Medien selbstständig abholen – so geht es!

Bestellungen aus der Fernleihe und reservierte Medien stehen neu in einer Abholstation zur Verfügung. Damit baut die Bibliothek die autonome Nutzung ihrer Dienstleistungen ausserhalb der bedienten Öffnungszeiten weiter aus.

Die Abholstation befindet sich im Eingangsbereich der Bibliothek. Sie ist – wie etwa der Rückgabeautomat – für interne wie externe Nutzende zu den Campusöffnungszeiten zugänglich und damit unabhängig von den bedienten Öffnungszeiten der Bibliothek. Reservierte und bestellte Medien können selbstständig abgeholt werden.

Besuchen Sie die Dossierseite zum Thema und schauen Sie sich das entsprechende Videotutorial an.

Anleitung in 5 Schritten

1. Derzeit ausgeliehene Medien werden im Rechercheportal reserviert. Medien aus anderen Bibliotheken werden via Fernleihe bestellt.

Ausgeliehene Medien reservieren…
… und in die Abholstation bestellen.

2. Die Abholungseinladung kommt via E-Mail. Darin enthalten: ein persönlicher QR-Code und eine PIN.

3. QR-Code an der Station vorweisen oder PIN eingeben.
Hinweis: Eine Abholung mit der CampusCard ist nicht möglich.

4. Entnehmen Sie die Medien.

5. Schliessen Sie das Fach selbstständig wieder.

Hinweis: Sie müssen die Medien nicht nochmals an der Selbstausleihe verbuchen, sondern können sie direkt mitnehmen.

Über das Jahr hinweg werden Erfahrungen zum Betrieb gesammelt. Rückmeldungen, Beobachtungen, Lob und Kritik – wie immer – an bibliothek@phzh.ch oder über das Feedbackformular.

Viel Spass mit der neuen Dienstleistung!

Die Nachhaltigkeitswoche ist gestartet

Vom 7. bis 12. März 2022 findet unter dem Motto «act now» bereits zum 10. Mal die Nachhaltigkeitswoche Zürich statt. Rund 50 Veranstaltungen beleuchten das Thema Nachhaltigkeit aus zahlreichen Blickwinkeln und fordern zum Handeln auf. Auch die Bibliothek der PH Zürich ist wieder dabei!

Die Nachhaltigkeitswoche Zürich bietet Anlass, die bibliothekseigene Themenreihe #ichbinalle fortzuführen. Präsentiert werden eine Medienausstellung und zwei weitere Unterrichtsideen von Studierenden. Sie zeigen ganz unterschiedliche Wege, sich mit dem wichtigen Thema in Unterricht und Schule auseinanderzusetzen: spielerisch, kreativ und anregend.

Neue Ausstellung «Aus den Augen, aus dem Sinn»

Die Menschheit konsumiert mehr als die Ökosysteme bereitstellen können. Auf dem Weltmarkt führt die Verschwendung von Nahrung, Technik und Mode zu einer Verteilungsschieflage. Am anderen Ende stehen Mangel, Billigproduktion und prekäre Arbeitsbedingungen. Das alles ist wenig nachhaltig. Und hinterlässt einen massiven Abfallberg, an dessen Gipfeln sich die Grenzen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wachstums abzeichnen.

Die Ausstellung im Rahmen der 10. Nachhaltigkeitswoche Zürich präsentiert physische und virtuelle Medientipps zum Ziel 12 der UNO Agenda 2030. Unbedingt besuchen!

Unterrichtsideen

Studierende haben ausserdem zu zwei weiteren Kinderbüchern Schulmaterial erarbeitet. Schauen Sie sich gerne folgende

zu I will not ever never eat a tomato und die

zu Most people an. Viel Spass bei der Vorbereitung einer nachhaltigen Unterrichtsstunde!

Zuwachs im Team der Bibliothek

Ab sofort empfängt ein humanoider Roboter namens Phibi die Besuchenden in der Bibliothek. Geklärt werden die häufigsten Fragen der Benutzung und Orientierung. Ausserdem reagiert Phibi auf Sprachinput und sorgt mit dem Überraschungsbutton für Unterhaltung.

