Die Kompetenzen der Lehrpersonen im Fokus

HarryK:
Am Freitag, 23. Januar 2015, trafen sich Vertretungen von Schulverbänden, der Bildungsverwaltung, der Pädagogischen Hochschule Zürich sowie der Hochschule für Heilpädagogik zu ihrer jährlichen Vernetzungstagung. Standen letztes Jahr der Lehrplan 21 und die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler im Zentrum, waren es dieses Jahr die Kompetenzen der Lehrpersonen. Referentinnen und Referenten gaben aus unterschiedlichen Perspektiven Einsicht in das Lernen der Lehrpersonen, das mit dem Ende der Ausbildung nicht abgeschlossen ist.
Die Ausbildung der PH Zürich orientiert sich an einem Kompetenzstrukturmodell, das 12 Lehr- und Lernfelder beschreibt. Besonders wertvoll sind die Lernanlässe in der Schulpraxis. Während rund einem Viertel des Studiums können die Studierenden Praxiserfahrungen in den Kooperationsschulen sammeln und zusammen mit der Praxislehrperson sowie der Mentorin/dem Mentor ihre Erfahrungen besprechen.
Das methodisch-didaktische Können ist nicht das Problem beim Berufseinstieg der Junglehrerin Ilona Spörri. Die Verantwortung, die mit der Führung einer Klasse verbunden ist, so Ilona Spörri in ihrem Referat, fordert sie speziell heraus. Selbstreflexion und gezielt eingeholtes Feedback von aussen unterstützen sie, den Anforderungen gerecht zu werden:
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Folie Frau Spörri

Bereits Barbara Fäh, Prorektorin Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich, hat im ersten Referat des Morgens darauf hingewiesen, dass die Reflexion des eigenen Handelns ein wichtiges Element des beruflichen Kompetenzaufbaus sei und diese auch immer wieder in der Ausbildung gepflegt werde.
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Folie Frau Spörri

Der Berufseinstieg wird, das zeigen diverse Untersuchungen, stark von der Schule geprägt, in der die ersten beruflichen Erfahrungen gemacht werden. Damit eine Junglehrerin eigene Ideen verwirklichen und in das Schulteam einbringen kann, schafft Ueli Trindler, Schulleiter in Hedingen, die notwendigen Rahmenbedingungen. Ressourcen erkennen und Fördern ist ein Leitsatz in seiner Personalarbeit. In seinem Referat zeigte er auf, wie er zusammen mit seinem Team auf dieser Basis Schul- und Unterrichtsentwicklung betreibt.
Eine weitere Gelingensbedingung für Entwicklungen, da ist er sich mit der Referentin Barbara Weber, Schulische Heilpädagogin aus Stadel einig, ist eine gute Zusammenarbeitskultur. An einem Beispiel der Zusammenarbeit von Lehrperson und Schulischer Heilpädagogin gab sie Einblick, wie gemeinsames kritisches Hinterfragen von Verhaltensmustern zu neuen Handlungsweisen im Unterricht geführt hat. Einzelne Schülerinnen und Schüler, die in einer Klasse immer mehr der Schulischen Heilpädagogin überantwortet wurden, kamen durch die neue Herangehensweise wieder in das Blickfeld der Regelklassenlehrperson.

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Auftrittskompetenz: Die Junglehrerin steht ihren erfahrenen Referentinnen und Referenten in nichts nach.

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Die Kompetenz zu Wissen, wie etwas funktioniert: Einrichten des Beamers, immer wieder Thema und Ärgernis, nicht an der Tagung.

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