Digitalisierung: neue Wege in der Lehre

Der Soziologe Armin Nassehi referierte am Tag der Lehre zum Thema Bildung in der digitalen Gesellschaft. Der gesamte Anlass fand online statt.

Die Corona-Pandemie hat den Betrieb an der PH Zürich grundlegend verändert. So fand die Lehre nach dem Lockdown im vergangenen März quasi von einem Tag auf den anderen zu einem Grossteil ausschliesslich online statt. Welche Erfahrungen haben die Dozierenden in dieser Zeit gemacht? Und wie gestalten sie die digitale Transformation auch ganz unabhängig von Corona? Welche neuen Lehrformen und Tools können sie empfehlen?

Diese und weitere Fragen diskutierten die Mitarbeitenden der PH Zürich Ende Januar am erstmals durchgeführten, hochschulinternen Tag der Lehre zum Thema «Bildung und Digitalität: Hochschullehre im Wandel». Coronabedingt fand die gesamte Veranstaltung online statt.

Mit dem Vortrag «Bildung in der digitalen Gesellschaft» eröffnete der deutsche Soziologe und Autor Armin Nassehi den Tag der Lehre 2021. Nassehi ist Professor für Allgemeine Soziologie und Gesellschaftstheorie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er befasste sich in seinem Beitrag mit der Frage, auf welche gesellschaftlichen Probleme die Digitalisierung Lösungen bietet, und fokussierte dabei auf die Bildung. Anschliessend beleuchteten Dozierende und Forschende verschiedene Aspekte digitaler Hochschullehre in insgesamt vierzehn Kurzreferaten mit anschliessenden Diskussionsrunden. In zwei weiteren Workshops wurde mit neuen Tools gemeinsam experimentiert.

In einem der Themenblöcke stellten Forschende Ergebnisse aus Untersuchungen zu digitalisiertem Lehren und Lernen vor. Ein Beitrag befasste sich hier mit den Resultaten einer Studie zum Engagement von Studierenden der PH Zürich und der Haute Ecole Pédagogique BEJUNE im Distance-Learning. Die Untersuchung zeigte, dass die Studierenden mit ihrem persönlichen Engagement zufrieden sind und die im Frühlingssemester gemachten Erfahrungen zu einem grossen Teil nicht missen möchten. In einer weiteren vorgestellten Studie ging es um neue onlinegestützte Weiterbildungen der PH Zürich. Dabei wurde untersucht, wie die Angebote im Schulfeld wahrgenommen werden. Es zeigte sich, dass die Online-Lerneinheiten durchwegs positiv bewertet wurden. Gleichzeitig erfolgte der Einsatz kontextspezifisch und den Bedürfnissen entsprechend sehr unterschiedlich.

Weitere Beiträge befassten sich mit Erfahrungsberichten zur hybriden Lehre, zu online durchgeführten Prüfungen oder zu neuen onlinebasierten Kooperationen in internationalen Projekten.

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