Rondelle «Zugänge zum Zürcher Lehrplan 21 im 1. Zyklus»

Gastbloggerin Catherine Lieger, Dozentin PH Zürich:

Die handliche Drehscheibe «Zugänge zum Zürcher Lehrplan 21 im 1. Zyklus» unterstützt Lehrpersonen des Zyklus 1 in der Umsetzung des Lehrplan 21. Sie wurde von der Pädagogischen Hochschule Zürich in Zusammenarbeit mit dem Volksschulamt gemeinsam realisiert. 

Das Lernen im 1. Zyklus verschiebt sich von der Entwicklungsperspektive hin zum Lernen in Fachbereichen. Der Zürcher Lehrplan 21 bietet neun entwicklungsorientierte Zugänge an, die eine Brücke von der Entwicklungsperspektive zur Fachbereichsstruktur des Lehrplans bauen. Die Rondelle veranschaulicht die entwicklungsorientierten Zugänge und die jeweils mit ihnen verknüpften Fachbereiche im 1. Zyklus des Lehrplans.  

Alle Lehrpersonen des Zyklus 1 im Kanton Zürich erhalten kostenlos eine Rondelle. Weitere Exemplare können kostenpflichtig über den Lernmedienshop der PH Zürich oder den Lehrmittelverlag Zürich bezogen werden. 

Das Spiel als Instrument für die BNE

Der Bedeutung des Freispiels im Kindergarten bzw. im Zyklus 1 wurden in diesem Blog bereits zwei Beiträge gewidmet. Doch nicht nur Kinder im ersten Zyklus lernen spielend. Verschiedene Beiträge in der Praxiszeitschrift für eine Bildung für Nachhaltige Entwicklung BNE «ventuno» stellen die Eignung unterschiedlicher Spielformen im Modul BNE vor. Erfahren Sie, warum sich das Spiel als Instrument im Bereich BNE eignet, welche Voraussetzungen «gute» Spiele erfüllen und was bei der Organisation im Unterricht beachtet werden soll.

Silvia Steiner auf Schulbesuch – ein Beitrag von TeleZüri

ChristineW:

Im Hinblick auf die Einführung des Lehrplan 21 an den Sekundarschulen besuchte Frau Steiner die Sekundarschule Dietlikon. Nehmen Sie daran teil, wie Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrerinnen ihren Unterricht beschreiben, was ihnen daran gefällt und was sie für gelingendes Lernen wichtig finden. Im Beitrag wird deutlich, dass es eine Vielfalt an Unterrichtsformen und -methoden für die Umsetzung des Lehrplan 21 braucht und jede Schule bezogen auf ihren Kontext ihren Freiraum nutzen kann und soll.

zum Beitrag von TeleZüri in den ZüriNews vom 25. Februar 2019: «Lehrplan 21: Silvia Steiner auf Schulbesuch»

Lernprozesse begutachten statt Leistungen beurteilen

Gastbloggerin Judith Hollenweger, Professorin ZFH, PH Zürich:

Der Begriff «formative Beurteilung» war mir schon immer etwas suspekt. «Fördern» und «Urteilen» als eine Einheit verstanden, das ist wie Nichtstun oder beredt Schweigen: ein Oxymoron. Beurteilung bleibt Beurteilung; auch wenn man sich dabei an Lernprozessen statt an Leistungen versucht und vor allem wenn es dabei um das Lernen der Anderen geht. Denn der Wille, Lernen zu fördern, liegt auch bei der «formativen Beurteilung» vorerst nur bei der Lehrperson; ebenso der Glaube, dass Beurteilen dabei die richtige Herangehensweise ist. Also doch besser Nichtstun und einfach die stummen Schreie der Schülerinnen und Schüler ob all den Leistungsmessungen ignorieren? Nein, darüber sprechen und sich austauschen ist angesagt. Mit diesem Ziel kamen vor einigen Wochen Expertinnen und Experten in Bern für einen Austausch zusammen.

Was ich von diesem Gespräch mitgenommen habe? Dass man Lernprozesse nur gemeinsam mit den Lernenden begutachten kann. Das setzt voraus, dass Schülerinnen und Schüler sich selbst als Lernende und das was sie tun als «Lernen» verstehen. Selbstverständlich? Nein. Viele Kinder denken, dass man Dinge wissen kann und in einigen Dingen besser ist, in anderen schlechter. Lernen ist für sie so etwas wie Informationsaufnahme und Aktivieren vorhandener Anlagen. «Selbstbeurteilung» macht in solchen Situationen alles nur noch schlimmer. Präkonzepte zum Lernen müssen sichtbar gemacht und die Kinder dort abgeholt werden. Ursula Tschannen fragt beim Einstieg in ein neues Thema ihre Schülerinnen und Schüler: «Was könnt ihr hier lernen?»; Sara Krobisch nimmt die wohl häufigste Schüler-Frage vorweg: «Wozu machen wir das?» Und beide sind sich einig: das alles funktioniert nur in einem Unterricht, in dem die Kinder selber aktiv sind.