Wer die Bibliothek der PH Zürich betritt, wird derzeit von einer freundlichen Roboterdame begrüsst. «Phibi» ist lebensgross, ihre Augen fixieren einen im Vorbeigehen, ihre Aussagen unterstreicht sie mit natürlichen Gesten. Vieles an ihr wirkt menschlich, was die maschinelle Seite fast vergessen machen lässt. Und doch steckt eine komplexe Programmierung hinter dem robotischen Neuzuwachs im Bibliotheksteam.

Phibi übernimmt drei wichtige Concierge-Funktionen: Orientierung, Auskunft und nicht zuletzt Unterhaltung – die Besuchenden sollen die Bibliotheksräumlichkeiten mit einem Lächeln betreten. Besonders innovativ ist die Interaktion zwischen dem Roboter und dem Multitouch-Monitor dahinter. Angezeigt werden stets komplementäre Inhalte. Da das Tablet von Phibi eher klein ist, übernimmt es primär Navigationsfunktionen, während feinteilige Toucheingaben nach dem technischen state of the art auf dem grossen Screen erfolgen. So wird die Aufmerksamkeit im Umgang mit Phibi behutsam auf Gesicht und Gestik des Roboters statt auf das Tablet gelenkt – was Sinn ergibt, da für die meisten Nutzenden Tablets zum Alltag gehören, humanoide Roboter hingegen nicht.

Tablet Phibi (1280 x 800 px)

Screen hinter Phibi (1920 x 1080 px)

Orientierung

Wo befindet sich die neue Informationstheke der Bibliothek? Wo kann ich in Ruhe an meinem Projekt arbeiten? Wo finde ich Zeitschriften, Lehrmittel oder die Toilette? Fragen, die sich ganz einfach klären lassen. Via Spracherkennung nimmt Phibi das Wunschziel auf und zeigt es auf dem grossen Multitouch-Monitor hinter ihr an. Nach Belieben können sich Benutzende nun dort im dreidimensionalen Raumorientierungssystem Mapongo bewegen, zoomen etc. – direkt via Toucheingabe. Ergänzend macht Phibi einige kurze Ausführungen dazu.

Für die flexible Spracheingabe sind zahlreiche Suchvarianten hinterlegt – ausserdem gibt Phibi Rückmeldung, wenn sie eine Spracheingabe nicht versteht.

Gewünschte Orientierungspunkte werden auf dem Monitor hinter Phibi angezeigt.

FAQ

Mit Witz und Charme – und durchaus einer eigenen Persönlichkeit – klärt Phibi die häufigsten Fragen der Benutzung. Etwa: Kann ich in der Bibliothek drucken, kopieren und scannen? Wer hilft mir bei Unsicherheiten in der Recherche weiter? Wann schliesst die Bibliothek? Wie verbinde ich mich mit dem W-LAN?

Das Design ist reduziert und soll die Nutzenden nicht überlasten. Wem die Informationen auf dem Bildschirm nicht ausreichen, kann QR-Codes und Weblinks mit dem eigenen Handy aufnehmen.

Tipps, Tricks, Rätsel und mehr

Der Umgang mit der Technik hat auch immer eine spielerische Seite. Benutzenden, die wenig Erfahrung mit Robotik haben, wird dadurch der Einstieg erleichtert. So zeigt Phibi kleine Bilderrätsel, macht Sprüche oder präsentiert den Recherche- und Medientipp des Monats.

Medientipp des Monats (hier: Streamingfilm aus dem Bestand)

Spruch des Monats

Das Bibliotheksteam wünscht viel Spass mit der neuen Kollegin. Jetzt vorbeikommen und ausprobieren!

Themenreihe geht in die nächste Runde

Im Rahmen der Serie #ichbinalle startet diese Woche die Ausstellung «Gute Besserung, Welt!». Erneut finden sich im Stockwerk G Nord und virtuell vielfältige Medientipps – diesmal zum Ziel 3 der UNO Agenda 2030. Ausserdem präsentiert die Bibliothek in loser Reihenfolge ausgewählte studentische Lernergebnisse, die sich der Nachhaltigkeit widmen.

