Elterninformationen

Seit August 2018 gilt der LP21 für den Kindergarten bis zur fünften Klasse. Schulleitungen haben nebst der Personalentwicklung ihrer Lehrpersonen auch die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Eltern über die zentralen Schwerpunkte des Lehrplans informiert sind. Dies passiert(e) mit Referaten und Informationsanlässen, jedoch auch in schriftlicher Form. Die Schulpost der Schule Knonau ist ein Beispiel, das wir hier gerne vorstellen: Nach einer allgemeinen Einführung zu kompetenzorientiertem Unterricht folgen Erklärungen zum Aufbau des Lehrplans und ein Glossar, was unter bestimmten Ausdrücken zu verstehen ist. Zur Veranschaulichung folgen konkrete Unterrichtsbeispiele aller Klassen. Die Beispiele illustrieren, wie fachliche und überfachliche Kompetenzen aufgebaut, wie die Schülerinnen angeleitet werden, ihre Lernprozesse zu dokumentieren oder ihren Kolleginnen und Kollegen Rückmeldungen zu geben.  

Vom Wiegen wird die Sau nicht fett

Gastbloggerin Claudia Neugebauer, Dozentin PH Zürich:

Eine Unterstufenlehrerin, die auch zehn Jahre als Kindergärtnerin gearbeitet hat, fragte mich neulich: «Meinst du, ich hätte schlechter oder besser unterrichtet im Kindergarten, weil wir dort keine Noten geben mussten? Die Qualität des Unterrichts hängt doch nicht davon ab.»

Die Frau hat recht, finde ich.

In der Themenreihe «Brennpunkt Schule» fand am 13. November unter dem Titel «Der Kult des Messens und das Lob des Mittelmasses» eine Veranstaltung statt, die meine Zweifel im Zusammenhang mit Noten nicht verringert haben. Dafür ist mir an dem anregenden Abend die Redensart «Vom Wiegen wird die Sau nicht fett» durch den Kopf gegangen. Aufwändige Verfahren und raffinierte Instrumente zur Beurteilung machen den Unterricht nicht besser und die Kinder nicht klüger. Und – so zeigten uns die Referentinnen – der Aufwand und die Raffinesse täuschen Glaubwürdigkeit vor, die bei genauem Hinschauen schnell einmal ins Wanken gerät.

 

Kompetenzorientiertes Lernen sichtbar machen

Gastbloggerin Simone Weber, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Projekt Lehren und Lernen sichtbar machen an der PH FHNW:

Wie kann ich Lernende auf unterschiedlichen Kompetenzstufen gezielt fördern?
Wie leite ich sie bewusst zu mehr Selbstreflexion und Selbstständigkeit an?
Mit welchen Instrumenten und Methoden kann ich Lernfortschritte erhöhen?
Wie kann ich dies mit verträglichem Vor- und Nachbereitungsaufwand leisten?

Auf diese Fragen können Methoden, die das Lernen sichtbar machen, eine mögliche Antwort sein.

Um im Lernprozess gestärkt voranzukommen, sind wechselseitige Rückmeldungen zwischen Lehrpersonen und Lernenden besonders wirksam. Dies belegt die Forschung zu «Lernen sichtbar machen», die auf den neuseeländischen Bildungsforscher John Hattie zurückgeht. Von Lernfeedback sprechen wir bei Rückmeldungen, die Lehrpersonen an Lernende geben. Diese unterstützen direkt das Lernen, erhöhen den Lernerfolg und damit die für die Lernmotivation so wichtige Selbstwirksamkeitserwartung.

Ein Beispiel aus dem Deutschunterricht: Eine Lehrperson kann nach einer Einführung zu den Satzgliedern über die Methode des Austrittstickets bei den Lernenden abholen,

  • wo sie sich bereits sicher fühlen,
  • wo sie mehr Anleitung benötigen,
  • was sie sonst noch wünschen, um bei diesem Thema voranzukommen.

