Die Gesprächskommode: Einsatzmöglichkeiten

Gastbloggerinnen Susanne Bernet und Martina Weber, Entwicklerinnen der Gesprächskommode: 

Um das Standort- oder Beurteilungsgespräch unter Einbezug des jungen Kindes (4-8) noch aktiver und wirksamer zu gestalten, dient die Gesprächskommode als unterstützendes und attraktives Instrument.

Der Fokus in der Gesprächsführung liegt auf der Anerkennung, welche als Basis für das gesamte Gespräch von zentraler Bedeutung ist. Der Einsatz der Gesprächskommode soll auf die Selbstwirksamkeit und das Fähigkeitsselbstkonzept des jungen Kindes fokussieren.

Die Gesprächskommode besteht aus 18 Schubladen, die mit verschiedenen Gegenständen gefüllt sind. Sie nimmt zehn Bereiche in Anlehnung an den ICF-Bogen auf: Allgemeines Lernen, Mathematisches Lernen, Spracherwerb und Begriffsbildung, Lesen und Schreiben, Umgang mit Anforderungen, Kommunikation, Bewegung und Motorik, Für sich selber sorgen, Umgang mit Menschen, Freizeit, Erholung und Gemeinschaft. Diese Bereiche wurden mit acht zusätzlichen Gesprächsanlässen ergänzt: Willkommen, Feenwunsch, Projekt-/Vertragsarbeit, Musik, Lernschritte, Medien, Was kommt noch?

Zur Gesprächskommode gehören folgende Instrumente und Formulare:

  • Übersicht Gesprächskommode
  • Standortgespräch
  • Auswahl der Schubladen (Kind)
  • Vorbereitung Standortgespräch (Lehrperson)
  • Lernschritte und Vereinbarungen
  • Rückblick Standortgespräch (Kind)

Vor dem ersten Gespräch werden die Kinder mit den Inhalten vertraut gemacht und lernen die Gegenstände kennen, die in den Schubladen versorgt sind. Die Lehrpersonen bereiten sich auf das Gespräch mit den einzelnen Kindern vor.

Grundsätzlich entscheiden die Kinder, welche Schublade sie öffnen wollen. Die Lehrperson hört zu, fragt nach, bestätigt, ergänzt und achtet darauf, auch die Eltern ins Gespräch einzubeziehen, wenn dies nicht per se der Fall ist. Im Anschluss an das Gespräch soll Raum für den weiteren Austausch zwischen den Erziehungsberechtigten und dem Kind zur Verfügung stehen. Die Erziehungsberechtigten werden vom Kind eingeladen, in den schulischen Räumen zu verweilen, um Einblicke in die Arbeiten des Kindes zu erhalten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.gespraechskommode.ch

Senf für Chefs: Kompetent führen und leiten – eine Herzensangelegenheit

Gastbloggerin Elsbeth Thürig, Dozentin PHZH und Dirigentin Hochschulchor PHZH:

In meiner Kindheit und Jugendzeit begeisterte mich das Singen im Chor und das Musizieren im Orchester. Ich suchte keinen speziellen Nutzen darin – es war für mich eine gelungene Freizeitbeschäftigung und vermutlich schien ich immer wieder zu spüren, dass die aktive Begegnung mit Musik mir guttat. Dafür nahm ich auch einige Strapazen auf mich: Während andere im selben Alter am Samstagnachmittag «chillten», reiste ich vom ländlichen Entlebuch in die Stadt und spielte in einem altersdurchmischten Ensemble. In diesem Fall muss altersdurchmischt präzisiert werden: Ich war knappe vierzehn und die anderen weit über vierzig! Dieser Umstand schien mich damals aber nicht weiter gestört zu haben.

Leidenschaft und kompetente Leitung

Offenbar waren für mich in diesem Moment nicht die Peers entscheidend, sondern das aktive musikalische Handeln. Dieses wurde – im positiven Sinne – massgeblich von der Leitungsperson gesteuert und geführt. Durch Dirigentenpersönlichkeiten und Musikpädagogen konnte ich die Musik direkt erleben und hautnah erfahren. Ihr Zugang eröffnete auch mir eine neue Welt.