Die Nachhaltigkeit in all ihren Facetten ist auch im Unterricht ein wichtiges Thema. In Kooperation mit den Studierenden der Englischkurse «English for everyone – everywhere!» und «Teaching English» unter der Leitung von Dr. Laura Loder-Büchel soll gezeigt werden, wie sich der Bestand der Bibliothek der PH Zürich optimal in die eigene Schulstunde einbinden lässt.

Storytime

Interessierte Klassen besuchten am 12. November 2021 im Rahmen eines Erzählmorgens die Bibliothek der PH Zürich. Dort lauschten sie während gut einer Stunde gebannt den Ausführungen engagierter PHZH-Studierender, die aus Bilderbüchern der Bibliothek vorlasen. Dabei erweckten sie die Geschichten auf kreative Art und Weise zum Leben – mit entsprechenden Lerntechniken und Strategien (hier Artikel im Repositorium lesen). Alle Abenteuer thematisierten auf die eine oder andere Weise Nachhaltigkeit, sei es als Wertschätzung der Natur, der Mitmenschen oder der eigenen Gesundheit, ganz im Sinne der #ichbinalle-Reihe.

Studierende lasen am Erzählmorgen aus dem Bibliotheksbestand vor und zeigten, wie man Geschichten im Unterricht zum Leben erwecken kann.

Unterrichtsideen

Weitere Studierende der Kurse entwickelten zudem Unterrichtsmaterialien und -ideen für die Primarstufe. Ausgangspunkt sind auch hier nachhaltige Kinderbücher aus dem Bestand der Bibliothek der PH Zürich. In loser Frequenz sollen sie in den nächsten Wochen vorgestellt werden.

Den Start bilden

zum Kinderbuch My Name is Not Refugee.

Neue Ausstellung «Gute Besserung, Welt!»

Ob jemand gesund bleibt oder erkrankt, behandelt wird oder nicht, hängt nicht selten davon ab, wo er geboren wurde. Wie lässt sich der Zugang zu Medizin international verbessern? Welche Strategien fördern die Gesundheit von Kindern? Was hilft gegen HIV- und Malariaepidemien? Wie durchbricht man Negativzyklen von Sucht und Substanzmissbrauch? Welche Massnahmen reduzieren Todesfälle im Verkehr? Ziel 3 der UNO Agenda 2030 beschäftigt sich mit der weltweiten Gesundheit.

Von 16. bis 30. November 2021 finden Sie dazu passend Empfehlungen aus dem physischen und elektronischen Bibliotheksbestand vor Ort im Stockwerk G Nord und auf der Webseite.

Jetzt Medien mit dem Handy ausleihen

Ausleihe von Medien – so einfach wie nie! Bisher konnte man für die selbstständige Verbuchung die Automaten nutzen. Neu lassen sich Medien kinderleicht mit dem eigenen Handy erfassen. Erfahren Sie in drei Schritten, wie es geht.

Natürlich stehen die Ausleihstationen weiterhin zur Verfügung. Wer es nun aber bequemer und schneller mag, nutzt den Selbstverbucher in der Hosentasche: das Handy.

Hier eine kurze Anleitung in 3 Schritten:

  1. Geben Sie folgende Adresse in Ihrem Handy-Browser ein: tiny.phzh.ch/handyausleihe
  2. Lesen Sie Ihre Benutzendenkarte (z.B. CampusCard der PH Zürich) ein oder erfassen Sie die Benutzendennummer manuell
  1. Bestätigen Sie Ihre Identität mit dem Code aus der zugesandten E-Mail oder SMS (hierfür Mobilnummer im Konto der Switch edu-ID hinterlegen)

Et voilà: Sie können das gewünschte Medium mit Ihrem Handy selbst verbuchen, indem Sie den Strichcode auf dem Medium einscannen oder eintippen.

Die Bibliothek wünscht eine spannende Lektüre!

Rundgang durch die Bibliothek

Mit der neuen dreidimensionalen Führung entdecken Sie die Bibliothek der PH Zürich bequem von zu Hause aus. Bewegen Sie sich frei durch die Räumlichkeiten, erhalten Sie wertvolle Hinweise zum Angebot und lernen Sie nebenbei über kleine Videotutorials und Links, wie Sie den Bestand optimal nutzen. Herzlich willkommen in Ihrer virtuellen Bibliothek!

