Kompetenzorientierung – schon im Kindergarten?

Gastbloggerin Judith Egloff, Dozentin PH Zürich und Mitautorin des Lehrmittels «Kinder begegnen Natur und Technik im Kindergarten»:

Die armen Kleinen, sollen die jetzt auch schon Kompetenzen aufbauen müssen und auf Leistung getrimmt werden? Lasst sie doch einfach spielen… 

Tja, spielen und lernen ist kein Widerspruch, das geht wunderbar zusammen. Im neuen Lehrmittel «Kinder begegnen Natur und Technik» werden konkrete Unterrichtsbeispiele für die Kindergartenstufe vorgestellt, die sinnliche und spielerische Zugänge zu Natur und Technik ermöglichen.  

Im Kindergartenalter sind die Neugier und die Freude am Entdecken der Umgebung meist sehr ausgeprägt. Die Kinder interessieren sich für die unterschiedlichsten Phänomene, stellen Fragen und wollen Dingen auf den Grund gehen. 

Die Lehrperson kann die Kinder dabei unterstützen, ihre Welt zu entdecken. Bei dieser anspruchsvollen Aufgabe wird sie vom Lehrmittel «Kinder begegnen Natur und Technik» unterstützt. Die Unterrichtsvorschläge zeigen, wie sich Kinder spielerisch und doch gezielt mit Natur und Technik befassen können. Dabei bauen sie ihre Kompetenzen in diesen Bereichen aus: sie beobachten, untersuchen Gegenstände, führen einfache Experimente durch und dokumentieren ihre Gedanken und Erfahrungen. Dabei lernen die Kinder Objekte, Phänomene und Lebewesen aus ihrer alltäglichen Umgebung genauer kennen. Sie erleben und verstehen (in Ansätzen) auch Zusammenhänge und Wechselwirkungen. 

Die Fotos der Kinder in Aktion zeigen, dass Lernen und Spielen gut zusammengehen… 

(Foto: Franziska Detken / Simone Nussberger)

(Foto: Franziska Detken / Simone Nussberger)

Kompetent vermessen – das AdL-Netzwerk auf dem Weg zur geeigneten Beurteilungspraxis

Gastblogger Jörg Berger, Leiter AdL-Netzwerk, Schulleiter Schule Knonau, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum Management & Leadership PH Zürich:

Das Netzwerk Altersdurchmischter Schulen im Kanton Zürich setzt sich in diesem Schuljahr zum Ziel, dem Dauerbrenner «Beurteilung» konstruktiv auf den Zahn zu fühlen. Wir gehen mit vereinten Geisteskräften und unserem vielfältigen Erfahrungsschatz der Frage nach, wie wir formative und summative Beurteilungsinstrumente im kompetenzorientierten Unterricht sinnvoll einsetzen. Für unser Januar-Netzwerktreffen konnten wir mit Harry Koch einen kompetenten Partner gewinnen. Mit ihm tauchten wir ein in die spannenden Abgründe des «Vermessens von Kompetenzen».

Im Brennpunkt unseres gemeinsamen Interesses standen diese Fragestellungen:

  • Wie unterstützen wir die Schülerinnen und Schüler durch formative Beurteilungsformen?
  • In wie weit sollen Beurteilungsinstrumente einheitlich gehandhabt werden?
  • Wie gewinnen wir das nötige Vertrauen der Schülerinnen und Schüler und deren Eltern in unsere Beurteilungspraxis?

«Kompetenzen eines Kindes zu messen, ist viel herausfordernder und komplexer als Wissen abzufragen», eröffnete Harry Koch seine Präsentation. «Wir werden und sollten nie das Ziel verfolgen, ein Kind zu vermessen. Vielmehr müssen wir lernen, die Unsicherheit bei der Beurteilung zu akzeptieren», führt er weiter aus und meint damit Lehrerinnen und Lehrer und auch Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern.

