Senf für Chefs: Senf von der Chefin

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Gastbloggerin Sarah Knüsel, Präsidentin Verband Schulleiterinnen und Schulleiter Zürich:

Der Lehrplan 21 soll eigentlich, wie grad kürzlich in einem Beitrag des Eco-Magazins auf SRF 1 zu sehen war, die kantonalen Lehrpläne der 21 deutschsprachigen Kantone in einen gemeinsamen Lehrplan zusammenführen. Diese ursprüngliche Idee geht ab und zu gerne vergessen. Besonders wenn jeder Kanton für sich alleine die Zutaten für das Rezept neu zusammenbraut. Gleichzeitig wird der Umsetzung und Einführung unterschiedlich viel Zeit gewidmet. Jeder Kanton soll die Möglichkeit haben, seine Spezialitäten miteinzubringen.
Wir Schulleitungen haben bei der Einführung eine wichtige Schlüsselfunktion und müssen dafür sorgen, dass genügend Ressourcen vorhanden sind und wie diese eingesetzt werden. Das bedeutet konkret, dass wir bereits vor der Einführung eine Vision haben müssen, wie die Umsetzung an unserer Schule praktisch aussehen könnte. Dabei müssen wir unsere lokalen Gegebenheiten berücksichtigen und sind gleichzeitig abhängig von den kantonalen Vorgaben. Abgesehen von den finanziellen Problemen, die dem Kanton und vielen Gemeinden aktuell Kopfzerbrechen bereiten, sind wir auf gutem Weg. Einem Weg, den wir gemeinsam mit den anderen Playern beschreiten. Ab und zu gibt es auch Rückschritte oder Enttäuschungen und es kommt nicht immer so, wie wir es am liebsten hätten. Aber wir bleiben dennoch zuversichtlich und guten Mutes! Wir haben unsere Vision und viele motivierte Teams, die gemeinsam mit uns reisen. So sind wir gefordert, aber nicht überfordert.
Es wartet viel Arbeit auf uns in den kommenden Jahren. Dafür hat der Kanton den Schulleitungen mehr Stellenprozente zugesprochen. Umso mehr frage ich mich, weshalb es Gemeinden gibt, welche diese zusätzlichen Stellenprozente ihren Schulleitungen nicht zukommen lassen? Das ist definitiv am falschen Ort gespart!

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