Wie sich die Arbeitswelt 4.0 auf die Schule auswirkt

Die zunehmende digitale Vernetzung verändert die Arbeitswelt. Dies wirkt sich auch auf die Bildung aus. Wie sich die Schule für die Arbeitswelt 4.0 rüstet, ist Mitte März Thema einer Veranstaltung an der PH Zürich im Rahmen der Informatiktage 2019.

Fit werden für die  Zukunft: Die Arbeitswelt 4.0 wird massgeblich von mobilen Geräten bestimmt. Foto: Christoph Hotz
Fit werden für die Zukunft: Die Arbeitswelt 4.0 wird massgeblich von mobilen Geräten bestimmt. Foto: Christoph Hotz

Digitalisierung prägt die aktuelle Arbeitswelt. Neue Technologien, agile Arbeitsformen, mobil-flexible Arbeitsplätze und digitale Vernetzung von Mensch und Maschine beeinflussen, wie und wo wir heute und in Zukunft arbeiten. Das Internet verändert dabei massgeblich unsere Vorstellungen
von Arbeit und auch die Rolle des Menschen in der Arbeitswelt. Seit 2011 bezeichnet «4.0» als Kurzformel die Umwälzungen der digitalen Transformation. Arbeitswelt 4.0 steht für das Arbeiten während der laufenden vierten industriellen Revolution. Während IT-Technologien bereits während der dritten Welle der Industrialisierung in den 1970ern eine grosse Rolle spielten, war die zweite Welle durch Elektrizität geprägt und die erste durch mechanische Produktion mithilfe von Wasser- und Dampfkraft ab Ende des 18. Jahrhunderts.

Wie gelingt die digitale Transformation?
Arbeitswelt 4.0 bedeutet konkret, dass über das mobile Internet und weitere neue Technologien Teile unserer Lebens- und Arbeitswelten datentechnisch erfasst, vernetzt, ausgewertet und optimiert werden können. «Über mobile Geräte wie Smartphones und Laptops sind Menschen potenziell immer und überall vernetzt. Dadurch entstehen neue Arbeitsprozesse, Geschäftsmodelle, Organisationsstrukturen, neue Berufsbilder und neue Anforderungen an Mitarbeitende», sagt Sarah Genner, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Zentrum «Medienbildung und Informatik» an der PH Zürich. Doch wie gelingt uns als Gesellschaft, als Volkswirtschaft und im Sinne der kommenden Generationen eine erfolgreiche digitale Transformation? «Es liegen bereits zahlreiche Trend-Reports zum Thema Digitalisierung vor», so Sarah Genner. So geben etwa Consultingfirmen regelmässig Ratschläge für neue Business-Modelle, Wirtschaftswachstum und Effizienzsteigerung, die dank digitaler Transformation, künstlicher Intelligenz und Big Data möglich werden sollen. Dabei werden immer wieder auch umfangreiche Anpassungen des Bildungssystems gefordert. «Beim Thema Digitalisierung werden von verschiedenster Seite Meinungen eingebracht, was die Kinder lernen müssen, um im Jahr 2050 erfolgreich zu sein, und wie sich die Schulen entwickeln müssen, um die Kompetenzen der Zukunft zu lehren», fügt Sarah Genner an.

Hier setzt die Podiumsdiskussion an der PH Zürich im Rahmen der Informatiktage von Mitte März an. Expertinnen und Experten diskutieren dabei darüber, was die Umwälzungen in der Arbeitswelt 4.0 für das Schweizer Bildungssystem und die Schule bedeuten. Dabei wird die Frage im Zentrum stehen, welche Kompetenzen in einer digital geprägten Arbeitswelt gefragt sind und inwiefern der Lehrplan 21 die Kinder und Jugendlichen vorbereitet auf die Jobs der Zukunft und ein Leben im digitalen Zeitalter. Als Einstieg in die Diskussion wird Sarah Genner in einem Referat einen Überblick über das Thema geben.

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