Eltern und Schule ziehen am selben Strick: Kindergärten in Sri Lanka

Gastbloggerin Catherine Lieger, Dozentin, Beraterin und Mentorin PHZH:

Durch aktive Elternmitwirkung zur Kompetenzförderung von Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren

  • Wie arbeiten Lehrpersonen in den Kindergärten «Rahula» (Sri Lanka) mit den Eltern zusammen?

Innerhalb des Projekts Spielen Plus des Zentrums für Internationale Bildungsprojekte (IPE) der PH Zürich erforschte ich im Herbst 2017, wie Kinder von 3 bis 6 Jahren spielen. Ziel dieser Forschung ist die Entwicklung eines Lehrmittels zum Thema Spiel für Lehrpersonen und die Elternbildung. Auch für Kinder mit Migrationshintergrund soll sich dieses Lehrmittel eignen.

Aus diesem Grund habe ich Kindergärten in Sri Lanka besucht. Während meines vierwöchigen Volunteerprojektes sprach ich täglich mit verschiedenen Eltern der 130 Kindergartenkinder. In Sri Lanka nimmt Elternmitwirkung in den Kindergärten eine zentrale Bedeutung ein: Eltern und Lehrpersonen verantworten gemeinsam, dass Kinder etwas lernen. Dies spüren letztlich alle Beteiligten.

Morgens ab 8 Uhr begleiten die Eltern ihre Kinder in den Kindergarten. Eltern und Lehrpersonen tauschen sich vor Ort rege aus, bis sich die Eltern dann um 8.30 Uhr verabschieden. Nach dem Unterricht, um 11.30 Uhr, treffen die Eltern wieder in den Kindergärten ein. Während die Kinder auf dem Spielplatz spielen, informiert die Lehrperson die Eltern über den Verlauf des Vormittags und die Lernfortschritte der Kinder. Auch organisatorische und inhaltliche Schwerpunkte der Kindergartenarbeit werden thematisiert. Ebenso platzieren die Eltern ihre Anliegen in diesen Zeitgefässen.

Durch diese aktive Form der Elternmitwirkung gelingt es in diesen Kindergärten auf beeindruckende Weise gemeinsam Verantwortung für die Kompetenzförderung der Kinder zu übernehmen. Eltern und Schule ziehen wirkungsvoll am selben Strick!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert