Workshop 1: ICF und Lehrplan 21: Crosswalk zwischen Funktionsfähigkeit und Kompetenz

Freitag 10. Juni – – 10.55 – 12.30 Uhr – Zimmer LAB-F015

02_judith_hollenwegerJudith Hollenweger, Prof. Dr., Leitung Leistungsschwerpunkt Inklusive Bildung, Leitung Forschungscluster Inklusion, PH Zürich

Die ICF gilt als Standard zur Beschreibung von Funktionsfähigkeit und Behinderung im Kontext von Gesundheit. Doch welche Bedeutung hat sie im Kontext von Bildung? In welcher Beziehung stehen Funktionsfähigkeit und Kompetenz zueinander?

Über das Konzept «Partizipation» der ICF kann der Bezug hergestellt werden; zentral dabei ist das gemeinsame situierte Verständnis von Aktivitäten. Darauf aufbauend kann überlegt werden, wie Informationen zu Funktionsfähigkeit und Kompetenz zueinander in Verbindung gebracht werden können. Die Klärung dieser Bezüge ist die Voraussetzung für die adäquate und wirksame Verwendung der ICF im Kontext von kompetenzorientierten Lehrplänen.

Hier befinden sich die Folien zum Workshop: 160610_ICF_Workshop_Hollenweger

Workshop 2: Schnittstellen der Frühförderung zu Bildung und Gesundheit

Freitag 10. Juni – – 10.55 – 12.30 Uhr – Zimmer LAA-K020

20_liane-simonLiane Simon, Prof. Dr. phil., Head of Department Family, Child and Social Work, Leitung Frühförderung, MSH Medical School Hamburg & Diakonie Frühförderung Norderstedt

Frühförderung ist eine Komplexleistung bei der sich viele Schnittstellen zu Bildungs- aber auch zu Gesundheitsangeboten auftun. Das soll über den multiprofessionellen Austausch gelingen, bei dem Entwicklungsziele, wie sie das Kind und/oder seine Eltern benennen, im Fokus der Betrachtung sind. Die Komplexität der Informationen, die wir Fachleute über ein Kind sammeln könnten, kann durch die Benennung dieser Entwicklungsziele den Blick fokussieren auf die individuelle Funktionsfähigkeit. Diese Idee soll in diesem Workshop anhand der Betrachtung verschiedener Schnittstellen gemeinsam weiter verfolgt werden.

 

 

Workshop 3: Die Rolle der ICF in der Förderplanung – Befunde aus einem Aktionsforschungsprojekt

Freitag 10. Juni – – 10.55 – 12.30 Uhr – Zimmer LAB-F017

Reto Luder, Dr., Dozent und Leiter Zentrum Inklusion und Gesundheit in der Schule, PH Zürich

 

08_andre.kunzAndré Kunz, Dr., Dozent Zentrum Inklusion und Gesundheit in der Schule, PH Zürich

 

Für eine integrative sonderpädagogische Förderung von Kindern mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen ist individuelle Förderplanung zentral (vgl. Luder, Gschwend, Kunz & Diezi-Duplain, 2011). Multiprofessionelle Zusammenarbeit in Schulen wird notwendig (Kunz, Maag Merki, Werner & Luder, 2013), dazu braucht es Kommunikation, Austausch von Know How und eine gemeinsame Sprache. Die ICF-CY (WHO 2011) unterstützt ein wichtiges Qualitätskriterium für Integrative Förderplanung, nämlich die Kohärenz zwischen Indikation, Zielen, Interventionen und Massnahmen. Mit Partnerschulen im Kanton Zürich wurden in einem Aktionsforschungsprojekt Förderplanungsprozesse weiterentwickelt.

Folien zum Workshop: Luder_Kunz_2016_Workshop_ICF-Tagung
Projektbeschreibung: Link zur Beschreibung und weiteren Unterlagen zum Projekt

Workshop 6: Die ICF als gemeinsame Sprache in der Gesundheits- und Entwicklungsförderung bei Grundschulkindern ?