Die ca. 10-minütige Auswertung der Tickets gibt ihr Hinweise darauf, wie sie den Unterricht auf die unterschiedlichen Lernstände und Bedürfnisse der Klasse anpassen kann. Ausserdem erwerben die Lernenden parallel dazu vielseitige Kompetenzen, in diesem Beispiel vorwiegend überfachliche Kompetenzen:

  • Sie werden angeregt, ihr eigenes Lernen zu reflektieren, Bedürfnisse wahrzunehmen und zu dokumentieren (= personale Kompetenzen).
  • Sie werden in ihren sozialen Kompetenzen gefestigt, indem sie den Lehrpersonen zielorientiert und angemessen konstruktive Rückmeldungen zu ihrem Lernstand geben.
  • Dies erfordert zudem fundierte methodische Kompetenzen: Zum einen lernen Schülerinnen und Schüler, sich sprachlich klar und verständlich auszudrücken, zum anderen – und dies ist fast noch wichtiger – lernen sie, ihr Lernen einzuschätzen und zu beurteilen, wie schwer oder leicht für sie bestimmte Aufgaben sind.

Solche Methoden, die das Lernen sichtbar machen, haben wir mit zahlreichen Lehrpersonen ausprobiert. Sie können dazu beitragen, dass alle im Unterricht profitieren. Lernende machen ihrem Lernstand entsprechende Lernfortschritte und ihre Motivation zum Lernen wird gestärkt. Lehrpersonen können Schritt für Schritt den Unterricht weiterentwickeln, Erfolge erzielen und dabei ihre eigenen Ressourcen gezielt und schonend einsetzen.

Lernprozesse begutachten statt Leistungen beurteilen

Gastbloggerin Judith Hollenweger, Professorin ZFH, PH Zürich:

Der Begriff «formative Beurteilung» war mir schon immer etwas suspekt. «Fördern» und «Urteilen» als eine Einheit verstanden, das ist wie Nichtstun oder beredt Schweigen: ein Oxymoron. Beurteilung bleibt Beurteilung; auch wenn man sich dabei an Lernprozessen statt an Leistungen versucht und vor allem wenn es dabei um das Lernen der Anderen geht. Denn der Wille, Lernen zu fördern, liegt auch bei der «formativen Beurteilung» vorerst nur bei der Lehrperson; ebenso der Glaube, dass Beurteilen dabei die richtige Herangehensweise ist. Also doch besser Nichtstun und einfach die stummen Schreie der Schülerinnen und Schüler ob all den Leistungsmessungen ignorieren? Nein, darüber sprechen und sich austauschen ist angesagt. Mit diesem Ziel kamen vor einigen Wochen Expertinnen und Experten in Bern für einen Austausch zusammen.

Was ich von diesem Gespräch mitgenommen habe? Dass man Lernprozesse nur gemeinsam mit den Lernenden begutachten kann. Das setzt voraus, dass Schülerinnen und Schüler sich selbst als Lernende und das was sie tun als «Lernen» verstehen. Selbstverständlich? Nein. Viele Kinder denken, dass man Dinge wissen kann und in einigen Dingen besser ist, in anderen schlechter. Lernen ist für sie so etwas wie Informationsaufnahme und Aktivieren vorhandener Anlagen. «Selbstbeurteilung» macht in solchen Situationen alles nur noch schlimmer. Präkonzepte zum Lernen müssen sichtbar gemacht und die Kinder dort abgeholt werden. Ursula Tschannen fragt beim Einstieg in ein neues Thema ihre Schülerinnen und Schüler: «Was könnt ihr hier lernen?»; Sara Krobisch nimmt die wohl häufigste Schüler-Frage vorweg: «Wozu machen wir das?» Und beide sind sich einig: das alles funktioniert nur in einem Unterricht, in dem die Kinder selber aktiv sind.