Entscheidend sei es, dass Lehrpersonen sich mit ihren Schülerinnen und Schülern ganzheitlich auseinandersetzen und sich für ihr Lernen interessieren. Lehrerinnen und Lehrer sind auf eine gemeinsam getragene Beurteilungspraxis angewiesen. Der Aufbau einer solchen Beurteilungspraxis muss im Kontext jeder einzelnen Schule erfolgen.

Erfahrung zeigt, dass sich die vertiefte Auseinandersetzung lohnt

Ein wichtiger Erfolgsfaktor sei, dass sich die Schule auf einen Entwicklungsprozess von zwei bis fünf Jahren einlässt. «Dies mag nach sehr viel Zeit klingen», räumt Harry Koch ein. Doch das Thema Beurteilung sei so zentral, dass in der Auseinandersetzung auch der Unterricht an sich mitentwickelt wird. Die längere Zeitspanne begünstige auch, dass die Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern angemessen miteinbezogen werden.

Um Lernergebnisse zu sichern, sind folgende drei Handlungsfelder zentral:

  • Beobachten
  • Gespräche führen
  • Nächste Schritte planen

Für die gemeinsame Beurteilungspraxis stellen sich folgende Fragen:

  • Wozu wird beurteilt?
  • Was wird beurteilt?
  • Wer beurteilt?
  • Im Vergleich womit wird beurteilt?
  • Wie erfolgt die Beurteilung?

Die Ergebnisse des konstruktiven Austausches präsentierten sich am Ende unseres 2-stündigen Netzwerktreffen wie folgt:


Am nächsten AdL-Netzwerktreffen vom Mittwoch, 3. April 2019 von 17 bis 19 Uhr an der PH Zürich, Raum LAA-K020 diskutieren wir mit Dieter Rüttimann von der Gesamtschule Unterstrass über:

  • Welche Beurteilungsinstrumente eignen sich für überfachliche Kompetenzen?
  • In wie weit sollen / können wir Beurteilungsinstrumente für die eigene Unterrichtsreflexion nutzen?
  • Wie integriere ich die Fördergespräche im Unterricht?
  • Welche Dokumentationsformen eignen sich um den Lernfortschritt über die gesamte Schulzeit aufzuzeigen?

Bei Interesse kann man sich über diesen Link anmelden und unverbindlich in unserer Netzwerk-Community schnuppern. Schreiben Sie eine Mail an: joerg.berger@schule-knonau.ch

Senf für Chefs: Wenn das Wollen nicht will oder kann

Gastblogger Niels Anderegg, Dozent PH Zürich:

Kennen Sie die Situation, in der das Wollen nicht will oder vielleicht nicht kann? Ist es Ihnen als Schulleiterin oder Schulleiter auch schon passiert, dass eine Lehrperson vor Ihnen stand und meinte «Entweder der Schüler oder ich»? Unterrichtsstörungen, verhaltensauffällige Schülerinnen und Schüler oder – je nachdem wie man es ausdrücken möchte – herausforderndes Verhalten von Schülerinnen und Schülern gehören zum Alltag einer Schule. Und das Thema betrifft nicht nur die Lehrerinnen und Lehrer: Wir sind überzeugt, dass an einer in unserem Verständnis «guten Schule» dieses Thema auch die Schulleitung kümmern muss. Aus diesem Grund haben wir uns im Zentrum Management und Leadership dem Thema angenommen und ein Modul dazu konzipiert. Letzte Woche fand dieses statt.

