Man kann nicht nicht lernen

ChristineW:
Ich habe versprochen, dass ich dranbleibe… an der Auseinandersetzung mit den Sozialen Medien. Ich bin über einen Blog, dem ich folge, zu einem neuen Blog gestossen – dem ich nun natürlich auch wieder folge.

Auf dem Blog «smartclassroom learning» hat Micha Busch einen Beitrag mit dem Titel «Man kann nicht nicht lernen» veröffentlicht, der auf einem Interview mit dem Mediendidaktiker Prof. Max Woodtli basiert. Der Beitrag beschreibt unter anderem, warum sich die Schule der digitalen Transformation nicht verschliessen sollte. Ich zitiere Max Woodtli:
«So wie das Buch einen Zugang zur Kultur schafft, schaffen auch die digitalen Medien einen Zugang zur Kultur. Die Kultur findet heutzutage nicht mehr nur auf dem Papier statt, sondern sie findet auch z.B. in interessanten Blogs, in interessanten Timelines statt.»
Keine Angst, er merkt auch an, dass die Schülerinnen und Schüler lernen müssen, mit so vielen Informationen umzugehen. Dass sie Strategien brauchen, die Informationen zu filtern, sie zu vernetzen und auch lernen müssen, zu überprüfen, ob sie valide sind oder nicht. Dies zu lehren, ist Aufgabe der Schule.

zum Beitrag «Man kann nicht nicht lernen»

2 Gedanken zu „Man kann nicht nicht lernen“

  1. Spannend, die Gedanken, die ich sehr teile. Das Dreieck ‘man kann nicht nicht lernen’, ‘Kompetenzorientierung’ und ‘Neue Medien’ verführen mich zum Denken. Den ‘neuen Medien’ kann man nicht ausweichen oder eben ‘nicht nicht lernen’. Und gleichzeitig gibt es doch den Unterschied zwischen diese einfach anwenden oder sich mit diesen und dem eigenen Verhalten kritisch auseinandersetzen. Geht es hier um die Kompetenz? Nicht einfach mit den ‘neuen Medien’ umzugehen, sondern kompetent damit umzugehen? Oder geht es, wie Monique Honegger in einem anderen Kommentar geschrieben hat, um die Nichtkompetenz Kompetenz?

  2. Auch Niels Anderegg versucht, digitale Medienkompetenz in “einfach anwenden” und “sich mit diesen und dem eigenen Verhalten kritisch auseinandersetzen” zu trennen – und selbstverständlich das zweite zu bevorzugen. So im Sinn von: “Medienkompetenz ist vielmehr als Technik”.

    Kürzlich haben die VolksschullehrerInnen des Kt. SH während einer Impulsveranstaltung die Anwendung einer digitalen Schnitzeljagd mit Locandy kennengelernt resp. durchgeführt. Ich habe 2 Lehrerinnen während der Jagd gefragt, ob sie Locandy verstehen würden? Jaja, es sei voll easy! Ob sie selbst auch eine solche Jagd produzieren könnten? Nein.

    Dabei wäre kompetenz-orientiertes Lernen doch, dass die SchülerInnen nicht eine vorfabrizierte Schnitzeljagd konsumieren, sondern selbst eine produzieren. Mit welcher Anwendung auch immer. Dazu müsste die Lehrperson allerdings sehr gute technische Voraussetzungen mitbringen. Im Vermitteln dieser Techniken versagen die PHs leider nach wie vor.

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