11 Jahre anpacken, umpacken, weiterpacken: Kompetenzförderung in Form des freien Spiels

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«11 Jahre anpacken, umpacken, weiterpacken»
Neue Rubrik in unserem Blog:
In regelmässigen Abständen werden Gastbloggerinnen und Gastblogger Beiträge zu Besonderheiten aus den verschiedenen Zyklen beisteuern. Viel Spass!

Gastbloggerin Catherine Lieger, Dozentin PH Zürich:

Das freie Spiel ist für vier- bis acht-jährige Kinder der zentrale Lernmodus. Kinder lernen im Spiel in vielfältiger Art und Weise und auf vielfältigen Ebenen. Der entwicklungsorientierte Zugang des Kindergartens stellt im Lehrplan 21 die Schnittstelle zu den Fachbereichen her. Die Herausforderung in der Umsetzung des LP21 ist, die Kompetenzförderung in altersgemässen Spiel- und Lernumgebungen zu gestalten.

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Cartoon by Renate Alf

Die aktuelle Forschung zeigt in verschiedenen Studien, dass das systematische Lernen mit instruktionalen Anteilen keinen entscheidenden Vorteil gegenüber Kindern, die in spielerischen Settings lernten, bewirkte.

Kinder sollten ihre Lernerfahrungen eigenaktiv und selbsttätig gestalten können, also viel Zeit für das Freispiel bzw. für selbstgesteuerte Aktivitäten haben, die sie entweder alleine oder mit anderen Kindern durchführen. Montie, Claxton & Lockhard (2007) erhärten in ihrer Zusammenfassung der Studie IEA Preprimary Project zum Thema der Zeitdauer des Freispiels u.a. die Forderung, ein Zeitfenster von 45 bis 60 Minuten nicht zu unterschreiten, denn in solch längeren Freispielphasen kommt es besonders oft zu kognitiv anregenden Interaktionen zwischen einzelnen Kindern.

Dies bedeutet, dass Kinder sich in ihrer Wahrnehmung, ihren kognitiven, sozialen und motorischen Kompetenzen optimal entwickeln, wenn sie zwischen vier und acht Jahren einen wesentlichen Teil in freien und spielerischen Aktivitäten verbringen.

Das Spielen steht auch bei den Kindern selbst hoch im Kurs. Befragt man sie nach ihren liebsten Aufgaben im Unterricht, dann steht das Spiel an erster Stelle.

Video Nora:

Video Leana:

Ein Gedanke zu „11 Jahre anpacken, umpacken, weiterpacken: Kompetenzförderung in Form des freien Spiels“

  1. Deshalb: Hilf mir es selbst zu tun!!!! Wir, die “AssistentInnen”
    geben Anregungen, zeigen, bereiten vielfältiges Material vor, damit die Kinder dann “gekitzelt” werden und Eigenaktivität entwickeln.. Allzu kopflastiges kann schon mal eingesetzt werden, aber das Ganzheitliche, spielerisch verpackt, regt zum BE-GREIFEN
    an!!!

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