Brave neue Welt?

Die künstliche Wirklichkeit ist im Vormarsch. Das merken wir spätestens dann, wenn uns am Schalter ein Roboter bedient oder wir uns in eine Person verlieben, die keine Blutgruppe, dafür jede Menge Speicherplatz hat. Oder wir merken es eben nicht. Die Hubots in der schwedischen TV-Serie «Real Humans – Echte Menschen» (2012–2014) und deren britisch-amerikanischem Remake «Humans» (2015–) sehen uns jedenfalls sehr ähnlich und werden bald zu unersetzlichen Familienmitgliedern. Die Androiden mutieren zu praktischen Haushaltshilfen, gestrengen Pflegerinnen und ersetzen in der Dystopie zunehmend Freunde, Mitarbeiterinnen, Spiel- und Lebensgefährten.

Aber ganz so düster muss die Zukunft vielleicht nicht sein. Als der pensionierte Juwelendieb Frank im tragikomischen Spielfilm «Robot & Frank» (USA 2012) von seinem besorgten Sohn einen humanoiden Roboter zur gesundheitlichen Überwachung bekommt, sorgt das vorerst für viel Verdruss. Doch der gewiefte Rentner weiss sich zu helfen. Er freundet sich mit dem klobigen Gefährten an und bringt ihn dazu, mit ihm einen raffinierten Einbruch zu planen.

Ob Roboter die besseren Menschen sind, untersucht auch die Dokumentation «Die Macht der Maschinen» (NZZ Format 2017). Laut Experten soll es schon in 30 Jahren mehr Roboter als Menschen auf der Erde geben. Visionäre Science­-Fiction wird greifbare Realität. Da stellt sich die Frage: Werden die smarten Maschinen brav unsere Arbeit erledigen oder erheben sie demnächst Anspruch auf menschliche Rechte?

 

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Real Humans – Echte Menschen. TV-Serie. Schweden 2012–2014. Entertainment One, 2013. DVD.
Robot & Frank. (Robot & Frank: Zwei diebische Komplizen.) USA 2012. Regie: Jake Schreier. Mit Frank Langella, James Marsden, Liv Tyler, Susan Sarandon. Zürich: Ascot Elite Entertainment, 2013. DVD.
Die Macht der Maschinen. Zürich: NZZ Format, 2017. DVD.

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