Kompetenzorientiertes Denken beginnt bei den Lehrpersonen… und bei der Schulleitung

Gastblogger Gery Meyer, Geschäftsführer Schule Uetikon am See:
Wenn wir uns auf den Weg machen, im Rahmen des LP 21 unser Denken und Handeln im Unterricht auf Kompetenzorientierung auszurichten, stellt sich unweigerlich die Frage, wie wir selber dazu stehen und dies im Unterricht ermöglichen. Sind Lehrpersonen kompetent genug kompetenzorientiertes Lernen zu ermöglichen? Was brauchen sie dazu? Wie erhalten sie Zugang zu diesem Wissen? Welches sind Themen, die von einer ganzen Schule angegangen und (weiter)entwickelt werden müssen? Wie ist diese pädagogische Diskussion in pädagogischen Teams möglich?
Die Schulen erhalten die Möglichkeit einer Standortbestimmung, quasi einer Ist-Zustandserhebung, wie ausgeprägt sie diesen Forderungen bereits nachkommen resp. nachgehen. Dass kompetenzorientiertes Lehren, Lernen, Handeln und Anwenden stark mit einer pädagogischen Grundhaltung zu hat, liegt auf der Hand. So muss man sich aber auch bewusst sein, dass es nicht dem Zufall überlassen sein kann, durch welche Lehrperson ein Schulkind diese Kompetenz erlangt.
Die Standortbestimmung der PH Zürich zu diesem Thema hat an unserer Schule die Frage aufgebracht, inwieweit heute schon pädagogische Diskussionen und Haltung gemeinsames Thema sind und wie solche Fragen derzeit und in Zukunft angegangen werden.
Wenn ich in die Entwicklungszukunft von pädagogischen Teams schaue, dann stehen spannende Aufgaben zur Diskussion an: Wir wollen mit unserem Wirken ermöglichen, dass unsere Schülerinnen und Schüler künftig mit den notwendigen Kompetenzen ausgestattet sind, welche ihnen eine erfolgsversprechende Lernlaufbahn ermöglichen. Dies impliziert für mich den Gedanken, dass Kompetenzen stetig auf- und ausgebaut werden können – lebenslanges Lernen beginnt also beim Erwerb von grundlegenden Kompetenzen. Also muss eine Lehrperson von ihrer Haltung aus heute bewusst sein, dass Lernen lernen mindestens so viel Bedeutung erhält, wie die Materie selber.

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