Archiv der Kategorie: Schwerpunkt

Tagesschulen – ein Gewinn für alle Beteiligten

In der Schweiz sind Tagesschulen noch keine Selbstverständlichkeit. Wo eine Schule auf den Tagesschulbetrieb umstellt, wird der neue Alltag jedoch schnell zur Normalität. Entscheidend ist, dass alle Beteiligten ihre Bedürfnisse und Bedenken äussern können. Gelingt dies optimal, profitieren Schule, Kinder und Eltern gleichermassen.

Weiterlesen
VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 0 (von 0 Bewertungen)

Was braucht es bei der Umstellung zur Tagesschule? Fünf Erfolgsfaktoren auf einen Blick

  1. Bereits vor der Umsetzung werden alle wichtigen Akteure ins Boot geholt
    Behörden, Stimmbevölkerung, Eltern oder Mitarbeitende einer Schule haben unterschiedliche Perspektiven auf die Weiterentwicklung einer Schule zur Tagesschule. Tragfähig wird ein Entscheid zur Tagesschule, wenn es gelingt, alle Akteure in den Austausch einzubinden und unterschiedliche Sichtweisen zu vermitteln. Die Entscheidungen müssen aber spezifisch nach Funktion gefällt werden. Die Schulbehörde übernimmt den strategischen Entscheid. Als Auftraggeberin braucht sie eine klare Vorstellung bezüglich Ziel, Finanzierung und räumlicher Nutzung. Die operative Leitung liegt bei der Schul- und Betreuungsleitung. Entscheidend ist, dass sie gemeinsam mit den Mitarbeitenden der Schule (Lehr- und Betreuungspersonal, Hausdienst) eine Vision der künftigen Tagesschule entwickelt, wobei auch die Sichtweise der Kinder und Eltern wichtig ist.
  2. Die Planung und Umsetzung einer guten Tagesschule braucht Zeit
    Eine gute Tagesschule ist nicht die Summe von bestehenden Elementen. Sie orientiert sich vielmehr an einer ganzheitlichen Verknüpfung von Unterricht und Betreuung. Für diese Neuorientierung braucht es genügend Zeit, um Erwartungen, Vorstellungen und künftige Zuständigkeiten zu klären. Die Umsetzungsphase vom Entscheid der Schulpflege bis zum Neustart als Tagesschule dauert in der Regel ein bis eineinhalb Jahre. Die PH Zürich berät und begleitet Schulen im gesamten Prozess von der Idee bis zur Umsetzung. Eine Broschüre des Volksschulamts des Kantons Zürich zeigt die Etappen exemplarisch auf: tiny.phzh.ch/vsa_tagesstrukturen
  3. Sämtliche Fragen, Bedenken und Ängste müssen auf den Tisch
    Bei einer Umstellung zur Tagesschule tauchen bei allen Beteiligten Fragen und oft auch Bedenken auf. «Meistert mein Team neben bestehenden Ansprüchen wie der Umstellung auf den Lehrplan 21 auch eine Umstellung zur Tagesschule?» Oder: «Wie gelingt es, dass das Betreuungsteam mit dem Lehrpersonal wirklich in einen Austausch auf Augenhöhe kommt?» Und: «Gelten in der Betreuung und im Unterricht die gleichen Regeln?» In einer Projektphase müssen persönliche Bedenken und scheinbar kleine Alltagsfragen diskutiert und gemeinsam Lösungen entwickelt werden. Nur so gelingt anschliessend die Umstellung.
  4. Eine gute Tagesschule nutzt vorhandene Räume vielseitig und flexibel
    Eine Tagesschule braucht neben den bestehenden Unterrichtsräumen geeignete Räume zum Essen, Spielen und Verweilen. Dabei kann benötigter Raum durch unkonventionelle Ideen und Doppelnutzungen geschaffen werden. So funktioniert das Mittagessen auch gestaffelt gut, in einer Bibliothek gibt es Platz für den Mittagsschlaf und mit roll- oder sonst leicht bewegbaren Elementen können Räume temporär umfunktioniert werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Hausdienst. Teilt dieser die Idee der Tagesschule, in der durch die stärkere Nutzung auch mehr Schmutz entsteht, können mit ihm ungewohnte Raumnutzungen und Angebote entwickelt werden.
  5. Die Zusammenarbeit mit Eltern wird vereinfacht und gestärkt
    Eine wichtige Rolle bei der Umstellung zur Tagesschule spielen die Eltern. Deren Erwartungen und Bedürfnisse gilt es in die Planung miteinzubeziehen. Wichtig ist dabei, dass die Umstellung zur Tagesschule die Organisation für die Eltern erleichtert. Klar benannte Ansprechpersonen vereinfachen den Kontakt, gleichzeitig wird der Informationsfluss an einer Tagesschule verstärkt. Wenn Kinder mehr Zeit als früher in der Schule verbringen und auch ihre Hausaufgaben bereits in der Schule lösen, ist es für Eltern wichtig, auf anderen Wegen Einblicke in den Tagesschulalltag ihrer Kinder zu bekommen.
VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 0 (von 0 Bewertungen)