Lernen, lesen, beraten lassen

Die Räumlichkeiten der Bibliothek und des Lernforums wurden 2021 umgestaltet. Ergonomisches Arbeiten an den neuen Studienplätzen, gemütliches Entspannen, Plaudern und Lesen in den Lounges, hilfreiche Beratungen im Lernforum. Die Bibliothek freut sich auf Ihren Besuch!

Hinweis: Bitte informieren Sie sich über die aktuell gültigen Schutzmassnahmen an der PH Zürich und in den Bibliotheksräumlichkeiten. Weitere Informationen auf www.bibliothek.phzh.ch

#ichbinalle – neue Themenreihe der Bibliothek

Unter dem Schlagwort #ichbinalle startet die Bibliothek der PH Zürich eine Aktionsreihe zum Thema Nachhaltigkeit. Los geht es mit der Ausstellung «Mein Land, dein Land». Ab sofort kann eine kuratierte Auswahl an physischen Medien im Stockwerk G Nord durchstöbert werden. Ergänzt wird das Ganze durch eine virtuelle Ausstellung mit Tipps aus dem E-Bestand – jetzt anschauen und inspirieren lassen!

Kern der Reihe #ichbinalle ist die Agenda 2030 der UNO mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung. Diese sollen bis 2030 global und von allen UNO-Mitgliedstaaten erreicht werden. Alle Staaten sind also gleichermassen aufgefordert, die drängenden Herausforderungen der Welt gemeinsam zu lösen – natürlich auch die Schweiz.

Weshalb das Schlagwort #ichbinalle?

#ichbinalle heisst, aus etwas Kleinem wird etwas Grosses. Eine nachhaltige lokale Bewegung oder Idee verbreitet sich über die sozialen Netzwerke und das Internet rasend schnell, wird flugs global und beeinflusst das politische Weltgeschehen. Wenn ich mich vernetze, wächst mein Einfluss. Gemeinsam stark.

#ichbinalle heisst, Verständnis zu zeigen für Mitmenschen. Ungerechtigkeit, die anderen angetan wird, betrifft auch mich – ich handle also in moralischer Mitverantwortung für den Rest der Welt, die Generationen nach mir. Die Menschheit sitzt im selben Boot, der Einzelne kann sich in einer globalisierten Welt vom Schicksal der anderen nicht abgrenzen.

Geplant sind verschiedene kleine Aktionen zum Thema in und rund um die Bibliothek. Via Blog werden sie gesammelt und bieten so langfristig ein multimediales, interaktives Ressourcenarchiv. Machen Sie mit, kommentieren Sie, geben Sie Feedback!

Was wäre, wenn …

Dass die Nachhaltigkeit in all ihren Variationen die drängendste Aufgabe unserer Zeit ist – darüber besteht kein Zweifel. Die Relevanz der 17 Ziele lässt sich durch provokante, dystopische oder utopische Visionen verdeutlichen.

Was wäre wenn..
Ziel 1: … Jeff Bezos meine Lohnabrechnung im Briefkasten hätte? Und ich seine?

Ziel 2: … morgen 7 Milliarden Menschen bei mir zum Brunch vorbeikommen würden?

Ziel 3: … ich Krebs heilen könnte?

Ziel 4: … ich jemandem Nachhilfe geben würde, der 8000 Kilometer entfernt wohnt?

Ziel 5: … auch Männer Kinder gebären könnten?

Ziel 6: … der Rhein durch alle Länder der Erde fliessen würde?

Ziel 7: … sich kein Land bereit erklären würde, radioaktiven Abfall zu lagern?

Ziel 8: … ich den gleichen Arbeitsvertrag hätte wie ein Arbeitskollege in Bangladesch? Oder gar keinen?

Ziel 9: … alle Forschungspublikationen gratis zugänglich wären?

Ziel 10: … morgen in der Schweiz Krieg ausbricht und wir in ein anderes Land flüchten müssten?

Ziel 11: …. die Benutzung des öffentlichen Stadtverkehrs gratis wäre?

Ziel 12: … Coca-Cola nur noch in recyclebaren Glasflaschen verkauft würde?

