Studierendenporträt

Esther Caprez studiert an der PH Zürich auf der Primarstufe.

20 Jahre arbeitete Esther Caprez in der pharmazeutischen Forschung. «Es ging um Krankheiten wie Krebs und Alzheimer», erzählt die 45-Jährige. «Das war spannend, aber ich vermisste den Kontakt mit Menschen.» Daher nahm die Sportbegeisterte 2008 ein Studium in Präventiv- und Gesundheitsmanagement auf. Eigentlich schwebte ihr ein Job im betrieblichen Gesundheitsmanagement
einer Firma vor. Doch im Rahmen ihrer Masterarbeit kam sie in Kontakt mit Schulen und fühlte sich angezogen. «In meiner Familie und im Bekanntenkreis gibt es massenhaft Lehrpersonen. Deshalb war der Beruf für mich nie infrage gekommen», sagt Caprez lachend. Doch sie habe gern Kinder und habe Lust bekommen, am Puls des Lebens zu arbeiten, statt für irgendwelche Firmen Konzepte zu erstellen.

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Die Masterarbeit

Turnstunden sollen dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler sich bewegen. Mindestens eine Stunde täglich sollten es gemäss Bildungsdirektion des Kantons Zürich sein. Doch gemäss verschiedener Studien vergeht meist etwa die Hälfte des Unterrichts mit Umziehen, Erklärungen sowie Aufstellen und Verräumen der Geräte. Während der Übungsanleitungen treten zudem nicht selten disziplinarische Schwierigkeiten auf oder die Ausführungen werden nicht genau verstanden, wie Jörn Klages in seiner Masterarbeit ausführt. Darin ist er der Frage nachgegangen, wie die Bewegungszeit im Sportunterricht erhöht
werden kann.

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Von Bloody Marys und Plattenspielern

Lisa Morellini ist Studentin auf der Primarstufe und Tutorin im Schreibzentrum der PH Zürich.

«Kommt doch auch vorbei, nächste Woche machen wir eine Party. Den Flyer schicken wir euch per WhatsApp». Beim Blick auf den Screen lächeln mir in Gespräche verwickelte Karikaturen entgegen, in der Hand halten sie einen roten Drink mit einer grün leuchtenden Selleriestange. Im Hintergrund verwilderte Indoor-Pflanzen und ein Plattenspieler. «Bloody Mary Sunday. Ab 14 Uhr. Bei uns».

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Studierendenporträt

Ursin Waldvogel studiert an der PH Zürich auf der Sekundarstufe I.

Events auf die Beine stellen lag Ursin Waldvogel schon immer. Vor dem Sekundarschulstudium hat der Bündner in
Ilanz, wo er aufgewachsen ist, regelmässig Anlässe für Jugendliche organisiert und selber als DJ aufgelegt. «Bei uns in der Surselva ist das kulturelle Angebot sehr saisonal», erklärt der 26-Jährige. In den Clubs laufe vor allem im Winter viel, wenn die Skitouristen da sind. «Doch die Jungen wollen das ganze Jahr in den Ausgang gehen.»

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Die Bachelorarbeit

Schlaflosigkeit, Herzklopfen, Nervosität vor einer Prüfung und dann ein totales Blackout, obwohl man den Stoff eigentlich beherrscht. Derartige Zustände kennt Jil Held aus eigener Erfahrung. Als angehende Primarlehrerin möchte sie Prüfungsangst bei ihren Kindern erkennen können und Betroffene unterstützen. Deshalb hat sie ihre Bachelorarbeit diesem Thema gewidmet. Ängste gehören zu einer normalen Entwicklung. In der Regel sind sie mild, altersspezifisch und vorübergehend, hält die Autorin im Theorieteil fest. Während bei Kleinkindern Angst vor Trennung, Dunkelheit und Monstern im Vordergrund steht, bezieht sich die Angst im Primarschulalter vermehrt auf die Schule.

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Grausamkeit zum Einschlafen

Lisa Thwaini ist Studentin auf der Sekundarstufe I und Tutorin im Schreibzentrum der PH Zürich.