Das Modul war so aufgebaut, dass am ersten Tag mehrere theoretische Inputs verschiedene Zugangsweisen zum Thema eröffneten. Am zweiten und dritten Tag fanden Schulbesuche an zwei sehr unterschiedlichen Schulen statt um dann am vierten Tag in die Reflexion und Planung der eigenen nächsten Schritte als Führungsperson zu gehen. Über die vier Tage zeigte es sich, wie wichtig es ist, dass eine Schule eine gemeinsame Haltung und eine entsprechende Kultur dem Thema gegenüber lebt. Wie gehen wir als Schule mit herausforderndem Verhalten von Schülerinnen und Schülern, mit Störungen im Unterricht um? Kann ich als Lehrperson auch einmal sagen, wenn ich keine Energie mehr habe und froh bin, wenn ich entlastet werde? Bin ich als Lehrperson gescheitert, wenn ich einem Schüler oder einer Schülerin nicht mehr gerecht werde?
Das Diskutieren dieser Fragen auf einer allgemeinen Ebene ist sinnvoll, wird aber sehr viel spannender, wenn eine konkrete Situation vorliegt. «Peter» stört massiv den Unterricht. Wie gehen wir als Schule damit um? Wie reagiere ich als Schulleiter, wenn die Lehrperson nicht mehr mit «Peter» arbeiten will oder kann? Wie lange ist «Peter» das Thema der Lehrperson? Und wann wird er zum Thema eines pädagogischen Teams, der Schulleitung oder der ganzen Schule? Haltungen und Kulturen entstehen über diskursive Prozesse und konkrete Handlungen. Darüber zu sprechen, Dinge öffentlich zu machen, gemeinsam zu handeln: Schrittweise entwickelt sich so eine Haltung und Kultur einer Schule, welcher es immer besser gelingt, mit Unterrichtsstörungen und verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern umzugehen.

Neben der Haltung und Kultur braucht es aber auch ganz konkrete Werkzeuge und Handlungsmöglichkeiten. In den einzelnen Referaten und bei den Schulbesuchen wurden einzelne Werkzeuge vorgestellt und diskutiert. Es ist die Kunst von Schulleiterinnen und Schulleitern, aber auch von Teacher Leaders, diese angepasst an den Kontext der eigenen Schule und der aktuellen Situation gezielt einzusetzen und zur Wirkung zu bringen. Ein solches Werkzeug sind beispielsweise Elemente aus der lösungsorientierten Beratung, wie sie Hansjörg Hophan während dem Modul vorgestellt hat. Oder das Arbeiten mit einem Modell um zu analysieren, wo und wie eine Führungsperson im System Schule intervenieren kann. Heike Beuschlein hat dies am Beispiel des «Drei-Weg-Modells» von Hans-Günther Rolff aufgezeigt und es war beeindruckend zu sehen, wie Facettenreich sich das Thema der verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schüler auf diesem Modell darstellen lässt.

Leider gibt es, wie eine Teilnehmerin am Ende des Moduls meinte, keine Rezepte um die Probleme an der eigenen Schule zu lösen. Es gibt aber Werkzeuge und die ständige, möglichst konkrete Auseinandersetzung mit meiner Rolle als Führungsperson, meiner Schule und «Peter».

PS: Heike Beuschlein und Hansjörg Hophan werden das Modul im nächsten Herbst wieder anbieten. Voraussichtlich Ende Jahr sollte die Ausschreibung veröffentlicht werden. Wer Interesse an einer Teilnahme hat, kann sich gerne bereits jetzt bei Michele Martin (michele.martin@phzh.ch) melden. Sie wird die interessierten Personen nach der Ausschreibung informieren.

Kompetenzberg – Kompetenzwald

KayH:

Wie unsere Gastbloggerin Simone Büchi letzte Woche beschrieben hat, stehen Lernende vor einem Kompetenzberg, den es zu bewältigen gilt. In diesen vielen Kompetenzen kann man sich aber auch ganz schön verirren und vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen. Verloren im Kompetenzwald!

Dazu gibt es jetzt aber eine kleine Hilfe: Den Lehrplan 21 gibt es nun in Papierform. Hier kann man ihn bestellen. Vielleicht gelingt es damit, den Überblick zu bewahren.

Das Lernstudio: Kompetenzorientierte Privatschule oder nur auf Drill getrimmt?

Auch Privatschulen müssen den Lehrplan 21 umsetzen. In einem Gastbeitrag äussert sich das Lernstudio dazu.

