Stadtrundgang: Altstadt

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Auf der anderen Seite der Ringstrasse, die an Shamian vorbeiführt, eingeklemmt zwischen Wolkenkratzern, befindet sich noch ein Stück Altstadt mit engen Gässchen, Handwerksbuden, kleinen Verkaufsläden und -ständen, Essbuden, aufgehängter Wäsche, einer Schule, vielen freundlichen Leuten, die uns ebenso interessant finden, wie wir sie. Ein Stück Leben, das wohl bald verschwinden wird.
Vor ein paar Tagen habe ich in Shanghai geschrieben:
“Der Verlust an Quartierleben, Gemeinschaft und Kultur ist bei solchen Abbruchaktionen immens. Aber schwarz-weiss zu denken, ist auch falsch. Die Bausubstanz in den alten Quartieren ist meist so schlecht, dass an eine Sanierung nicht gedacht werden kann, die hygienischen Verhältnisse sind prekär, alles ist sehr eng – Jungverheiratete müssen häufig bei den Eltern des Mannes wohnen, Privatheit gibt es kaum. Da ist eine Zweizimmerwohnung mit Bad und WC in einem gesichtslosen Hochhaus in der Agglomeration häufig wirklich eine Steigerung der Lebensqualität.”
Ich bin mir nicht mehr so sicher nach diesem weiteren Spaziergang durch diese faszinierende Welt. Es müsste doch möglich sein, solche Quartiere zu erhalten, zu sanieren, ein Stück Kultur und Geschichte zu erhalten. Stadtentwicklung sollte – aus meiner Laiensicht – stärker auf Lebensqualität, auf Nischen achten.
Und weil an diesem hochspannenden Sonntag Ostern ist, hier noch ein paar Eier aus Guangzhou:
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Zu den Problemen der Urbanisierung vgl. auch die regierungsnahe China Daily , die WoZ und die New York Times.

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