Senf für Chefs: Die Wiederentdeckung des Unterrichtens

Gastblogger Niels Anderegg, Dozent PH Zürich:

Vor einigen Tagen habe ich das neue Buch von Gert Biesta gelesen. Hätte ich nicht schon andere Bücher von Gert Biesta gelesen, der Titel «The Rediscovering of Teaching» hätte mich vom Lesen abgehalten. Ich hätte hinter den Buchdeckeln eine aufgewärmte Didaktikfibel oder das Werk eines konservativen und wahrscheinlich bereits seit längerem pensionierten Lehrers vermutet. Zum Glück kannte ich Biesta und las das Buch.

Biesta führt für mich sehr überzeugend und anschaulich aus, weshalb wir an unseren Schulen Unterricht brauchen und wie wichtig die Funktion der Lehrerinnen und Lehrer ist. Dabei macht er weder den Trugschluss, dass Lehren automatisch zu Lernen führt (und man nur die richtigen didaktischen Rezepte braucht), noch stimmt er in den Kanon derjenigen ein, welche die Verantwortung für das Lernen gänzlich den Schülerinnen und Schülern überlassen. Er entkoppelt Lehren von Lernen, da Lehrpersonen eine viel wichtigere Aufgabe als das Herstellen von (messbaren) Lernleistungen haben. Lehrpersonen «ask the impossible», denn Unterrichten geschieht immer in Widersprüchen und Gegensätzen. Eine eigentlich unmögliche Aufgabe, welche den Lehrerinnen und Lehrern jeden Tag trotzdem gelingt.

Für mich als Schulleitungsforschenden besonders spannend war das Kapitel «Don’t be Fooled by Ignorant Schoolmasters». Wie recht er hat. Gleichzeitig ist der Titel ein Hinweis darauf, wie wichtig es ist, dass Schulleitungen sich mit dem Thema auseinandersetzen. Pädagogische Schulführung heisst auch, sich als Schulleitung in pädagogischen Themen verordnen zu können um mit den Lehrpersonen ins Gespräch zu kommen. So entstehen gemeinsame Werte der Schule.

Wer mehr wissen möchte: das Buch lesen! Es ist in unserer Bibliothek sogar als E-Book erhältlich. Und wer es lieber bequem hat: Gert Biesta kommt am 28. September 2017 nach Zürich an die PHZH und wird einen Vortrag zum Thema halten. Wir werden seinen Vortrag auf Deutsch übersetzen.

Wenn man die Umsetzung des Lehrplan 21 als pädagogisches Projekt mit dem Ziel der «guten Schule» versteht, dann nimmt man am besten gleich alle Lehrerinnen und Lehrer, Schulpflegende, Eltern, etc. mit und diskutiert beim anschliessenden Apéro gemeinsam über das Gehörte.

PS: Die Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung zum Referat findet man hier.

PSS: Und hier findet man alle Angaben zum Buch.

Start Pilot Onlineangebote Lehrplan 21 – Ich bin eingeloggt

HarryK:

Am 6. Juni 2017, um 8.30 Uhr, loggen sich in Wald ZH die ersten Lehrpersonen im Kanton Zürich in die Online-Lerneinheit «Grundlagen zum Lehrplan 21 und zur Kompetenzorientierung im Unterricht» ein. Sie beteiligen sich am Pilot zur Einführung des neuen Weiterbildungsformates «Online-unterstützte Weiterbildung für Lehrpersonen». In einem ersten Schritt gilt es, sich auf der Ilias-Plattform anzumelden. Das geht nicht ohne die eine oder andere Aufregung: «Wo finde ich den Ilias-Zugang? Ist mein Studentinnen-Passwort noch gültig? Hast du…». Wer es nicht schafft, wird von «online»-erfahrenen Kolleginnen und Kollegen unterstützt, indem sie mit ihnen Schritt für Schritt die Anmeldeprozedur durchgehen.

Insgesamt haben sich vier Schulen für die Pilotierung angemeldet, zwei Primar- und zwei Sekundarschulen. Ende Juni werten wir die Rückmeldungen der Lehrpersonen und Schulleitungen für die Weiterentwicklung der Angebote aus. Danach bleiben für eventuelle Anpassungen rund eineinhalb Monate bis zum offiziellen Start der online-unterstützen Weiterbildung.