Bekannt ist das Lernstudio, vor allem bei vielen ehemaligen Stadtzürcher Schülerinnen und Schülern, für seine Vorbereitungskurse an die gymnasialen Aufnahmeprüfungen. Eng verknüpft ist die Marke darum mit der Vorstellung vieler Eltern, dass ihre Kinder nach einem solchen Lehrgang eine erfolgreiche Gymi-Karriere absolvieren.

Was viele jedoch nicht wissen: Das Lernstudio betreibt in Zürich und Winterthur auch zwei Ganztagesschulen. Oberstes Ziel beider Schulen ist es, ihren Schülerinnen und Schülern den optimalen Schulerfolg zu ermöglichen. Was danach klingt, nur ein kurzfristiges Ziel – den Übertritt ans Gymnasium – zu erhaschen und alle anderen Eventualitäten auszublenden, ist nur eines von vielen Vorurteilen, denen sich das Lernstudio als Privatschule regelmässig gegenüber sieht.

Nun, beisst sich das nicht: kompetenzorientierter Unterricht in einer Privatschule, die dafür bekannt ist, erfolgreiche Gymi-Anwärterinnen und -Anwärter hervorzubringen? Wie steht es wirklich um die «Kompetenzorientierung» des Lernstudios? Wird nur blind Wissen gepaukt oder  geht es auch um den Erwerb von Kompetenzen?

In einer Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Zürich hat das Lernstudio diese Thematik analysiert. Harry Koch, Leiter Projekt KoLeP21 (Kompetenzorientiertes Lernen – Lehrplan 21) der PHZH, hat das Lernstudio dabei begleitet. In einer Standortbestimmung, welche die pädagogischen Mitarbeitenden des Lernstudios im Frühjahr 2018 durchgeführt haben, stellten sie fest, dass die Privatschule bereits viele Anforderungen des Lehrplan 21 erfüllt. Beispielsweise hat sich gezeigt, dass im Lernstudio neben den fachlichen auch die überfachlichen Kompetenzen, die sie zum selbstständigen und kooperativen Arbeiten und Lernen befähigen, bereits von den Kindern erworben werden. Wichtige Voraussetzungen, auf die sie in den anforderungsreichen gesellschaftlichen und beruflichen Begebenheiten zählen können.

Wie die Zukunft und zukünftige Berufe aussehen werden, ist, auch wegen der fortschreitenden Digitalisierung, schwer vorauszusagen. Ziel des Lernstudios ist es darum, Jugendliche – egal ob für Studium oder Beruf – so vorzubereiten, dass sie nach der obligatorischen Schulzeit eigenständige junge Erwachsene sind, die ihre Stärken und Fähigkeiten möglichst erfolgreich einzusetzen wissen und selbstständig Probleme lösen können. Werte wie Innovationsgeist, Qualität und Kreativität haben beim Lernstudio einen hohen Stellenwert und stehen, egal ob nach pädagogischer, erzieherischer, wissenschaftlicher oder bildungspolitischer Betrachtung, im Mittelpunkt.

Dies wird auch durch das stufengerecht aufeinander abgestimmte Konzept der Ganztagesschule gefördert. Einerseits wird der Entwicklung des Kindes mit verschiedenen Übergangsangeboten, zielgerichteten Sekundarstufenklassen (A und B) und verschiedenen Ergänzungsangeboten Rechnung getragen. Konkret sind dies ein Übergangsjahr zwischen der Primar- und Sekundarstufe (7. Primarschulklasse), die Berufsvorbereitungsklasse für die 3. Sekundarstufe, eine Mittelschulvorbereitungsklasse sowie das Progymnasium, das auf die speziellen Voraussetzungen der Gymnasien vorbereitet. Auch sind die Inhalte der Kurse «Arbeits- und Lerntechnik», die das Lernstudio in seinem Kurs- und Nachhilfebereich anbietet, fester Bestandteil im Ganztagesunterricht und werden ergänzt durch verschiedenste kulturelle, sprachliche, digitale und sozialintegrative Inhalte. Pilotprojekte wie ICT- und Programmierkurse, Workshops, Sprachreisen, Museumsbesuche, Planspiele und weitere unterrichtsbereichernde Aktivitäten fördern die Schülerinnen und Schüler in ihrer Kompetenzvielfalt.