Ziel 13: … Autobahnen nur noch für Velos geöffnet wären?

Ziel 14: … Delfine sprechen könnten?

Ziel 15: … Kühe sprechen könnten?

Ziel 16: … vor dem Gesetz alle Menschen gleich wären?

Ziel 17: … ich die Politik an jedem x-beliebigen Ort der Welt beeinflussen könnte, ohne selbst Politikerin zu werden?

Mein Land, dein Land

Los geht es mit einer physischen und virtuellen Ausstellung: «Mein Land, dein Land». Bücher, Filme, Unterrichtsideen, Zeitungsartikel, E-Books und Arbeitsblätter.

Wem gehört die Natur – uns Menschen, den Tieren, niemandem? Sind wir nur störende Eindringlinge, unliebsame Herrscher oder doch Partner, notwendige Regulatoren, am Ende wichtige Schutzmacht? Wie spiegelt sich unser Umgang mit der Natur in Popkultur, Tourismus und – natürlich – Bildung wider? Ziel 15 der UNO Agenda 2030 beschäftigt sich mit Landökosystemen. Es geht unter anderem um den Verlust von Waldflächen, die Wüstenbildung, bedrohte Artenvielfalt und Wilderei, Störung von Bergfauna und -flora sowie den Eingriff in natürliche Lebensräume.

Die Ausstellung zeigt spannende Debattenbeiträge aus dem Bibliotheksbestand zum Thema.

Die Bibliothek wünscht viel Spass.

Diese Vorteile bringt Ihnen das neue Bibliothekssystem

Über ein halbes Jahr ist das neue Bibliothekssystem inzwischen in Betrieb. Die meisten Nutzenden haben sich erfolgreich registriert. Zeit für ein erstes Fazit. So wurde etwa der Zugang zu den E-Ressourcen massiv vereinfacht. Und der Katalog um wichtige Neuzugänge wie vollintegrierte Semesterapparate oder Open-Access-Beiträge erweitert.

Swisscovery, so heisst das Rechercheportal, das seit Dezember 2020 schweizweit über 450 wissenschaftliche Bibliotheken miteinander verbindet. Für die Nutzenden bedeutete der Wechsel zunächst vor allem eines: Sie mussten sich mit dem neuen System verknüpfen. Das galt ausnahmslos für alle – auch jene, die schon seit vielen Jahren ein Kärtchen der Bibliothek besassen. Eine Herkulesaufgabe, der sich die teilnehmenden Bibliotheken schweizweit gemeinsam stellen mussten. Das alte Bibliothekskonto des ehemaligen Verbundes NEBIS konnte noch bis Ende März konsultiert werden. Danach war eine sog. Switch edu-ID zwingende Voraussetzung für die Nutzung der eigenen Stammbibliothek.

Mit Stationen zur Selbstregistrierung vor Ort, persönlicher Beratung und einer thematischen Dossierseite auf der Homepage unterstützte die Bibliothek der PH Zürich den Übergangsprozess. Inzwischen ist ein Grossteil erfolgreich hinübergewechselt. Und die Sicht wird frei für die Chancen und Vorteile des neuen Systems. Hier eine kleine Übersicht.

Open Access – offensichtlich

Eine der augenfälligsten Änderungen in swisscovery ist die prominente Einbindung von Open-Access-Titeln. Häufig stellen sie überaus wertvolle Ressourcen bei einer thematischen Suche dar, erweitern das Blickfeld und bieten zahlreiche interessante Vertiefungsmöglichkeiten. Und wer die beiden neuen Filter «Open Access» und «Peer-reviewed» kombiniert, stellt sicher, dass nur Artikel angezeigt werden, die einen mehrstufigen Publikationsprozess mit fachlicher Prüfung durchlaufen haben. Denn: Auch bei Open-Access-Publikationen ist ein Peer-Review State of the Art. Damit stellt das Rechercheportal eine wertvolle Ergänzung zu anderen Plattformen dar, die Open-Access-Titel verzeichnen – allen voran natürlich das hauseigene Repositorium der PH Zürich.