Einige Lehrpersonen in der Sekundarschule Wald bleiben im Computerraum und setzen sich Kopfhörer auf, damit sie sich ungestört die Erklärungen zu den Online-Lerneinheiten anhören können. Andere haben sich alleine, zu zweit oder in kleinen Gruppen in Schulzimmer zurückgezogen. Die Lehrpersonen werden den ganzen Tag dazu nutzen, sich online in unterschiedliche Themen zu vertiefen und einzelne Sequenzen daraus mit Kolleginnen und Kollegen zu besprechen.

Die Primarschule Bubikon startet am Nachmittag. Die Lehrpersonen nehmen sich eine Stunde Zeit, um erste Erfahrungen mit dem Online-Lernen zu machen. Auch in Bubikon gehen die Lehrpersonen unterschiedlich mit dem neuen Weiterbildungsformat um. Zwei Gruppen schauen sich mit dem Beamer den Film an, der den Aufbau einer Kompetenz über die drei Zyklen zeigt. Andere sitzen in ihrem Schulzimmer und bearbeiten die Aufgaben individuell in ihrem eigenen Tempo. Nach diesem gemeinsamen Einstieg organisieren die Lehrerinnen und Lehrer ihre Lerneinheiten selber. Dafür haben sie rund drei Wochen Zeit.

Wir sind gespannt, welche Erfahrungen die Schulleitungen und die Lehrpersonen uns zurückmelden.

zum Portal: www.phzh.ch/LP21-online

Schulleitungsweiterbildung Lehrplan 21: Vorbereiten lohnt sich!

ChristineW:

Wir haben während der ersten Weiterbildungsveranstaltung Schulleiterinnen und Schulleiter gefragt, welche Tipps sie ihren Kolleginnen und Kollegen zur Planung der Weiterbildung geben würden. Hören Sie sich die Audiodateien an und lassen Sie sich inspirieren.

Interview 1:

Interview 2:

Interview 3:

Senf für Chefs: Die Kompetenz der zwei Perspektiven

Gastblogger Niels Anderegg, Dozent PH Zürich:

Wie viele Schulleitende habe auch ich mich in den letzten Wochen und Monaten mit dem neudefinierten Berufsauftrag und dessen Umsetzung auseinandergesetzt. Dabei interessierte mich, wie die einzelnen Schulleitenden diesen umsetzen und warum sie dies auf ihre Art und Weise tun. Dabei wurde mir wieder einmal bewusst, dass «gute Schulleitungen» eine doppelte Kompetenz brauchen: Sie müssen sowohl in einer langfristigen, wie auch in einer kurzfristigen Perspektive denken.

Bei der langfristigen Perspektive geht es um das «grosse Ganze», um die grundsätzliche Idee hinter dem Berufsauftrag. Es geht um das Einordnen und Verstehen des neudefinierten Berufsauftrages im Kontext der Entwicklung der Profession und der heutigen Schule. Es geht um die Frage nach dem Sinn. So kann es beim neudefinierten Berufsauftrag darum gehen, dass die Lehrerinnen und Lehrer nicht mehr für den Unterricht in einer bestimmten Klasse, sondern für die Arbeit an einer Schule angestellt werden. Oder, dass nicht mehr der Kanton, sondern die Schulleitung vor Ort den Einsatz der einzelnen Personen steuert.

Bei der kurzfristigen Perspektive geht es darum, dieses «grosse Ganze» mit der Entwicklung an der eigenen Schule zu verknüpfen, gewissermassen einzuverleiben, um dann zu schauen, welches der nächste konkrete Schritt sein kann. Dazu braucht es Pragmatismus, manchmal Kreativität und Mut, sicher aber Wissen, Wollen und Können.

Oder anders ausgedrückt: eine «gute Schulleitung» muss wissen wohin sie will, warum sie dorthin will und welches der nächste Schritt ist, den sie mit ihrer Schule geht. Peter Senge hat dazu die Metapher des Gummibandes verwendet. Wenn die Distanz zwischen dem «wohin ich will» und dem «dort wo ich stehe» eine gute Spannung erzeugt, dann gibt es Energie, diesen Weg zu gehen. Wenn die Distanz zu gross ist, zerreisst es den Gummi. Und wenn sie zu klein ist, dann fällt er einem aus den Fingern.

