Wie macht es unser Nachbarkanton?

Rund 500 Thurgauer Lehrpersonen, Schulleitungen und Behördenmitglieder setzten sich am Dreikönigstag an einer Tagung mit Beurteilungsfragen auseinander. Die gemeinsame Tagung des Amts für Volksschule und der Pädagogischen Hochschule Thurgau bildete den Abschluss einer dreiteiligen Weiterbildungsreihe im Hinblick auf die Einführung des neuen Lehrplans Volksschule Thurgau.

Priska Sieber, Rektorin der Pädagogischen Hochschule Thurgau, plädierte in ihrer Begrüssung für eine stärkere Berücksichtigung der Lernprozesse bei der Beurteilung der Leistungen von Schülerinnen und Schülern. Dies erlaube eine erweiterte Perspektive und verhindere, dass die Beurteilung auf schulische Ausnahmesituationen wie Prüfungen reduziert werde.
Ähnlich argumentierte Dr. Beat Wälti von der Pädagogischen Hochschule Bern in seinem Inputreferat mit dem Titel «Von der Resultatorientierung zur Kompetenzorientierung». Ergänzend zu den vertrauten Lernkontrollen müssten in Zukunft vermehrt auch Informationen aus Prozessbeobachtungen und der Beurteilung von Produkten in die Zeugnisnoten einfliessen. Die ausschliessliche Überprüfung von «vorgegebenen Lernhäppchen» in Testsituationen werde anspruchsvollen Lernzielen nicht gerecht und trage wenig zur Förderung von fachlichen und überfachlichen Kompetenzen bei.

Spannende Einblicke bietet die Tagungsdokumentation unter diesem Link.

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