Inklusive Bildung erfordert inklusives Denken: Beitrag der ICF

Donnerstag, 9. Juni 2016 – 14.15 Uhr – Hörsaal LAA-J002C

 02_judith_hollenwegerJudith Hollenweger, Prof. Dr., Leitung Leistungsschwerpunkt Inklusive Bildung, Leitung Forschungscluster Inklusion, PH Zürich

 

Die ICF ist nicht nur eine Klassifikation, sondern auch eine gemeinsame Sprache. Sie bietet Syntax und Semantik für Diskurse über Behindert-Werden und Behindert-Sein, die Pragmatik hingegen wird von den Anwenderinnen und Anwendern entwickelt. Dabei ist mit den bekannten Phänomenen und Problemen der Kommunikation und Metakommunikation zu rechnen.

Inklusive Bildung wird als Prozess der Beseitigung von Barrieren des Lernens und der Partizipation verstanden. Es soll deshalb der Frage nachgegangen werden, wie die ICF zur Unterstützung eines solchen Prozesses verwendet werden könnte und welche Anforderungen dies an das Denken der Beteiligten stellen würde.

Eine gemeinsame Landkarte, bitte!
Judith Hollenweger zeigt in folgendem kurzen Text auf, welche Fragen sie in der Vorbereitung zum Referat vom Donnerstag bewegen. Lesen Sie selber … Wo bleibt die Karte?

PPP-Folie: Referat_ICF_Inklusion_Hollenweger

Die ICF: auch eine «Sprache» für die Gesundheitsförderung?

Donnerstag, 9. Juni 2016 – 15.00 Uhr – Hörsaal LAA-J002C

03_roger-kellerRoger Keller, Dr., Leiter Zentrum Inklusion und Gesundheit in der Schule, PH Zürich

 

Die ICF stellt für die Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit eine gemeinsame Sprache zur Verfügung, um den Dialog zwischen Fachleuten und Menschen mit Behinderung zu verbessern.

Die Gesundheitsförderung beschäftigt sich weniger mit Gesundheitsproblemen von Menschen und den damit verbundenen Beeinträchtigungen. Sie will Voraussetzungen schaffen, damit Menschen ihr Gesundheitspotential so gut wie möglich ausschöpfen können und ist auf gesundheitliche Chancengleichheit ausgerichtet. Im Fokus stehen die komplexen Wechselwirkungen zwischen Individuum und Lebensbedingungen. Im Vortrag wird der Frage nachgegangen, welches Potential die ICF für kontextsensibles Handeln im Bereich der Gesundheitsförderung hat.

ICF – eine gemeinsame Sprache für die Gesundheitsförderung?
Roger Keller sagt in folgender Ton-Aufnahme, welche Fragen ihn in der Vorbereitung zum Referat vom Donnerstag bewegen. Hören Sie rein … ICF und Gesundheitsfoerderung

 

Folien des Referates: Roger_Keller_Referat-handout

ICF-CY – Überblick zu laufenden Projekten

Donnerstag 9. Juni 2016 – 13.45 Uhr – Hörsaal LAA-J002C

13_andrea_espeiAndrea Espei, Schulungsleitung, Schuchmann-reha GmbH und Co KG

 

04_olaf-kraus-de-camargoOlaf Kraus de Camargo, Dr., Associate Professor, McMaster University, Department of Pediatrics, CanChild – Centre for Childhood Disability Research


01_andreas-seidel
Andreas Seidel, Prof. Dr., Professor für Sozialpädiatrie, Hochschule Nordhausen

 

20_liane-simonLiane Simon, Prof. Dr. phil., Head of Department Family, Child and Social Work, MSH Medical School Hamburg

 

Mitglieder des deutschen Organisationsteams der jährlichen bundesweiten ICF-CY Anwenderkonferenz präsentieren einen Überblick zur aktuellen internationalen Forschung auf dem Gebiet der Nutzung der ICF-CY.

Folien zum Beitrag: ICF_Forschung_Einführung

Personbezogene Faktoren – ein leeres Blatt oder eine «Blackbox»?

Freitag, 10. Juni 2016 – 9.00 Uhr – Hörsaal LAA-J002C

04_olaf-kraus-de-camargoOlaf Kraus de Camargo, Dr., Associate Professor, McMaster University, Department of Pediatrics, CanChild – Centre for Childhood Disability Research

 

Der Spannungsbogen zwischen den Bestrebungen einer individualisierten, bedürfnisorientierten Gesundheitsförderung und der Erfassung möglichst detaillierter Patientendaten zur Verbesserung der Gesundheitsplanung wird aufgezeigt und diskutiert. Unter dem Aspekt der ursprünglichen Überlegungen bei der Entwicklung der ICF mit der Aufnahme des Bereichs Personbezogene Faktoren wird auf die aktuelle Diskussion um die Ausgestaltung und Entwicklung von Items in diesem Bereich eingegangen.

Die Folien können hier betrachtet werden: http://www.slideshare.net/OlafKrausdeCamargo/personbezogene-faktoren

Personbezogene Faktoren bei Jugendlichen mit Depressionen: Beschreibungen in dyadischen Interviews

Freitag, 10. Juni 2016 – 9.45 Uhr – Hörsaal LAA-J002C

01_andreas-seidelAndreas Seidel, Prof. Dr., Professor für Sozialpädiatrie, Hochschule Nordhausen

 

05_jeanne-siedeJeanne Siede, Therapeutische Soziale Arbeit M.A., Hochschule Nordhausen

 

Personbezogene Faktoren sind der spezielle Hintergrund des Lebens und der Lebensführung eines Menschen und umfassen Gegebenheiten des Menschen, die nicht Teil ihres Gesundheitsproblems oder -zustands sind. Sie können eine positive wie negative Wirkung auf die Funktionsfähigkeit eines Menschen haben. Bislang sieht die WHO keine Klassifizierung der personbezogenen Faktoren vor. Die möglichen Einflüsse von personbezogenen Faktoren auf die Funktionsfähigkeit bei Jugendlichen mit depressiven Störungen sollen anhand einer klinischen Studie präsentiert werden.

Die Folien zum Referat: Personbezogene Faktoren bei Jugendlichen mit Depressionen