Die weiteren Entwicklungsschritte, die im Konvent anhand der Standortbestimmung eruiert wurden, müssen nun geprüft werden. Ein grosses Interesse gilt dabei der fächerübergreifenden Beurteilung und der ganzheitlichen Transferfähigkeit, die in eine adäquate Benotung der Schülerinnen und Schüler führen soll. Fragt man die Lehrpersonen des Lernstudios findet sich jedoch keine grosse Verunsicherung. Die eingespielten Teams tauschen sich regelmässig aus, stehen in engem Kontakt mit der Schulleitung und können bei Bedarf auf die schulergänzende Betreuung zurückgreifen, sodass ein stetiger Wissenstransfer sichergestellt ist.

Das Lernstudio geht gut gerüstet in die Umsetzung des Lehrplan 21. Die noch zu vollziehenden Entwicklungsschritte werden im Schulprogramm festgehalten, damit die Schülerinnen und Schüler die fachlichen und überfachlichen Kompetenzen gemäss Lehrplan 21 erwerben. Ganz ohne Drill – aber auch ohne Vernachlässigung der notwendigen Übungs- und Vertiefungszeit.

Beurteilen im Kindergarten und in der Unterstufe

Gastbloggerin Regula von Felten, Dozentin PH Zürich:

Kennen Sie das folgende Zitat aus dem Lehrplan 21?

«Nicht alle im Lehrplan 21 aufgeführten Kompetenzen und Kompetenzstufen müssen beurteilt werden. Wie bisher obliegt es der Professionalität der Lehrpersonen einzuschätzen, wann und mit welchen Mitteln sie Leistungen der Schülerinnen und Schüler einschätzen und beurteilen.» (Lehrplan 21: Überblick)

Doch was sollen Lehrpersonen beim Beurteilen beachten? Welche Formen der Beurteilung sind im 1. Zyklus zentral? Und welche Funktionen sollen Leistungseinschätzungen erfüllen?

Lesen Sie dazu in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift 4 bis 8 (Juni Nr. 4/2018)!

Planungsinstrument LP21 Bildnerisches Gestalten

MartineO:  

Auf der Website der PHZH wird der Fachbereich Bildnerisches Gestalten nach Lehrplan 21 folgendermassen definiert:

Im Bildnerischen Gestalten erleben Schülerinnen und Schüler, wie in eigenen Bildentwicklungsprozessen sinnliche Wahrnehmung, Reflexion und Kommunikation ineinander greifen. Schülerinnen und Schüler erkennen Bilder und Objekte als Resultat von komplexen Vorgängen.

Um Schülerinnen und Schüler diese komplexen Vorgänge näherbringen zu können, müssen die Lehrpersonen ebenfalls einen guten Überblick über das Fach haben. Damit sie die diversen Inhalte, Vorgaben, Inspirationen und Verpflichtungen im Blick haben, und um den LP21 optimal in die Unterrichtsplanung einbinden zu können, wurde nun ein neues Planungsinstrument für Lehrpersonen entworfen.

Gastbloggerin Monica Bazzigher-Weder, Bereichsleiterin Kunst & Design Primarstufe PHZH, stellt Ihnen hier das Planungsinstrument im Detail vor.

Einführung des Fachs Medien und Informatik

MartineO:

Mit dem Lehrplan 21 werden die Schülerinnen und Schüler neu auch das Fach Medien und Informatik (GMI) besuchen. Das GMI-Team an der PH Zürich hat bis jetzt rund 400 Lehrpersonen ausgebildet, bis Ende dieses Schuljahrs werden es sogar rund 550 Personen sein.

