Studierendenporträt

In der Natur fühlt sich Nadja Küng am wohlsten. Über Mittag erholt sie sich gerne im Wald von der Kopfarbeit an der Hochschule. Und am Wochenende unternimmt sie oft Spaziergänge an ihrem Wohnort im Glarnerland.

Nadja Küng studiert an der PH Zürich im Studiengang Kindergarten- und Unterstufe. Foto: Nelly Rodriguez

Die angehende Kindergarten- und Unterstufenlehrerin will die Natur aber nicht nur geniessen, sondern ihr auch Sorge tragen. «Mir ist es wichtig, weder die Umwelt noch andere Menschen zu beeinträchtigen.» Deshalb kauft sie die meisten Kleider nur noch in Secondhand-Läden oder tauscht sie mit Kolleginnen aus. Zudem isst sie vegetarisch und stellt diverse Putz- und Pflegemittel selber her. Als der Verein Nachhaltigkeit an der PH Zürich eine neue Leitung suchte, stellte sich die 22-Jährige ohne lange zu überlegen zur Verfügung. Seit Anfang Herbstsemester ist sie mit einem kleinen Team daran, den Verein neu aufzustellen.

Zusätzlich zu den bisherigen Aktivitäten, wie etwa dem Setzlingsmarkt oder dem veganen Angebot an Anlässen, wollen die Mitglieder ihre Mitstudierenden vermehrt mit aktuellen Themen sensibilisieren. Demnächst werden sie dafür eine eigene Webseite aufschalten. Eine Idee wäre zum Beispiel das Thema Rohstoffe, sagt Küng und nimmt ihre Trinkflasche aus Glas zur Hand. «Damit braucht man viel weniger Energie und Rohstoffe als mit PET-Flaschen.» Zudem will sich der Verein auch an der PH Zürich selber für noch mehr Nachhaltigkeit einsetzen – etwa in der Mensa, auf dem Campus sowie bei den Lerninhalten. Neue Inputs erhält Küng im Austausch mit Dozierenden sowie Umwelt-Vereinen anderer Hochschulen. Viel Zeit nimmt das Amt auch in Anspruch, weil damit automatisch der Einsitz im Vorstand der Studierendenversammlung verbunden ist. In Zürich nimmt die Studentin im 3. Semester auch an den Klimademos teil. Radikal wirkt die junge Frau aber keineswegs. In ihrer WG mit sieben Personen habe sie schnell gemerkt, dass sie andere Menschen nicht ändern kann und nur für sich selber verantwortlich ist, erklärt Nadja Küng, die später gerne als Waldkindergärtnerin arbeiten möchte. Sie ist überzeugt: «Jede und jeder kann mit kleinem Aufwand einen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit leisten und trotzdem Freude am Leben haben.»

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