Ich glaube, dass dies generell für Entwicklungen an Schulen, also auch für den Lehrplan 21, gilt. Am Donnerstag beginnen die ersten Weiterbildungen für die Schulleitenden zum Lehrplan 21. Ein Ziel für diese beiden Tage an der PH könnte sein, seinen Kompass zu richten, das «grosse Ganze» zu definieren, und zu schauen, dass der Gummi zwischen den Fingern eine energievolle Spannung bekommt.

PS: Am Freitag, 27. Oktober 2017 (Nachmittag) organisiert die PHZH zusammen mit dem VSLZH eine Tagung zum neudefinierten Berufsauftrag. Informationen dazu finden sie hier.

«Geld zu verkaufen» – Finanzkompetenz

KayH:

@ Atlantis Verlag 2017

Tausende verschiedene Kompetenzbegriffe geistern durch die Medien, hier nun ein weiterer: Finanzkompetenz. Unsere Illustratorin Claudia de Weck hat im Rahmen des Finanzkompetenz-Angebotes von Pro Juventute zusammen mit Lorenz Pauli ein Bilderbuch gestaltet. 4- bis 8-Jährige finden darin Informationen zu Geld und Geldfluss, Schulden, Teilen und Handeln, Kaufen und Verkaufen und vieles mehr, anschaulich verpackt in die Geschichte von Alma und Milan, die zusammen eine Strickleiter für ihr Baumhaus basteln wollen.

@ Atlantis Verlag 2017

Schulden und die Schuldenfalle ist heutzutage schon ein grosses Thema bei Kindern und Jugendlichen. Da das Thema Geld sehr abstrakt und komplex ist, empfinden vor allem jüngere Kinder es als schwer verständlich. Das Bilderbuch von Pauli/de Weck soll den Kindern helfen, das Thema Geld von verschiedenen Seiten zu betrachten, es neugierig und auch kritisch zu hinterfragen sowie sich mit Wertvorstellungen im Zusammenhang mit Geld zu beschäftigen.

@ Atlantis Verlag 2017

Zum Bilderbuch kann kostenfrei ein unterstützender Kommentar für Lehrpersonen heruntergeladen werden, der wertvolle Informationen enthält zu den Kompetenzstufen des Lehrplans 21, Lernzielen, Hintergrundinformationen, Fragen für den Unterricht, etc.

Hier kann das Bilderbuch bestellt und der Kommentar für Lehrpersonen heruntergeladen werden.

«Wänn sie i dine Arme ischlaft, weisch, dass sie dir vertraut.» – Sexualkundlicher Unterricht

«11 Jahre anpacken, umpacken, weiterpacken»

 

Gastblogger Lukas Geiser, Wissenschaftlicher Mitarbeiter PH Zürich:

zum Film (Webseite «Sexualkundlicher Unterricht»)

«Wenn sie i dine Arme ischlaft, weisch, dass sie dir vertraut.» Diese Aussage eines Jungen im Film – Die Sache mit der Liebe… – verdeutlicht, wie sich die Jugendlichen der Vertrauensbildung in einer Beziehung nähern. Sie formulieren Aspekte, die für sie in einer Beziehung wichtig sind. Die Kompetenz – Die Schülerinnen und Schüler können Beziehungen, Liebe und Sexualität reflektieren und ihre Verantwortung einschätzen. – dient als Ausgangslage, ein wichtiges Lebensthema aufzugreifen. Die Themen in dieser Kompetenz sind sehr vielfältig. Es geht um Wahrnehmungs- und Kommunikationsfähigkeit, um Wissen über andere Vorstellungen, Rechte und auch um das Nachdenken über sich selber. Das Erarbeiten dieses Wissens und dieser Fähigkeiten beginnt nicht erst in der dritten Sekundarschule, sondern vom Lebensstart jedes Menschen an.

Die Qualität der Schule besteht darin, dass sich die Schüler und Schülerinnen unter gleichalterigen austauschen können, von einander Erwartungen und Haltungen erfahren und diese mit ihren eigenen Vorstellungen abgleichen und reflektieren können.

