Eine erste Reaktion

Auf diesen interessanten Kommentar machen wir gerne aufmerksam:
Eingereicht am 06.11.2014 um 7:35 von Gery Meyer

Wenn ich den Begriff «Kompetenzorientierung» bezogen auf die Schule höre, kommt mir als erstes die für mich zentrale Frage in den Sinn: Wie befähigt die Schule die Lernenden, ihr an der Schule erworbenes Wissen in Können umzuwandeln. Denn Kompetenzorientierung hat in erster Linie mit Handeln zu tun. Wissen ist die Basis dazu, kompetent ist man aber wohl erst, wenn man dieses auch anwenden kann. Also muss sich die Schule zur Aufgabe machen, Möglichkeiten zu schaffen, erworbenes Wissen möglichst konkret anzuwenden. Denn dies ist es, was in der Fortsetzung der Schule gefragt ist. Die Schule hat die Aufgabe, auf das Leben vorzubereiten.

Ein Gedanke zu „Eine erste Reaktion“

  1. MarlenF:
    Gery Meyer setzt mit seinem Kommentar einen Kontrapunkt zur aktuellen Kompetenzdiskussion. «Das Verschwinden des Wissens» (Liessmann, NZZ 15.09.2014), «Inhaltslose Geschwätzkultur» (Binswanger, schuleschweiz.blogspot.ch 20.11.2013) oder «Austritt aus dem überteuerten und gescheiterten HarmoS Konkordat» (Komitee Starke Schule Baselland, Eingereichte Volksinitiative Oktober 2014) sind die Voten der vergangenen Monate. Die Kompetenzorientierung und der Lehrplan 21 wurden zu einem Schreckgespenst, welches für Unheil und dunkle Zeiten im Schweizer Bildungswesen sorgen wird.
    Eine öffentliche Debatte – wie die des Lehrplans 21- lebt von kritischen Stimmen. Diese geben wertvolle Denkanstösse und beleuchten die Thematik von verschiedenen Seiten. Schliesslich ist die Bildung ein allgemeines Gut, welches von einer breiten Akzeptanz und Verankerung lebt. Stimmen– wie jene von Gery Meyer helfen, ein differenziertes Bild zu erhalten. Die Verbreitung von Schreckgespenstern erachten wir als wenig hilfreich und für die Arbeit in den Klassenzimmern als kontraproduktiv!
    Wir von KoLeP21 stellen in der bisherigen Zusammenarbeit mit Zürcher Schulen fest, dass ein Grossteil bereits heute (teilweise) kompetenzorientiert unterwegs ist. Es ist unsere Aufgabe Schulen und Lehrpersonen zu stärken, auf ihrem individuellen Weg zu begleiten und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

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