Freitag 10. Juni – – 10.55 – 12.30 Uhr – Zimmer LAA-L020

11_moeller-dreischerSebastian Möller-Dreischer, Prof. Dr., Professor für Inklusive Pädagogik, Hochschule Nordhausen

 

01_andreas-seidelAndreas Seidel, Prof. Dr., Professor für Sozialpädiatrie, Hochschule Nordhausen

 

Der Ausgangspunkt zu einer sozialraumbezogenen (hier: Einzugsgebiet von Grundschulen in Deutschland) Gesundheits- und Entwicklungsförderung liegt in der Frage des Umgangs mit Hinweisen zu auffälligen kindlichen Entwicklungen, die sich im Kontext schulischer Anforderungen wie etwa dem Schriftspracherwerb als einschränkend bezeichnen lassen. Der Beitrag geht dabei der Frage nach, wie die unterschiedlichen Informationen (z.B. aus der Schuleingangsuntersuchung der Gesundheitsämter, der Schuleingangsdiagnostik der Schulen und aus dem Gespräch mit den Eltern) zielführend mit den verschiedenen Beteiligten (Erziehungsberechtigte, Lehrerinnen und Lehrer, Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten etc.) mittels der ICF als gemeinsame Sprache kommuniziert und in förderliche Konzepte überführt werden können. Dies soll anhand eines Pilotprojektes (Abstimmung mit den Beteiligten hat begonnen) überprüft werden.

 

Folien zum Workshop: Workshop Zürich Möller-Dreischer Seidel 2016 Folien

Notizen zum Workshop:

 

 

Workshop 7: «Die ICF für Alle – Empowerment durch Technik am Beispiel der mICF- ICanFunction App»?

Freitag 10. Juni – – 10.55 – 12.30 Uhr – Zimmer LAA-L041

04_olaf-kraus-de-camargoOlaf Kraus de Camargo, Dr., Associate Professor, McMaster University, Department of Pediatrics, CanChild – Centre for Childhood Disability Research

Darstellung der Entwicklung einer elektronischen ICF Anwendung für PatientInnen und Angehörige, die ICanFunction App. Ziel des Workshops ist die Demonstration eines ersten Prototyps sowie der kritische Austausch mit den TeilnehmerInnen über Verbesserungs- und Nutzungsmöglichkeiten.

 

Folien zum Workshop: mICF Workshop_Kraus_de_Camargo

Workshop 8: Das Pediatric Evaluation of Disabilty Inventory für den deutschsprachigen Raum (PEDI-D) – Aktivitäten des täglichen Lebens von Kindern mit Beeinträchtigungen gezielt erheben

Freitag 10. Juni – – 10.55 – 12.30 Uhr – Zimmer LAA-M021

13_andrea_espeiAndrea Espei, Schulungsleitung bei Schuchmann-Reha, Referentin und Autorin zur Hilfsmittelversorgung und zur ICF, Schuchmann-Reha GmbH u Ko KG

 

13_christina-schulzeChristina Schulze, Dr. phil., Wissenschaftliche Mitarbeiterin & Standortleitung, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften & Zentrum für Körper und Sinnesbehinderte Kinder (ZKSK), Solothurn

Sucht man nach einem Assessment, um Aktivitäten des täglichen Lebens (ADLs) von Kindern mit einer Beeinträchtigung zu erheben, stösst man bei der Recherche schnell auf das Pediatric Evaluation of Disability Inventory (PEDI). Dieses Assessment misst die Leistungsfähigkeit und die Leistung von Kindern bei der Ausführung von Aktivitäten des täglichen Lebens in drei Bereichen: Selbstversorgung, Mobilität und soziale Kompetenzen.

Das PEDI liefert wichtige Informationen zur Gestaltung des Therapieprozesses. Zudem kann mithilfe des PEDIs ein funktioneller Rückstand, dessen Ausmass und den genauen Bereich der Verzögerung identifiziert werden.

Um das PEDI am genauesten kennenzulernen, wird für den Workshop die Anschaffung des Manuals empfohlen.

(Hayley, Stephen M.; Coster, Wendy J.; Ludlow, Larry H.; Haltiwanger, Jane; Andrellos, Peter; Schulze, Christina; Page, Julie (2014). PEDI-D. Assessment zur Erfassung von Aktivitäten des täglichen Lebens bei Kindern mit und ohne Beeinträchtigung. In: Edition VITA ACTIVA. Idstein: Schulz-Kirchner Verlag).

Unterlagen zum Workshop: WorkshopPEDI_ICF-Anwenderkonferenz2016

Workshop 11: Der Individuelle Bildungsplan auf der Basis der ICF Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bildungsbedürfnissen

Freitag 10. Juni – 13.55 – 15.30 Uhr – Zimmer LAA-K020

img_1771-cr2Maria Luise Reckla, Dr., Psychopädagogin, Deutsches Bildungsressort, Bozen

Inklusion als Stärke Südtiroler Schulen – Rahmen – Schwerpunkte und Gelingensbedingung. Individualisierte und personalisierte Didaktik ist gemeinsames Anliegen aller Beteiligten.
Kooperation und Vernetzung eine Grundvoraussetzung dafür; ein Abkommen zwischen Bildungseinrichtung und ausserschulischen Partnern regelt die Abläufe von der Diagnostik bis hin zum Individuellen Bildungsplan, zur Bewertung und Individueller Kompetenzbeschreibung. Die ICF bildet die Grundlage für eine gemeinsame Sprache und die einheitliche Auswahl der Lebensbereiche. Im Workshop werden Sie erfahren wie und mit welchen entsprechenden Vordrucken in Südtiroler Schulen gearbeitet wird.