Die Aussagen im Film, dass es scheinbar bei Jungen mehr um Sex geht, die Mädchen häufiger «klammern», führen oft (bei Abwesenheit einer Kamerafrau und eines Tontechnikers) zu heftigen Diskussionen und die Lehrperson kann sich mit der Klasse mit normativen Geschlechterrollen auseinandersetzen.

Dann steht da die Frage im Raum, was Verantwortung und Vertrauen in einer Beziehung überhaupt heisst. Im Film versuchen die Jugendlichen Antworten zu geben. Das ist nicht immer einfach, doch durch diese konkrete Beschreibung in der oben erwähnten Kompetenz kann genau dies geübt und reflektiert werden.  Wenn dieses Arbeiten an Kompetenzen dazu führt, dass Jugendliche ihre Beziehungen respektvoll, gewaltfrei und gleichberechtigt gestalten, dann ist schon Vieles erreicht.

Themenreihe Kompeten(zorientier)t beurteilen – 1. Abend

Am 15. März 2017 hat die Themenreihe Kompeten(zorientier)t beurteilen gestartet.

Noten. Noten? Noten! So der Titel des ausgeschriebenen Abends. Thomas Birri hat den Spannungsbogen entsprechend aufgebaut. Im ersten Teil seines Referates ging er darauf ein, was allgemein über Noten bekannt und erforscht ist. Das führte unweigerlich zur Frage, welches die Herausforderungen in der Notengebung sind. Im letzten Teil des Referates schloss Thomas Birri den Bogen und ging auf Formen professioneller Beurteilung ein.

Vor allem der erste Teil zeigte die Brisanz der vermeintlich so genauen Noten auf. Sind Sie sich beispielsweise bewusst, dass

  • die Klassenleistung
  • die Leistungserwartungen der Lehrpersonen an die Schülerin / den Schüler
  • das familiäre Umfeld der Schülerin / des Schülers
  • der Sozialstatus der Schülerin / des Schülers in der Schulklasse

die Notengebung systematisch beeinflussen?

Falls Sie am Themenabend nicht dabei sein konnten, aber dennoch mehr über das komplexe Thema erfahren möchten, kann ich folgende Lektüre empfehlen:

Artikel im ZLV-Magazin: Spielend lernen im Kindergarten

Ein weiterer Artikel unserer Reihe zu «Kompetenzorientierung» ist im ZLV Magazin erschienen (Heft 1/17). Die Autorin Catherine Lieger stellt darin die Wichtigkeit des Spielens im Kindergarten ins Zentrum. Können eigentlich alle Kinder spielen? Wollen alle Kinder spielen?
Lesen Sie den Artikel hier.

DaZ-Schülerinnen und Schüler kompetent unterrichten – Was sagt der Lehrplan 21 dazu?

Gastbloggerin Katja Schlatter, Dozentin PH Zürich:

Der Lehrplan 21 gibt vor, welche Grundkompetenzen von allen Schülerinnen und Schülern bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht werden sollen. Was dies für die Förderung von Schülerinnen und Schülern bedeutet, die Deutsch als Zweitsprache lernen, wird nicht erläutert. Wer sich die schulischen Lerninhalte – im Fach Deutsch, aber auch in anderen Fächern – in einer Zweitsprache erarbeiten muss, braucht zusätzliche und spezifische Unterstützung. Hier gilt es, Lernsituationen angepasst an die sprachlichen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler zu gestalten.

Das neu erschienene Handbuch «DaZ unterrichten» (Schlatter, Tucholski & Curschellas, 2016) zeigt auf, was bei der Zweitsprachförderung in der Mündlichkeit beachtet werden muss und welche Lerngelegenheiten Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zweitsprache erhalten sollen, um die geforderten Kompetenzen zu erreichen. Mit Bezug auf die aktuelle Forschungslage und illustriert durch ausgewählte Praxisvorschläge werden wesentliche Bausteine für den Aufbau der Zweitsprache Deutsch anschaulich vorgestellt. Das Handbuch richtet sich an Lehrpersonen von Kindergarten- bis zur Sekundarstufe I, die Schülerinnen und Schüler in den ersten Jahren ihres Zweitspracherwerbs unterrichten.