Im Englischen spricht man von «Assessment as Learning» – das trifft die Sache gut. Wie Hermann Flükiger feststellt, müssen gemeinsam Lernspuren gelegt werden. Scheitern wird als Quelle des Lernens anerkannt und perfekt ausgefüllten Arbeitsblättern vorgezogen. Das erfordert einen Perspektivenwechsel; Lehrpersonen müssen «Lernen» durch die Augen der Schülerinnen und Schüler betrachten können. Ziel der gemeinsamen Bemühungen ist die Transformation des Lernens; dabei ist das Vermitteln von Lernstrategien zentral. Alles bekannt? Trotzdem, vielleicht lohnt sich die Lektüre unseres Gesprächs? Dass im Dialog mehr gelernt wird als durch Belehrung ist ja auch ein offenes Geheimnis.

zum Artikel «Lernprozesse begutachten» im Magazin Profil 2018.02: Unterwegs sein

Senf für Chefs: Chefin sein am Zukunftstag

Gastblogger Niels Anderegg, Dozent PH Zürich:

Vor einigen Tagen fand der Zukunftstag statt und ich habe dazu im Radio eine spannende Reportage gehört. Verknüpft mit dem  Zukunftstag gibt es das Projekt «Ein Tag Chefin sein». Schülerinnen besuchen in diesem Projekt nicht einen bestimmten Beruf, sondern begleiten eine Chefin. Mir gefällt das Projekt unter anderem, weil es das ursprüngliche Anliegen des Zukunftstages – als er noch Tochtertag hiess – aufnimmt und etwas gegen die Stigmatisierung von Berufen und Geschlecht unternimmt. Dies ganz im Sinne von «Mehr Chefinnen braucht das Land».

Das Projekt gefällt mir auch, weil es viel mit Schulleitungen und dem Lehrplan 21 zu tun hat bzw. zu tun haben könnte. Im Lehrplan 21 ist die berufliche Orientierung als Modul konzipiert. Wenn der Schwerpunkt dieses Moduls wohl weiterhin an den meisten Schulen im dritten Zyklus liegt, so haben die Schulen trotzdem die Pflicht, ab Kindergarten das Thema der beruflichen Orientierung zu thematisieren und zu behandeln. Eine interessante Sache, da dadurch die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler einbezogen und gleichzeitig erweitert wird. Zudem lieben Kinder die Auseinandersetzung mit Berufen: Ich weiss auf jeden Fall noch sehr genau, was ich in welchem Alter werden wollte.

Ich kann mich noch gut an eine Situation während meiner Unterstufenzeit erinnern, als Felix – ein Mitschüler – sagte, dass er Lehrer werden möchte. Lehrer ist ein Beruf? Ich war damals sehr erstaunt und die Aussage von Felix hat mich zum Nachdenken angeregt. 15 Jahre später wurde ich dann selber Lehrer – Felix übrigens auch.

Zu meiner Schulzeit waren die Volksschulen noch nicht geleitet und Schulleiterin oder Schulleiter gab es als Beruf noch nicht.  Mich hätte es – wenn wir eine Schulleiterin gehabt hätten – sicher sehr interessiert, was sie den ganzen Tag macht. Chef oder Chefin sein löst die Assoziation aus «viel zu verdienen» und «den ganzen Tag befehlen». Ein Chef oder eine Chefin arbeitet nicht; dazu hat er oder sie ja Angestellte. Die berufliche Orientierung im Lehrplan 21 könnte in diesem Sinne auch dazu dienen, den Schülerinnen und Schülern aufzuzeigen, was eine Schulleiterin, ein Lehrer oder die Hauswärtin den ganzen Tag machen, was zu ihrem Beruf gehört, was sie gerne und weniger gerne machen, wann sie sich ärgern, … Ich glaube, das hätte einen doppelten Effekt. Einerseits würden die Schülerinnen und Schüler andere Berufsfelder kennen lernen, andererseits würde wahrscheinlich auch die Anerkennung und Achtung für die Berufe und konkreten Personen in der Schule steigen. Letztlich passiert dadurch eine Steuerung im Sinne der pädagogischen Schulführung und ein Beitrag zu einer Kulturentwicklung hin zu einer gemeinsamen Schule. Wenn dadurch ein paar Mädchen mehr Chefinnen und ein paar Jungs mehr Lehrer werden, dann ist dies gesellschaftlich sicherlich auch nicht verkehrt.