Unterlagen zum Workshop sind hier: ICF Anwenderkonferenz Zürich_WS11_Maria Luise Reckla

Workshop 12: Ziel- und Massnahmenplanung mit der ICF: Prinzipien und praktische Anwendung

Freitag 10. Juni – 13.55 – 15.30 Uhr – Zimmer LAA-L020

17_klemens_fheodoroffKlemens Fheodoroff, Dr. med., 1. Oberarzt, Gailtal-Klinik Neurorehabilitation

Zielsetzungen und -vereinbarungen werden als «best-practice-Strategie» in der Neurorehabilitation angesehen. In der praktischen Umsetzung bestehen dabei jedoch erhebliche regionale Unterschiede.

Mit der ICF steht ein international anerkanntes Rahmenwerk zur Zielsetzung zur Verfügung. Damit können Ziele kategorisiert und standardisiert untersucht werden. Auch die Unterscheidung von Lern- und Leistungszielen ist damit leicht möglich. Im Workshop werden der theoretische Hintergrund und die Praxis der Zielformulierung und die sich daraus ergebende Massnahmenplanung dargestellt und mit den Teilnehmern erarbeitet

Folien zum Workshop: 2016-06-10_Ziele-ICF_Zürich_Fheodoroff

Workshop 15: ICF in der Frühförderung

Freitag 10. Juni – 13.55 – 15.30 Uhr – Zimmer LAA-L041

20_marianne_irmlerMarianne Irmler, Dr. phil., Wissenschaftliche Mitarbeiterin, MSH Medical School Hamburg & Diakonie Frühförderung Norderstedt


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Angela Kindervater, Prof. Dr., Professorin für Pädagogische Psychologie, MSH Medical School Hamburg & Diakonie Frühförderung Norderstedt


20_liane-simon
Liane Simon, Prof. Dr. phil., Head of Department Family, Child and Social Work, MSH Medical School Hamburg

Verschiedene Arbeitsgruppen der Weltgesundheitsorganisation – Family of international classifications (WHO-FIC) arbeiten unter anderem an Curricula für die Ausbildung von Fachkräften zur Nutzung der verschiedenen Klassifikationen, wie ICD und ICF. Auf zwei Treffen der Gruppen in Helsinki (Juni 2015) und in Manchester (Oktober 2015) wurden in verschiedenen Arbeitsgruppen folgende Vorgehensweisen für die Implementierung der ICF vorgeschlagen:

– Überblick über die Nutzung der ICF und die Weiterbildung der ICF

– Analyse der Lernbedürfnisse für Fachleute

– Analyse der vorhandenen Trainingsmaterialien (Sykes et al., 2015)

Diese Vorschläge wurden von der MSH Medicalschool Hamburg aufgegriffen und es wurde in einem ersten Schritt damit begonnen, Frühförderstellen in Hamburg zur Nutzung der ICF zu befragen. Erste Ergebnisse sollen in diesem Workshop vorgestellt und diskutiert werden.

Workshop 16: Ein inklusives Schulsystem benötigt ein inklusives Ressourcenzuteilungsmodell

Freitag 10. Juni – 13.55 – 15.30 Uhr – Zimmer LAA-M021

09_eva-prammer-semmlerEva Prammer-Semmler, MA, Professorin, Bundeszentrum für Inklusive Bildung und Sonderpädagogik, Pädagogische Hochschule OÖ (BZIB)

Österreich befindet sich auf dem Weg zu einem inklusiven Bildungssystem. Die Zuteilung der SPF-Ressourcen ist aber noch stark defizitorientiert und stigmatisierend. Ziel ist eine bedarfsgerechte Ressourcenzuteilung mit möglichst wenigen Etikettierungen. Im Rahmen der Entwicklung Inklusiver Modellregionen werden dazu verschiedene Verfahren erprobt. Unter anderem wird auch der Frage nachgegangen, inwiefern das ICF basierte Standardisierte Abklärungsverfahren für Österreich adaptiert werden kann. Im Workshop werden der Stand der Entwicklung inklusiver Schulen in Österreich präsentiert und erste Ergebnisse aus der Erprobungsphase des SAV zur Diskussion gestellt.