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Film Bildnerisches Gestalten (BG) – Ein bildnerischer Prozess

Gastbloggerin Corinne Marko, Dozentin PH Zürich:

Vor fast zwei Jahren entschieden wir uns, im Fachbereich Bildnerisches Gestalten einen Film zum BG-Unterricht gemäss Lehrplan 21 zu erstellen. Der Film schien uns DIE Gelegenheit, mit alten Vorstellungen unseres Faches aufzuräumen und die Vielseitigkeit des aktuellen BG-Unterrichts aufzuzeigen. Wir stellten uns vor, wie die Betrachter/-innen mit einem «Ah, das alles ist BG!» auf den Film reagieren. Uns war es ein Anliegen, einen Eindruck zu vermitteln, aus wie vielen Facetten kompetenzorientierter BG-Unterricht besteht.

Analog zu einem bildnerischen Prozess, wie man ihn gemäss LP21 durchläuft, gestaltete sich auch die Filmproduktion:

  • Wahrnehmen, Beobachten und Reflektieren
    Kolleg/-innen aus allen drei Zyklen erstellten ein Filmkonzept. Unsere zentralen Anliegen des BG-Unterrichts, der neue Lehrplan, Filme, Videoclips und Kinderwerke wurden betrachtet und diskutiert.
  • Entscheiden und Planen
    Der Fokus des Films sollte sich auf gestaltende und kompetente Kinder konzentrieren. Wir wollten aufzeigen, wie Kinder im BG-Unterricht wahrnehmen, denken und handeln. Der Film sollte unserem Fach entsprechend möglichst viel über Bilder vermitteln. Um die Vielfalt des BG-Unterrichts zu verdeutlichen, wurde das Thema «Bewegung» als Inhalt gewählt.
  • Vergleichen und Einordnen, Kontextualisieren
    Mit Dominik Roost (Filmemacher) und mir (Vertreterin des Fachbereichs BG) entstand das Produktionsteam. Vorstellungen wurden ausgetauscht, Ansprüche diskutiert, Bildmaterial gesichtet und das Konzept überarbeitet.
  • Sammeln und Ordnen, Experimentieren
    Für je eine 1. und eine 6. Klasse konzipierte ich eine kompetenzorientierte Aufgabenreihe. Die Lehrpersonen wurden instruiert. Während des Unterrichts wurden die Klassen gefilmt und anschliessend zu den drei Kompetenzfeldern interviewt.
    Weiter unterrichteten Studierende aller drei Zyklen in der Fachdidaktischen Praxis zum Thema «Bewegung». Sie dokumentierten die Prozesse und Produkte ihrer Schülerinnen und Schüler und ordneten Fotos und Filmmaterial den drei Kompetenzfeldern des Lehrplans «Wahrnehmung und Kommunikation», «Prozesse und Produkte», «Kontexte und Orientierung» zu.
    Die Filmsequenzen wurden in eine mögliche Reihenfolge geschnitten, gesichtet, umgeordnet, ausgetauscht. Zu guter Letzt suchten wir dazu passende Musik aus.
  • Verdichten und Weiterentwickeln
    Wir fügten ausgewählte Fotos aus dem Unterricht aller drei Zyklen ein. Filmsequenzen wurden ausgetauscht, gelöscht, gestrafft. Textteile, Schrift und Layout wurden bestimmt, Musik und Ton gewählt und platziert.
  • Präsentieren und Kommunizieren
    Zuletzt zeigten wir den Film unterschiedlichen Interessensvertretern. «Vermittelt der Film das Gewünschte? Kommt dies bei den Betrachtern so an?» «Nein?» – Allenfalls ging es weiter mit Verdichten und Weiterentwickeln.

Und was ist in diesem Prozess mit mir passiert? Wie im Lehrplan gefordert, haben sich meine bildnerischen Kompetenzen im Entwickeln und Realisieren dieser Bildidee vertieft.

Sie können sich nicht vorstellen, wie ein bildnerischer Prozess auf der Ebene von Schülerinnen und Schülern aussehen kann? Schauen Sie es sich im Film an!

Link zur Webseite Kompetenzorientierter Unterricht im Bildnerischen Gestalten