Semesterapparate:
voll integriert, voll easy

Integrieren statt auslagern – so könnte man die generelle Stossrichtung beschreiben, welche die Bibliothek mit dem neuen System seit Dezember 2020 konsequent verfolgt. Das gilt zunächst einmal für die Semesterapparate, die bisher nur über separat hinterlegte PDF-Listen zugänglich waren. Nutzende wechselten damit jeweils die Umgebung, anstatt direkt im Bibliothekskatalog zu bleiben. Ziel ist es, zunehmend einen «Eingang» zu den Ressourcen der Bibliothek zu etablieren. Das vereinfacht die Nutzung und erhöht die Funktionalität des Rechercheportals. So sind die Semesterapparate nun vollständig in letzterem integriert. Abgefragt werden können sie mit dem entsprechenden Suchbegriff und anschliessender Filterung auf die jeweilige «Seminarbezeichnung». Eine praktische und serviceorientierte Verkürzung der Recherche!

Der Katalog wächst…

Die Zugangslinks zu elektronischen Informationsquellen wie Fachdatenbanken, Zeitschriften und Büchern, welche die Schweizer Fachhochschulen gemeinsam abonniert haben, mussten bisher ebenfalls ausgelagert gesucht werden. Im Rechercheportal waren sie nur in Teilen verzeichnet. Wer sich sicher sein wollte, musste den entsprechenden externen Service nutzen. Damit ging gleichsam ein Wechsel der Webseite und ein Bruch in der Nutzung des Suchtools einher. Auch diese Zeiten sind inzwischen passé. Stand Anfang August sind bis auf ein paar wenige Quellen alle genannten Ressourcen der Fachhochschulen nun ebenfalls via Rechercheportal auffindbar – meist sogar bis auf Ebene der einzelnen Inhalte. Das heisst, nicht nur die Datenbank an sich ist verzeichnet, sondern auch alle E-Books, E-Journals etc., die sich darauf befinden. Eine erhebliche Erweiterung des Katalogs und ein weiterer Schritt in Richtung des Mottos «ein E-Bestand, ein Eingang». Und nicht zuletzt: Dringend nötig, schliesslich wird der externe Service im November dieses Jahres eingestellt.

… und er wird zielgenauer

Parallel zu den oben genannten Arbeiten findet derzeit ein Clean-up der Migration statt. Falsche, ungenügende und doppelte Einträge, die durch den Wechsel des Bibliothekssystems entstanden sind, werden gesucht und korrigiert. Es ist somit davon auszugehen, dass die Funktionalität und Zielgenauigkeit des Katalogs in der nächsten Zeit weiter zunehmen. Das Bibliotheksteam wünscht viel Spass und eine erfolgreiche, spannende Recherche mit swisscovery!

Tür bleibt offen: Bibliothek wird zur Open Library

Die Bibliothek der PH Zürich in den Händen ihrer Besucherinnen und Besucher: Mitarbeitende und Studierende können die Infrastruktur und den Bestand ab Spätsommer 2021 ausserhalb der bedienten Öffnungszeiten selbstständig nutzen. Ein Zeichen des Vertrauens und der Wertschätzung. Ende Jahr wird der Pilotversuch ausgewertet.

Die Pandemie war nicht nur Treiber der Digitalisierung. Sie veränderte auch die Erwartungen an Dienstleistungsanbieter und förderte neue Lern- und Arbeitsmodelle. Homeoffice und Fernstudium haben gezeigt, dass der Arbeitsplatz nicht zwingend an eine feste Büroumgebung gebunden ist und die Nutzung von Medien in der digitalen Welt zeitlich höchst flexibel stattfindet. Bibliotheken werden als wichtige geteilte Arbeitsorte wahrgenommen. Der Zugriff auf Infrastruktur und Medien zu ausgedehnten Öffnungszeiten ist begehrt.

Auch die Bibliothek der PH Zürich hat sich zum Ziel gesetzt, noch konsequenter auf die Erwartungen ihrer Nutzenden einzugehen. Eigenverantwortung und Zugehörigkeitsgefühl sollen gestärkt werden, Ort und Bestand dann zugänglich sein, wenn das Bedürfnis da ist. Sämtliche PHZH-Mitarbeitenden und -Studierenden erhalten in einem Pilotprojekt ab Spätsommer 2021 deshalb freien Zugang zur Bibliothek – ausserhalb bedienter Öffnungszeiten und unabhängig von der Anwesenheit des Bibliothekspersonals. Sie nutzen den Bibliotheksraum, die Bestände, die Infrastruktur sowie gewisse Dienstleistungen selbstständig und in Eigenregie.

