen, was guter Unterricht ist (wie es oft in den Konzepten von «Instructional Leadership» gemeint ist), sondern Diskussionen zu ermöglichen und zu führen um eine gemeinsame Wertehaltung und Handlung zu ermöglichen. Dazu braucht es aber fundiertes und nicht zufälliges Wissen. Doch woher nehmen die Schulleitenden ihre Kompetenz?

Ich bin überzeugt, dass es berufsspezifisches Praxiswissen und gleichzeitig auch einen hohen Anteil an wissenschaftlichem Wissen braucht. Die Masterarbeit von Priska von Arx, welche ebenfalls präsentiert wurde und das Mentoringprojekt aus Sicht der Mentees untersuchte, zeigt dies eindrücklich. Die Umsetzungen am neu definierten Berufsauftrag zeigen dies für mich eindrücklich. Wenn man als schulische Führungsperson nur in der Praxis bleibt und nicht über den Tellerrand hinausschaut, dann bleibt man bei den Tools und verpasst die Chancen der Möglichkeiten und der Gestaltung.

Aus diesem Grund glaube ich, dass schulische Führungspersonen eine fundierte Aus- und eine fortlaufende Weiterbildung, welche die verschiedensten Facetten und Richtungen aufweisen, brauchen. Dazu gehören sowohl berufsspezifische Themen und Formen wie Tools und Tipps unter Kolleginnen und Kollegen, als auch fundierte wissenschaftliche Auseinandersetzung.

Und hier sind wir als Bereich «Management und Leadership» gefordert. Seit einiger Zeit sind wir unter der Metapher «Landkarte» daran, unser Curriculum und Angebot zu flexibilisieren und inhaltlich stärker zu koordinieren. Unsere Vision ist ein Angebot, welches kompetenzorientiert ist, in welchem schulische Führungspersonen ihren Bedürfnissen und Kompetenzen entsprechend sich aus- und weiterbilden können.

PS: Ich halte es nicht nur inhaltlich, sondern auch aus standespolitischer Sicht wichtig, dass Schulleitende einen MAS Abschluss haben. Die aus Sicht der Schulleitenden drohende Kommunalisierung kann als Abwertung ihres Berufes verstanden werden.

PSS: Und wer nach dem Lesen des Blogs Lust auf Weiterbildung hat: Für das 11. Symposium Personalmanagement an der PH Zürich hat es noch wenige Plätze. Eine Anmeldung ist bis Ende April hier noch möglich.

Senf für Chefs: ‹Learning Partners›

Gastblogger Niels Anderegg, Dozent PH Zürich:

Ich war letzte Woche zusammen mit Enikö Zala und Jörg Berger an der ICSEI (International Congress for School Effectiveness and Improvement) in Ottawa. Einmal im Jahr treffen sich an diesem kleinen, feinen Kongress die weltweit interessantesten Personen der Bereiche Schulentwicklung und Schulführung. Neben der Erfahrung, dass Kanada im Winter wirklich kalt ist, habe ich für mich viele spannende Eindrücke und Gedanken mitgenommen. Einen davon möchte ich hier mit meinen Leserinnen und Lesern teilen.

Ein Begriff, dem ich an der ICSEI immer wieder begegnet bin, ist ‹Learning Partners›. So werden zum Beispiel in Hong Kong bei Schulen mit tiefer Qualität die Lehrpersonen mit Lehrpersonen einer Schule mit hoher Qualität gemischt. So müssen 20 Personen aus der ‹guten Schule› in die ‹schlechte Schule› wechseln. Im Gegenzug wechseln 20 Lehrpersonen aus der ‹schlechten Schule› in die ‹gute›. Die Hoffnung ist, dass die ‹schlechten Schulen› so zu ‹guten Schulen› werden. Ein interessanter Gedanke für die Fachstelle für Schulbeurteilung: Wir könnten in Zürich ja neu ein Ranking einführen und entsprechend des Rankings müssten die Schulen Lehrpersonen wie in einem bekannten Kartenspiel mit unanständigem Namen die Karten bzw. Lehrpersonen tauschen. 🙂

Der Begriff ‹Learning Partners› taucht auch beim Projekt ‹Deeper Learning› des Bezirkes Ontario in Kanada auf. ‹Learning Partners› ist ein Element des pädagogischen Verständnisses und meint, dass die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Schulen, sich bei unterschiedlichen Aktivitäten und Anlässen Partner zum gegenseitigen Lernen suchen. So arbeiten einzelne Schulen zum Beispiel mit Museen oder Wissenschaftlern zusammen. Andere initiieren bewusst altersgemischte Projekte oder die Eltern bringen ihr Wissen und Können mit in die Schule ein. Das sind Ideen, welche vielen Zürcher Schulen wohl nicht fremd sind. Trotzdem hat es mich beeindruckt, mit welcher Konsequenz einzelne präsentierende Schulen für Fragen, welche sie nicht selber lösen konnten, ‹Learning Partners› gesucht und auch gefunden haben. Das Resultat ist eine grössere Vernetzung der Schulen mit der Gesellschaft und gleichzeitig, da beide Partner von der Gemeinschaft profitieren, geringere Kosten.

