«eKreativität»

Nicholas Rilko ist Student auf der Primarstufe und Tutor im Schreibzentrum der PH Zürich.

Scheiternde Beziehungen, unausgeglichene Work-Life-Balance und
die beissende Sucht nach Junkfood. Wir alle kämpfen mit unterschiedlichen
Problemen und fragen uns, wie wir sie lösen können.

Durch harte Arbeit, sagen meine Eltern. Ein wunderbar pragmatischer Ansatz. Ich wage den Widerspruch und sage, dass Kreativität die richtige Antwort ist. Kreativität ist die kognitive Fähigkeit, Probleme mehrdimensional zu betrachten und Lösungen zu finden, die manchmal unkonventionell sein können.

Doch wie fördert man Kreativität? Eine Möglichkeit, kreativ zu agieren, ist durch Videospiele: Ich beschäftige mich regelmässig mit Puzzle- und Strategiespielen. Ich spreche aus eigener Erfahrung, wenn ich sage, dass man für diese Spiele kreatives Denken braucht. Verschiedene Lösungswege,
Kombinationen und Möglichkeiten herauszufinden sind Fähigkeiten, die man unter anderem durch Videospiele lernen und trainieren kann.

Ein gutes Beispiel für mich ist XCOM2, ein rundenbasiertes Strategiespiel. In einer Runde habe ich acht Züge, um zu gewinnen. Jedoch gibt es pro Zug locker 250 verschiedene Optionen. Die richtige Option zu finden ist eine Challenge für meine Kreativität.

Ich glaube, es ist unbestreitbar, dass Videospiele und Kreativität sehr nahe beieinanderliegen. Und obwohl Videospiele (ich weiss!) in gewissen Kreisen verpönt sind, rufe ich dazu auf, dieses Potenzial auszuschöpfen und dadurch zu lernen, Probleme «ekreativ» zu lösen.

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