Die Open Library ist eine Ergänzung zum bestehenden Angebot der Bibliothek, eine Zusatzdienstleistung, die den Benutzenden zur Verfügung steht. Sowohl in der Schweiz als auch im Ausland ist die Anzahl der Open Libraries stark im Wachsen begriffen. Das Konzept «Open Library» bietet den Bibliotheken die Chance, sich noch stärker benutzerorientiert, innovativ und zeitgemäss zu positionieren. Vandalismus, Missbrauch, Unordnung oder Diebstahl werden kaum beobachtet.

3 Fragen an

Biljana Mojsilovic, Leiterin der Bibliothek der PH Zürich

Wie entstand die Idee, die Bibliothek der PH Zürich zu einer Open Library umzuorganisieren?

Biljana Mojsilovic: «Uns ist bewusst, dass unsere Besucherinnen und Besucher, insbesondere die Studierenden, die Bibliothek einerseits zum Ausleihen der Medien, andererseits als wichtigen Lern- und Aufenthaltsort nutzen. Auch – oder vielleicht gerade – in Pandemiezeiten, als deutlich wurde, dass der eigene Arbeitsplatz überall eingerichtet werden kann, wo es Internetzugang und eine Steckdose hat. Ob zu Hause, im Büro oder eben in der Bibliothek. Solche geteilten Arbeitsplätze im Sinne eines shared working space sind begehrt und nicht zuletzt nachhaltig. Geht die eine Besucherin, ist bald darauf der nächste da, der seinen Laptop einsteckt und den Ort temporär zu seinem Arbeitsplatz macht. Den Coronabetrieb haben wir genutzt, um unter anderem neue ergonomische Möbel zu beschaffen, damit ein gesundes, effizientes Lernen möglich ist. Gleichzeitig haben wir mit der Open Library ein spannendes Pilotprojekt aufgegleist. Damit wird es möglich sein, die Bibliothek beinahe uneingeschränkt zu nutzen.

«Wir möchten die Studierenden in ihrem dynamischen, herausfordernden studentischen Alltag noch besser unterstützen»

Biljana Mojsilovic

Es handelt sich um ein innovatives Projekt mehrerer Hochschulbibliotheken im Raum Zürich, wobei die PH Zürich als federführend gilt und als erste mit der Umsetzung beginnt. Dank der Open Library können wir liberale unbediente Öffnungszeiten anbieten: Wir möchten die Studierenden in ihrem dynamischen, herausfordernden studentischen Alltag noch besser unterstützen.»

Was wird durch die Open Library möglich?

Biljana Mojsilovic: «Die Bibliothek und ihre Bestände sind auch ausserhalb der bedienten Zeiten zugänglich: Im Pilotprojekt bis Ende Jahr gilt dies vorerst nur für PHZH-Mitarbeitende und -Studierende. Sie können die Bibliothek selbstständig nutzen. Die Öffnungszeiten entsprechen damit genauer ihren Bedürfnissen.»

«Ein wichtiges Zeichen der Innovation und Weiterentwicklung im Sinne der Nutzenden»

Biljana Mojsilovic

Was macht die Open Library so besonders?

Biljana Mojsilovic: «Die Open Library ist innerhalb der Bibliothekslandschaft der Schweizer Hochschulen ein wichtiges Zeichen der Innovation und Weiterentwicklung im Sinne der Nutzenden. Sie fördert einerseits die Selbstständigkeit, stärkt andererseits das gegenseitige Vertrauen zwischen der Bibliothek und ihren Besuchenden – was sich wiederum auf das Zugehörigkeitsgefühl und das Verantwortungsbewusstsein aller PHZH-Angehörigen auswirkt. Ich freue mich, Sie bald in der Open Library begrüssen zu dürfen!»

Hinweis: Details zum Angebot erhalten PHZH-Studierende und -Mitarbeitende unter tiny.phzh.ch/openlibrary