Pünktlich vor der Einführung des Lehrplan 21 im Herbst wird im Sommer noch der erste Band des neuen Lehrmittels «connected» des Lehrmittelverlags Zürich veröffentlicht. Der zweite Band folgt im Sommer 2019, Band 3 und 4 werden später veröffentlicht.

Im Gespräch mit Nicole Wespi, Projektleiterin des Grundlagenkurs Medien und Informatik an der PHZH, haben wir das neue Fach etwas genauer unter die Lupe genommen:

Welche Fragen und Themen beschäftigen die Kursteilnehmenden?

Konntet ihr da weiterhelfen? Gibt es Fragen, die noch geklärt werden müssen?

Gibt es etwas das du in diesem Rahmen unseren Lesern gerne mitteilen möchtest?

Weiterführende und nützliche Infos:

Bei allen weiteren Fragen steht Ihnen das Team des Zentrum Medienbildung und Informatik natürlich gerne zur Verfügung.

Sportbroschüren für die Primarstufe

Gastblogger Jürg Baumberger, Bereichsleiter Bewegung und Sport Primarstufe:

Die Pädagogische Hochschule Zürich entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Lehrmittelverlag Zürich nach Lehrplan 21 «Unterrichtsvorhaben» für den Bewegungs- und Sportunterricht auf der Primarstufe.

Zehn Unterrichtsvorhaben pro Schuljahr

Der Lehrplan 21 sieht vor, dass die Schülerinnen und Schüler im Fachbereich Bewegung und Sport im Verlauf der obligatorischen Schulzeit 15 Kompetenzen aufbauen und vertiefen. Die A4-Broschüren für die Primarstufe enthalten attraktive, einfach umsetzbare Vorschläge für einen kompetenzorientierten Sportunterricht.

Projektleiter Urs Müller, Dozent im Bereich Bewegung und Sport Primarstufe der PH Zürich, beschreibt die Unterrichtshaben folgendermassen:

Ein Unterrichtsvorhaben ist eine Reihe von sechs bis acht Lektionen. Die Lehrperson bereitet damit eine Anwendungssituation vor, bei der die Schülerinnen und Schüler zeigen, dass sie bestimmte, im Lehrplan 21 aufgeführte Kompetenzstufen erarbeitet haben.

Ob die Verbesserung der Wurftechnik, das Steigern der Ausdauerleistung oder das Zusammensetzen von Turnelementen zu einer Bewegungsabfolge im Vordergrund stehen: Die Broschüren «Clownerie», «Gleiten, Rollen, Fahren», «Rhythmisch Springen», «Brennball spielen», «Spielend laufen» und «Bewegte Akrobatik» enthalten attraktive, einfach umsetzbare Vorschläge für den kompetenzorientierten Sportunterricht.

Übungsbeispiel aus «Rhythmisch Springen»

Auf dem Lehrplan 21 basierende Zyklen- und Jahresplanungen, Unterlagen zu den Unterrichtsvorhaben und Videosequenzen von einzelnen Bewegungsabläufen sind hier zu finden.

Folgende sechs Broschüren sind über den Lehrmittelverlag erhältlich:

E-Book «Lerneinheiten Lehrplan 21»

Gastbloggerin Carola Brunnbauer, Dozentin Medienbildung und E-Learning-Beraterin PHZH:

Seit Sommer 2017 bereiten sich die Lehrpersonen des Kantons Zürich unter anderem mit Online-Lerneinheiten auf die Einführung des Lehrplan 21 vor.

Neu stehen alle vier Online-Lerneinheiten «Grundlagen», «Beurteilung», «Mathematik» und «Deutsch» zusammengefasst in einem E-Book zur Verfügung.

Damit haben auch andere Kantone oder einzelne Schulen die Möglichkeit von diesem Angebot zu profitieren.

Weitere Informationen zu den Inhalten, zum E-Book selbst, zu den Bestandteilen des Pakets sowie den Kosten entnehmen Sie bitte dem Flyer.