Der Gedanke der ‹Learning Partners› ist mit Blick auf die Umsetzung des Lehrplans 21 interessant. Wir sprechen ja immer davon, dass die Schulen so unterschiedlich sind. Warum nicht davon profitieren? Dazu könnten sich die Schulen fragen: «Was brauchen wir? Was können wir anbieten?» Eine gute Gelegenheit mit andern Schulen/ Schulleitungen in Kontakt zu kommen sind die Weiterbildungen der Schulleitenden, welche diesen Sommer an der PH Zürich stattfinden. Miteinander ins Gespräch zu kommen, ‹Learning Partners› zu installieren wäre ein interessantes Ziel für diese Weiterbildung. Wir bleiben dran. Und Sie hoffentlich auch!

PS: Wenn wir eine Drehscheibe für ‹Learning Partners› sein können, machen wir dies gerne. Kommentieren Sie diesen Blog und machen Sie ein Angebot oder eine Anfrage. Vielleicht entsteht eine Austauschplattform. Oder melden Sie sich bei niels.anderegg@phzh.ch.

PPS: Die nächste ICSEI findet Anfangs Januar 2018 in Singapur statt. Enikö, Jörg und ich haben das Ziel, dort eine grössere Zürcher Delegation zu haben und ein Symposium über ‹Principalship in Zurich› durchzuführen. Gerade mit unserer jungen Geschichte der Schulführung haben wir Interessantes zu bieten. Wer Lust hat, soll sich unbedingt melden. Denn zwei Dinge sind sicher: Es wird wieder eine äusserst spannende Konferenz und Singapur ist definitiv wärmer als Kanada!

Wie kommt der Lehrplan 21 in die Schulen?

Wie gelingt es, an der Schule den Lehrplan 21 gewinnbringend einzuführen? Eine Frage, die Lehrpersonen, Schulleitungen, Behörden und Eltern beschäftigt. Je näher die Inkraftsetzung des Lehrplans kommt, desto häufiger fragen uns Schulen für Weiterbildungen zum Thema «Lehrplan und kompetenzorientierter Unterricht» an. Dieser Blogbeitrag gibt einen exemplarischen Einblick, wie sich ein Schulteam an einem Weiterbildungshalbtag dem Thema Lehrplan 21 annähern kann.

Das Sammeln von Fragen zu Beginn der Veranstaltung gibt einen guten Überblick, wo die Lehrpersonen stehen und wo im Laufe der Veranstaltung Schwerpunkte gesetzt werden können.

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In einem Input erhalten die Lehrpersonen einen Überblick über das Bildungssystem und die Bedeutung der Kompetenzorientierung auf den unterschiedlichen Ebenen. Weiter wird der Aufbau des Lehrplans gestreift.

Bewährt hat sich, den Lehrpersonen relativ rasch Zeit zu geben, sich mit konkreten Aufträgen im neuen Lehrplan zu orientieren. Wie auf dem folgenden Bild zu sehen ist, ergibt sich daraus meist ein reger Austausch.

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Woran erkennt man kompetenzorientierten Unterricht? Ein von der PH Zürich gedrehtes Unterrichtsvideo zeigt entsprechende Merkmale gut auf. Als Verarbeitung wenden die Lehrpersonen die Merkmale bei der Analyse einer weiteren Unterrichtssequenz an.

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Ein halber Tag genügt natürlich nicht. Für fachspezifische Fragen, insbesondere für die neu ausgerichteten Fachbereiche, bedarf es einer weiteren Auseinandersetzung.