Auf dem Weg zu einer gemeinsamen kompetenzorientierten Beurteilungspraxis

HarryK:

Eine oder vielleicht die grosse Herausforderung bei der Einführung des Lehrplans 21 ist die kompetenzorientierte Beurteilung. Die Primarschule Bubikon stellt sich dieser Herausforderung, indem sie eine gemeinsame Beurteilungspraxis erarbeitet. In einem parallel verlaufenden Unterrichts- und Schulentwicklungsprozess setzen sich die Lehrpersonen und die Schulleitung mit Fragen zum Unterricht und der damit verbundenen Beurteilung auseinander. Nur was auch wirklich im Schulalltag gelebt wird, findet Eingang in das Beurteilungskonzept der Schule.  Konzept und Praxis befruchten sich so gegenseitig.

Unterrichtsentwicklung: Die Beurteilungspraxis wird gemeinsam geplant und erprobt. (Illustration: Claudia de Weck)

Schulentwicklung: Das Konzept entsteht Schritt für Schritt. (Illustration: Claudia de Weck)

Nach einer ersten gemeinsamen Standortbestimmung im Frühsommer 2018, bei der Stärken und Schwächen der momentanen Beurteilungspraxis im Fokus standen, fand der eigentliche Entwicklungsstartschuss an einer Retraite im Herbst 2018 statt. An zwei Tagen setzten sich die Mitglieder der Schulkonferenz mit konkreten Unterrichtsfragen und mit den Grundgedanken auseinander, die ihre Beurteilungspraxis leiten sollen. Elternvertretende und zwei Schulpflegemitglieder hörten zu und beteiligten sich. Ein erster Entwicklungsschritt soll im Juni 19 abgeschlossen sein. Dann findet zusammen mit der Pädagogischen Hochschule Zürich, welche die Schule bei diesem Prozess mit Weiterbildung und Beratung begleitet, eine erste Evaluation statt. In einem Rück- und Ausblick werden die Entwicklungen der Beurteilungspraxis, die damit verbundenen Fragen der Zusammenarbeit und Pädagogischen Führung sowie der Fortschritt des Beurteilungskonzepts unter die Lupe genommen.

Arbeit an der Beurteilungspraxis (Foto: HarryK)

Mit Kopf, Herz und Hand wird am Beurteilungskonzept gearbeitet. (Foto: HarryK)

«Mein Sportjournal»: Beurteilung im Sportunterricht in der 4.–6. Klasse

KayH:

Anhand des Beurteilungsinstruments «Mein Sportjournal» werden Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler im Sportunterricht sichtbar. Lesen Sie im Artikel von Urs Müller und Jürg Baumberger (PHZH) wie das Sportjournal Lehrpersonen unterstützt, die Kompetenzerwartungen des Lehrplan 21 anzustreben, wie das Sportjournal funktioniert und was darin festgehalten wird.

Link zum Artikel «Beurteilungsinstrument im Sportunterricht» von Urs Müller und Jürg Baumberger im Magazin Einblick des Lehrmittelverlags Zürich, Nummer 22

Senf für Chefs: Wenn das Wollen nicht will oder kann

Gastblogger Niels Anderegg, Dozent PH Zürich:

Kennen Sie die Situation, in der das Wollen nicht will oder vielleicht nicht kann? Ist es Ihnen als Schulleiterin oder Schulleiter auch schon passiert, dass eine Lehrperson vor Ihnen stand und meinte «Entweder der Schüler oder ich»? Unterrichtsstörungen, verhaltensauffällige Schülerinnen und Schüler oder – je nachdem wie man es ausdrücken möchte – herausforderndes Verhalten von Schülerinnen und Schülern gehören zum Alltag einer Schule. Und das Thema betrifft nicht nur die Lehrerinnen und Lehrer: Wir sind überzeugt, dass an einer in unserem Verständnis «guten Schule» dieses Thema auch die Schulleitung kümmern muss. Aus diesem Grund haben wir uns im Zentrum Management und Leadership dem Thema angenommen und ein Modul dazu konzipiert. Letzte Woche fand dieses statt.