Das vierjährige Kind meiner Freundin ist geradezu besessen von grossen Raubtieren, konkret: von der grausamen Geschicklichkeit, mit der sie ihre Beutetiere erlegen. Ich kann das nachempfinden, denn auch mich begeisterte in diesem Alter das Jagdgeschick von Wölfen und Löwen, die unglückliche Rentiere und Gnus rissen und deren tote Körper mit ihren kräftigen Gebissen zerteilten.

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Studierendenporträt

Einigen mag das neue Gesicht auf dem Campus bekannt vorkommen: Haiyad Abdullahi, die im September das Studium auf Kindergarten- und Unterstufe begonnen hat, arbeitet nebenbei als Model. Als Botschafterin der Apfelsorte Pink Lady ist sie zum Beispiel in einem Werbespot am Schweizer Fernsehen sowie auf diversen Social-Media-Kanälen zu sehen. Auch für Marken wie Calida und Dior war sie schon im Einsatz. Und kürzlich hat sie einen Auftrag erhalten vom Start-up Planted, das Fleischersatz-Produkte herstellt. Das Modeln hat Abdullahi nicht selber gesucht. Es war eine Kollegin, die sie dazu ermutigte. «Eigentlich bin ich eher scheu und habe Angst vor Ablehnung», sagt die 25-Jährige. Kürzlich sagte man ihr bei einem Casting, es wäre gut, wenn sie zwei bis drei Kilogramm abnehmen würde. «Noch vor zwei Jahren hätte mich eine derartige Aussage extrem verunsichert. Heute bin ich zufrieden mit meinem Körper. Ich esse und lebe, wie es mir passt.»

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Die Masterarbeit

Selbstorganisiertes Lernen wird immer beliebter. Während die Schülerinnen und Schüler in einigen Schulen bereits einen grossen Teil der Lektionen in Lernlandschaften selbstständig bearbeiten, werden anderswo immerhin einige Wochenstunden für diese Unterrichtsform reserviert. Der Lehrplan 21 misst Kompetenzen wie Selbstregulation, Selbstständigkeit und Lernstrategien eine wichtige Bedeutung zu. Diese dienen als Schlüssel zum lebenslangen Lernen. In seiner Masterarbeit hat sich Lukas Benz deshalb mit Selbstregulation und Lernstrategien befasst. Bereits als Student hatte er an der Oberstufe Wädenswil vikarisiert, wo die Schülerinnen und Schüler in Lernlandschaften arbeiten. Rund ein Drittel der Zeit lernen sie an persönlichen Arbeitsplätzen mit Wochenplänen und Lerntagebüchern. Mit diesem Ansatz will die Schule die Selbstständigkeit und Motivation der Jugendlichen fördern sowie ihrer Individualität gerecht werden.

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Von Metamorphosen und Zugticketpreisen

Laura Bachmann ist Studentin auf der Sekundarstufe I und Tutorin im Schreibzentrum der PH Zürich.

Jugend-GA künden: der pfeilförmige Cursor schwebt folgenschwer über diesen rot hinterlegten Lettern, ein widerwilliges Zögern verhindert den Druck auf die linke Maustaste. Mein Blick schweift weg von meinem Bildschirm, hin zu der dahinter aufgehängten Pinnwand, an der sich Bilder ausgelassener Zusammentreffen mit Freunden neben Zahlungserinnerungen und Arztterminen aneinanderreihen.

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Studierendenporträt

Seit sie die Buchstaben kennt, schreibt Ladina Poik Geschichten. «Ich habe immer mega gern geschrieben», sagt die Studentin auf der Primarstufe. Nach diversen kürzeren Stücken wagte sie sich für die Maturarbeit an einen Roman. Das Buch mit dem Titel «23.45 – das Experiment» handelt von einem Forschungsprojekt, bei dem das Publikum am Ende eines Konzerts im Saal eingeschlossen wird. Die Arbeit erhielt an der Kantonsschule Ausserschwyz den ersten Preis.

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