Für eine Referenz zu diesem Weiterbildungs-Halbtag dürfen Sie sich gerne an die Schulleitung des Schulhauses Meiliwiese Hinwil wenden:
Marcel Majoleth schulleitung.meiliwiese@schulehinwil.ch

Im Gespräch mit Christian Amsler (D-EDK Präsident)

Gastbloggerin Catherine Lieger, Dozentin PH Zürich:

Im Rahmen einer dreitägigen Weiterbildung zur Einführung des Lehrplans 21 im Kanton Glarus hatte ich den Auftrag, ein Impulsreferat zu kompetenzorientierten Aufgabenstellungen für den Zyklus 1 zu halten.
Schnell war mir klar, dass im Referat weitere Akteure und Betroffene zu Wort kommen sollten. Nebst Schülerinnen und Schülern und Lehrpersonen des Zyklus’ 1 sowie Schulleitungen konnte ich Christian Amsler für ein Interview gewinnen, das ich an dieser Stelle gerne mit Ihnen teilen will.

Teilinterview «Spiel»

Teilinterview «Aufgaben»

Teilinterview «Tipps und Tricks»

Wie macht es unser Nachbarkanton?

Rund 500 Thurgauer Lehrpersonen, Schulleitungen und Behördenmitglieder setzten sich am Dreikönigstag an einer Tagung mit Beurteilungsfragen auseinander. Die gemeinsame Tagung des Amts für Volksschule und der Pädagogischen Hochschule Thurgau bildete den Abschluss einer dreiteiligen Weiterbildungsreihe im Hinblick auf die Einführung des neuen Lehrplans Volksschule Thurgau.

Priska Sieber, Rektorin der Pädagogischen Hochschule Thurgau, plädierte in ihrer Begrüssung für eine stärkere Berücksichtigung der Lernprozesse bei der Beurteilung der Leistungen von Schülerinnen und Schülern. Dies erlaube eine erweiterte Perspektive und verhindere, dass die Beurteilung auf schulische Ausnahmesituationen wie Prüfungen reduziert werde.
Ähnlich argumentierte Dr. Beat Wälti von der Pädagogischen Hochschule Bern in seinem Inputreferat mit dem Titel «Von der Resultatorientierung zur Kompetenzorientierung». Ergänzend zu den vertrauten Lernkontrollen müssten in Zukunft vermehrt auch Informationen aus Prozessbeobachtungen und der Beurteilung von Produkten in die Zeugnisnoten einfliessen. Die ausschliessliche Überprüfung von «vorgegebenen Lernhäppchen» in Testsituationen werde anspruchsvollen Lernzielen nicht gerecht und trage wenig zur Förderung von fachlichen und überfachlichen Kompetenzen bei.

Spannende Einblicke bietet die Tagungsdokumentation unter diesem Link.

Interkantonale Vernetzungstagung zum Lehrplan 21 in Luzern

ChristineW:
Nicht nur Schulen und Lehrpersonen, sondern auch die Pädagogischen Hochschulen haben Weiterbildungsbedarf. Am 12. September 2015 haben sich rund 400 Weiterbildner/-innen zur interkantonalen Weiterbildungs- und Vernetzungstagung «Kompetenzorientiert unterrichten – Lehrplan 21: Weiterbildner/-innen bilden sich weiter» getroffen.
Die Tagung lieferte einerseits Hinweise zur wirkungsvollen Gestaltung der Weiterbildungen, andererseits ermöglichte sie eine inhaltliche Vertiefung in das Konzept der Kompetenzorientierung und beleuchtete Faktoren, die eine erfolgreiche Implementierung des Lehrplans auf Schulebene begünstigen.

Die Tagung entstand auf Initiative der Deutschschweizer PH’s und wurde in Zusammenarbeit der PH Bern, PH Luzern, PH Thurgau und PH Zürich konzipiert und organisiert. Sie startete mit einem Impulsreferat zum Thema «Wirksamkeit von Lehrpersonen-Weiterbildungen» von Prof. Dr. Frank Lipowsky von der Universität Kassel. Danach konnten die Tagungsteilnehmenden zwei Workshops besuchen. Das Angebot von 28 150930_Foto_SMajor_TagungWorkshops deckte alle relevanten Themengebiete des Lehrplans 21 ab. Unter anderem arbeiteten die Teilnehmenden zum kompetenzorientierten Unterricht, zu den Fachbereichen und zur Heterogenität/Sonderpädagogik im Lehrplan 21. Die Beurteilung oder Benotung der kompetenzorientierten Leistungen war ebenso ein Workshop-Thema wie die Kompetenzorientierung in der Weiterbildung. Bildungsexpert/-
innen verschiedener Pädagogischer Hochschulen der Deutschschweiz leiteten die Workshops.
Zum Abschluss kam Sandra Major (Bild), eine Lehrerin aus Zürich Schwamendingen, zu Wort. Sie zeigte in ihrem Referat auf, wie sie mit ihrer heterogenen Schülerschaft kompetenzorientierten Unterricht gestaltet.