Im Englischen spricht man von «Assessment as Learning» – das trifft die Sache gut. Wie Hermann Flükiger feststellt, müssen gemeinsam Lernspuren gelegt werden. Scheitern wird als Quelle des Lernens anerkannt und perfekt ausgefüllten Arbeitsblättern vorgezogen. Das erfordert einen Perspektivenwechsel; Lehrpersonen müssen «Lernen» durch die Augen der Schülerinnen und Schüler betrachten können. Ziel der gemeinsamen Bemühungen ist die Transformation des Lernens; dabei ist das Vermitteln von Lernstrategien zentral. Alles bekannt? Trotzdem, vielleicht lohnt sich die Lektüre unseres Gesprächs? Dass im Dialog mehr gelernt wird als durch Belehrung ist ja auch ein offenes Geheimnis.

zum Artikel «Lernprozesse begutachten» im Magazin Profil 2018.02: Unterwegs sein

«Mein Sportjournal»: Beurteilung im Sportunterricht in der 4.–6. Klasse

KayH:

Anhand des Beurteilungsinstruments «Mein Sportjournal» werden Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler im Sportunterricht sichtbar. Lesen Sie im Artikel von Urs Müller und Jürg Baumberger (PHZH) wie das Sportjournal Lehrpersonen unterstützt, die Kompetenzerwartungen des Lehrplan 21 anzustreben, wie das Sportjournal funktioniert und was darin festgehalten wird.

Link zum Artikel «Beurteilungsinstrument im Sportunterricht» von Urs Müller und Jürg Baumberger im Magazin Einblick des Lehrmittelverlags Zürich, Nummer 22

«Gesellschaften im Wandel» – Ein Lehrmittel entfacht Streit

KayH:

Das Lehrmittel «Gesellschaften im Wandel», herausgegeben vom Lehrmittelverlag Zürich, steht in der Kritik, Propaganda zu verbreiten (siehe auch Artikel «Die Unia kämpft für uns – wie in neuen Lehrmitteln politische Werbung verbreitet wird», NZZ, 31. August 2018). Bürgerliche Parteien bemängeln, dass der in der Verfassung festgeschriebene Grundsatz der politisch neutralen Ausrichtung der staatlichen Schulen nicht eingehalten werde. Der Herausgeber und die Projektleiterin des Lehrmittels verstehen diesen Vorwurf jedoch nicht. Lesen Sie mehr dazu im Artikel «Propaganda an Schulen? Lehrmittel sorgt für Streit», 20 Minuten, 18. September 2018.

Kompetenzberg – Kompetenzwald

KayH:

Wie unsere Gastbloggerin Simone Büchi letzte Woche beschrieben hat, stehen Lernende vor einem Kompetenzberg, den es zu bewältigen gilt. In diesen vielen Kompetenzen kann man sich aber auch ganz schön verirren und vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen. Verloren im Kompetenzwald!

Dazu gibt es jetzt aber eine kleine Hilfe: Den Lehrplan 21 gibt es nun in Papierform. Hier kann man ihn bestellen. Vielleicht gelingt es damit, den Überblick zu bewahren.

Artikelreihe im ZLV Magazin – ein Rückblick

KayH:

Der Letzte der Serie! In der diesjährigen Juni-Ausgabe des ZLV Magazins ist der letzte Artikel der Serie zum Thema «Kompetenzorientiertes Lernen» erschienen. Lukas Geiser und Monique Honegger setzen sich darin mit dem Thema «Sexualkundlicher Unterricht» auseinander.

Im Zeitraum zwischen Dezember 2014 und Juni 2018 veröffentlichte das Projekt KoLeP21 (Kompetenzorientiertes Lernen – Lehrplan 21) fünf Beiträge. Entstanden ist eine bunte Reihe rund um kompetenzorientiertes Lernen und den Lehrplan 21.

Alle Artikel auf einen Blick

«Hier lernt man das Können und das Wissen» von Kay Janina Hefti, Kommunikationsverantwortliche des Projekts KoLeP21 der PH Zürich, ZLV Magazin 6-14, Dezember 2014

«Tunnelbau, Mathematik und kompetenzorientierter Unterricht» von Christine Weilenmann, PH Zürich, ZLV Magazin 4-15, Oktober 2015

«Marisa schätzt oder Frau Weber beurteilt mathematische Kompetenz» von Brigitte Bollmann-Zuberbühler und Daniela Nussbaumer, Dozentinnen PH Zürich, ZLV Magazin 2-16, April 2016

«Spielend lernen im Kindergarten» von Catherine Lieger, Dozentin PH Zürich, ZLV Magazin 1-17, Februar 2017

«Willkommen in der Pubertät» von Lukas Geiser und Monique Honegger, PH Zürich, ZLV Magazin 3-18, Juni 2018

Gömer Zoo? – Kompetenzorientierte Aufgaben

KayH:

«Laut dem Lehrplan 21 müssen die Aufträge so formuliert sein, dass sie jede Schülerin und jeden Schüler einzeln abholen. Kompetenzorientierte Binnenorientierung nennt sich das. Eine Riesenherausforderung für uns Lehrpersonen!» Sam National in seinem Videoclip «Gömer Zoo?»

In der Schule Schlieren herrscht Aufregung: Sams Klasse darf als Belohnung in den Zoo! Ist das überhaupt eine Belohnung, fragen sich manche Schülerinnen und Schüler. Denn es gibt natürlich auch Aufgaben zu erledigen. Keine einfache Sache, die Aufgaben so zu formulieren, dass jede und jeder in der Klasse sie versteht und mit Begeisterung anpackt! Aber Sam hat so seine Tricks. Sehen Sie selbst im Video.