«In der Schweiz setzt ein gesellschaftlicher Wandel ein»

Tagesschulen erleichtern den Alltag der Familien, sagt Matthias Ammann, der beim Think Tank «Avenir Suisse» für Bildungsthemen zuständig ist. Ein Ausbau der Tagesstrukturen habe kurzfristig womöglich geringere Auswirkungen auf die Arbeitstätigkeit von Müttern als erhofft, könnte aber Einfluss auf deren Berufswahl haben.

Weiterlesen
VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 0 (von 0 Bewertungen)

Natur und Technik ausserhalb des Schulzimmers erkunden

Direkte Erfahrungen von naturwissenschaftlichen und technischen Phänomenen an ausserschulischen Lernorten machen den Natur- und Technik-Unterricht spannend und abwechslungsreich. Dozentinnen und Dozenten der PH Zürich stellen Lernorte ausserhalb der Schule und Vermittlungsangebote vor, die ihnen besonders gut gefallen.

Weiterlesen
VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 0 (von 0 Bewertungen)

«Ein Experiment ist dann gut, wenn es die Neugier anregt»

Armin Duff entwickelt mit seinem Team die Angebote im Technorama. Der Physiker findet es nicht schlimm, wenn Kinder in der Ausstellung herumrennen. Schliesslich müssten sie erst auswählen, was sie interessiert. «Das kann ich auch», sollen Besucherinnen und Besucher nach dem Besuch der Ausstellung denken.

Weiterlesen
VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 0 (von 0 Bewertungen)

«Gebäude konstruieren» statt «Häuser aus Stecken machen»

Beim praktischen Experimentieren erfahren Kinder naturwissenschaftliche Prinzipien hautnah. Doch an der Prüfung scheitern einige, weil sie das Gelernte nicht treffend formulieren können. In Weiterbildungen üben Lehrpersonen, sich auch auf sprachlicher Ebene gut auf den naturwissenschaftlichen Unterricht vorzubereiten. Ein Augenschein in einem Zürcher Schulhaus.

Weiterlesen
VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 0 (von 0 Bewertungen)

Acht Schritte für eine kompetenzorientierte Planung

Erfahrene Lehrpersonen haben die einzelnen Schritte der Unterrichtsplanung grösstenteils automatisiert und planen dabei vieles intuitiv richtig. Für einen kompetenzorientierten Unterricht, der auf das Lernen der Schülerinnen und Schüler fokussiert, gilt es einige Aspekte der Planung bewusst zu überprüfen. Eine Checkliste in acht Schritten.

Weiterlesen
VN:D [1.9.22_1171]
Bewertung: +1 (von 1 Bewertung)