Ehrlicherweise muss ich eingestehen, dass es schon auch Zeiten gab, in denen ich das Üben nur müssig und meine jugendlichen Anliegen definitiv nicht im Geigenkasten fand. Dennoch bin ich immer wieder zu den Proben gegangen und wenn der Dirigent mit seinem Taktstock die Aufmerksamkeit herstellte, war ich wieder ganz in den musikalischen Bann gezogen. Doch weshalb begeisterten und prägten mich letztendlich diese Momente mehr als vielleicht eine «coole» Jugendserie mit ihren Stars im Fernsehen? Ganz einfach: Ich konnte mit meinem Mitwirken am musikalischen Geschehen partizipieren, die formulierten Visionen und Konzertvorhaben spornten mich an und ich fühlte mich durch die klaren Abläufe und Vereinbarungen gut geführt. Kurzum: Dirigentenpersönlichkeiten coachten und motivierten mich in einer natürlichen Weise und gaben mir letztendlich auch Lob und Anerkennung.

Abschliessend versuche ich, in meiner heutigen Berufsrolle als Dirigentin und Dozentin diese Erlebnisse mit der Schule zu verlinken. Führen und Leiten dürfen aus meiner Sicht nicht nur Handlungen umschreiben. Vielmehr besteht der Kern der Sache darin, Schülerinnen und Schüler oder Mitarbeitende zu begeistern, sie an den gemeinsamen Vorhaben mitwirken zu lassen und am Ende eine Wertschätzung für ihren Einsatz auszusprechen. Das bedingt unserem Gegenüber die nötige Aufmerksamkeit und ein bewusstes «Zuhören-Wollen».

Führen und Leiten können schliesslich auch harmonisch und schön sein. Dabei gibt es in Bezug auf die Führungsrolle durchaus noch weitere Parallelen zwischen der Musikwelt und dem schulischen Alltag: «Dissonanzen» sollten sich auflösen, Wiederholungen sind ein gutes Übungsfeld und nebst den Noten braucht es in der Musik wie auch in der Schule immer wieder Pausen!

Lehrplan 21: Was bewegt die Eltern?

HarryK:

Ab Schuljahr 2018/2019 ist der Lehrplan 21 für alle Schülerinnen und Schüler vom Kindergarten bis zur 5. Klasse verbindlich. Schulen beginnen die Eltern darüber zu informieren, was sich mit dem Lehrplan 21 im Schulalltag und insbesondere im Unterricht ändert. Nach einem Informationsanlass haben wir Eltern drei Fragen gestellt. Hören Sie selber, was die Eltern darauf geantwortet haben:

Was hat Sie bewegt an diesem Elternabend zum Lehrplan 21 teilzunehmen?

Was hat sich für Sie nach dem heutigen Abend geklärt?

Was beschäftigt Sie auch weiterhin? Welche Ihrer Fragen sind noch offen, welche Themen werden Sie verfolgen?

«Geld zu verkaufen» – Finanzkompetenz

KayH:

@ Atlantis Verlag 2017

Tausende verschiedene Kompetenzbegriffe geistern durch die Medien, hier nun ein weiterer: Finanzkompetenz. Unsere Illustratorin Claudia de Weck hat im Rahmen des Finanzkompetenz-Angebotes von Pro Juventute zusammen mit Lorenz Pauli ein Bilderbuch gestaltet. 4- bis 8-Jährige finden darin Informationen zu Geld und Geldfluss, Schulden, Teilen und Handeln, Kaufen und Verkaufen und vieles mehr, anschaulich verpackt in die Geschichte von Alma und Milan, die zusammen eine Strickleiter für ihr Baumhaus basteln wollen.

@ Atlantis Verlag 2017

Schulden und die Schuldenfalle ist heutzutage schon ein grosses Thema bei Kindern und Jugendlichen. Da das Thema Geld sehr abstrakt und komplex ist, empfinden vor allem jüngere Kinder es als schwer verständlich. Das Bilderbuch von Pauli/de Weck soll den Kindern helfen, das Thema Geld von verschiedenen Seiten zu betrachten, es neugierig und auch kritisch zu hinterfragen sowie sich mit Wertvorstellungen im Zusammenhang mit Geld zu beschäftigen.

@ Atlantis Verlag 2017

Zum Bilderbuch kann kostenfrei ein unterstützender Kommentar für Lehrpersonen heruntergeladen werden, der wertvolle Informationen enthält zu den Kompetenzstufen des Lehrplans 21, Lernzielen, Hintergrundinformationen, Fragen für den Unterricht, etc.

Hier kann das Bilderbuch bestellt und der Kommentar für Lehrpersonen heruntergeladen werden.