Studierendenporträt

Nomen est omen – zumindest im Fall von Paula Gross. Die 22-Jährige ist gross im Rennen. Denn neben der Ausbildung zur Sekundarlehrerin verfolgt sie eine zweite Karriere als Orientierungsläuferin.

Paula Gross studiert an der PH Zürich auf der Sekundarstufe 1.
Paula Gross studiert an der PH Zürich auf der Sekundarstufe 1.

Diesen Frühling gewann sie die Nacht-OL-Schweizermeisterschaft und feierte damit ihren bisherigen Karrierehöhepunkt. «Ich mag die Kombination von körperlicher und mentaler Herausforderung und gehe gerne ans Limit», schwärmt Paula Gross. Auch ihre beiden Schwestern sind erfolgreiche Orientierungsläuferinnen. Viele Wettkämpfe haben die Gross-Schwestern als Team bestritten. Nicht nur die Leidenschaft für Sport, sondern auch die Begeisterung für den Lehrberuf hat Paula Gross in den Genen: Ihre Mutter ist Kindergärtnerin, ihr Vater Sekundarlehrer und ihre Schwester Julia Primarlehrerin. «Ich wusste lange nicht, welchen Weg ich beruflich einschlagen sollte», erzählt Paula Gross. «Die Ausbildung zur Sekundarlehrerin war deshalb zu Beginn eher eine Verlegenheitslösung.» Doch im Laufe des Studiums habe sie erkannt, wie gut dieser Beruf zu ihr passe.

Die Studentin war schon immer ein Multitalent. So hat die Musik im Leben von Paula Gross früher ebenfalls eine grosse Rolle gespielt. Da aber in ihrer Freizeit kein Platz mehr dafür bleibt, ist sie froh, diese Leidenschaft im Studium weiterverfolgen zu können. Viele Mitstudierende bewundern Paula Gross dafür, dass sie sowohl im Studium als auch im Sport Vollgas gibt. «Der Orientierungslauf ist ein wichtiger Ausgleich für mich», verrät Paula Gross. «Doch ich kann auch in der Schule vom OL profitieren: Er hat mich gelehrt, mich lange zu konzentrieren, effizient zu arbeiten und die Zeit richtig einzuteilen.» Und hin und wieder ergibt sich sogar die Möglichkeit, Sport und Studium zu kombinieren: Im kommenden Winter fliegt sie für ein Fremdsprachenpraktikum nach Dullstroom in Südafrika,
wo sie halbtags in einer Sekundarschule assistieren wird. «Der abgelegene Ort ermöglicht mir nicht nur eine neue berufliche Erfahrung, sondern eignet sich auch hervorragend für ein privates Höhentraining», freut sich Paula Gross.

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