Fit für die Praxis – Weiterbildung zum LP 21

Gastblogger Manuel Frischknecht, Projektleiter Weiterbildung und Beratung, PHZH:

Eine Schule in Henggart, einer kleinen Gemeinde im Zürcher Weinland mit 2000 Einwohnern. 35 Lehrpersonen unterrichten die rund 200 Schülerinnen und Schüler. Für einen Montag anfangs Februar hat der Schulleiter, Herr Marius Strebel für sein Lehrerteam einen sogenannten SchiLW+ Tag organisiert, eine eintägige, hausinterne Weiterbildung der PHZH zur Vertiefung der bereits abgeschlossenen Onlinelerneinheit «Grundlagen». Mit dieser hatten sich die Lehrerinnen und Lehrer bereits im November in den Aufbau des Lehrplans 21 und die Grundzüge eines kompetenzorientierten Unterrichts eingearbeitet.

Am Vertiefungstag geht es am Morgen darum offene Fragen zu Struktur und Aufbau des neuen Lehrplans zu klären, gemeinsam das Erarbeitete auszutauschen, bevor am Nachmittag, in kleinen Teams, dieses Wissen eine Umsetzung einfliesst. Ziel ist es bis am Ende des Nachmittags pro Team eine praxisnahe Lektion, wenn nicht gar einen Lektionen-Zyklus zu haben.

Diesem Teil der Weiterbildung wird in Henggart mehr Zeit als üblich eingeräumt. Der Schulleiter hat beschlossen zeitnah zu einem Elternabend zum Lehrplan 21 einzuladen, an dem die Eltern Gelegenheit bekommen sollen zu sehen und zu hören was auf sie zukommt und was den Schulalltag ihrer Kinder (mit-)bestimmen wird. Eine Mitarbeiterin der PHZH wird anwesend sein, informieren und moderieren, aber ein ebenso wichtiger Bestandteil werden die Lehrpersonen sein, die den Eltern ihrer Schülerinnen und Schülern direkt Einblick in ihre Umsetzung geben werden. Eine interessante Idee, die weiter Schule machen könnte.

Dieses mehrstufige Vorgehen ist ein gutes Beispiel für eine bis jetzt gelungene Herangehensweise ans Thema Lehrplan 21. Sie macht es an diesem Tag auch der Workshopleiterin Yvette Heimgartner leicht durch die Veranstaltung zu führen: Das Interesse ist vorhanden, Fragen, auch kritische, stehen ebenfalls im Raum. Der Schulleiter hat gemeinsam mit seinem Team dem Thema genug Raum gelassen und eine klare Strategie für die Übergangsphase erarbeitet. Weitere Themen werden folgen, für den Herbst 2018 ist es das Thema Beurteilung bevor die fachdidaktischen Aspekte zum Zug kommen.

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