Das Modul war so aufgebaut, dass am ersten Tag mehrere theoretische Inputs verschiedene Zugangsweisen zum Thema eröffneten. Am zweiten und dritten Tag fanden Schulbesuche an zwei sehr unterschiedlichen Schulen statt um dann am vierten Tag in die Reflexion und Planung der eigenen nächsten Schritte als Führungsperson zu gehen. Über die vier Tage zeigte es sich, wie wichtig es ist, dass eine Schule eine gemeinsame Haltung und eine entsprechende Kultur dem Thema gegenüber lebt. Wie gehen wir als Schule mit herausforderndem Verhalten von Schülerinnen und Schülern, mit Störungen im Unterricht um? Kann ich als Lehrperson auch einmal sagen, wenn ich keine Energie mehr habe und froh bin, wenn ich entlastet werde? Bin ich als Lehrperson gescheitert, wenn ich einem Schüler oder einer Schülerin nicht mehr gerecht werde?
Das Diskutieren dieser Fragen auf einer allgemeinen Ebene ist sinnvoll, wird aber sehr viel spannender, wenn eine konkrete Situation vorliegt. «Peter» stört massiv den Unterricht. Wie gehen wir als Schule damit um? Wie reagiere ich als Schulleiter, wenn die Lehrperson nicht mehr mit «Peter» arbeiten will oder kann? Wie lange ist «Peter» das Thema der Lehrperson? Und wann wird er zum Thema eines pädagogischen Teams, der Schulleitung oder der ganzen Schule? Haltungen und Kulturen entstehen über diskursive Prozesse und konkrete Handlungen. Darüber zu sprechen, Dinge öffentlich zu machen, gemeinsam zu handeln: Schrittweise entwickelt sich so eine Haltung und Kultur einer Schule, welcher es immer besser gelingt, mit Unterrichtsstörungen und verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern umzugehen.

Neben der Haltung und Kultur braucht es aber auch ganz konkrete Werkzeuge und Handlungsmöglichkeiten. In den einzelnen Referaten und bei den Schulbesuchen wurden einzelne Werkzeuge vorgestellt und diskutiert. Es ist die Kunst von Schulleiterinnen und Schulleitern, aber auch von Teacher Leaders, diese angepasst an den Kontext der eigenen Schule und der aktuellen Situation gezielt einzusetzen und zur Wirkung zu bringen. Ein solches Werkzeug sind beispielsweise Elemente aus der lösungsorientierten Beratung, wie sie Hansjörg Hophan während dem Modul vorgestellt hat. Oder das Arbeiten mit einem Modell um zu analysieren, wo und wie eine Führungsperson im System Schule intervenieren kann. Heike Beuschlein hat dies am Beispiel des «Drei-Weg-Modells» von Hans-Günther Rolff aufgezeigt und es war beeindruckend zu sehen, wie Facettenreich sich das Thema der verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schüler auf diesem Modell darstellen lässt.

Leider gibt es, wie eine Teilnehmerin am Ende des Moduls meinte, keine Rezepte um die Probleme an der eigenen Schule zu lösen. Es gibt aber Werkzeuge und die ständige, möglichst konkrete Auseinandersetzung mit meiner Rolle als Führungsperson, meiner Schule und «Peter».

PS: Heike Beuschlein und Hansjörg Hophan werden das Modul im nächsten Herbst wieder anbieten. Voraussichtlich Ende Jahr sollte die Ausschreibung veröffentlicht werden. Wer Interesse an einer Teilnahme hat, kann sich gerne bereits jetzt bei Michele Martin (michele.martin@phzh.ch) melden. Sie wird die interessierten Personen nach der Ausschreibung informieren.

«Gesellschaften im Wandel» – Ein Lehrmittel entfacht Streit

KayH:

Das Lehrmittel «Gesellschaften im Wandel», herausgegeben vom Lehrmittelverlag Zürich, steht in der Kritik, Propaganda zu verbreiten (siehe auch Artikel «Die Unia kämpft für uns – wie in neuen Lehrmitteln politische Werbung verbreitet wird», NZZ, 31. August 2018). Bürgerliche Parteien bemängeln, dass der in der Verfassung festgeschriebene Grundsatz der politisch neutralen Ausrichtung der staatlichen Schulen nicht eingehalten werde. Der Herausgeber und die Projektleiterin des Lehrmittels verstehen diesen Vorwurf jedoch nicht. Lesen Sie mehr dazu im Artikel «Propaganda an Schulen? Lehrmittel sorgt für Streit», 20 Minuten, 18. September 2018.