Ein Toast auf die Freundschaft

Laura Sägesser ist Studentin auf der Sekundarstufe I und Tutorin im Schreibzentrum der PH Zürich.

Sich selbst zelebrieren und den eigenen Geburtstag mit einer üppigen Party feiern: nicht gerade etwas, das ich als Non-Instagram-Influencer liebe – weswegen ich es seit meinem Sweet 16 nicht mehr getan habe. Dieses Jahr aber entschloss ich mich, mein Umfeld zu einer gemütlichen Feier einzuladen. Sich selbst zelebrieren und den eigenen Geburtstag mit einer üppigen Party feiern: nicht gerade etwas, das ich als Non-Instagram-Influencer liebe – weswegen ich es seit meinem Sweet 16 nicht mehr getan habe. Dieses Jahr aber entschloss ich mich, mein Umfeld zu einer gemütlichen Feier einzuladen.  Auffällig: Seit meiner letzten Sause hat sich einiges geändert, besonders der Umgang mit einer Einladung. Die erste Sorte Mensch sagt zu und du hörst nie wieder von ihnen. Andere antworten gar nicht, wodurch Speicherplatz dank Löschen ihres Kontaktes frei wird. Die Dritten schauen lieber spontan, ob eine Lesung oder Vernissage nicht eher der Laune entspricht und können daher nicht zu- oder absagen, weder zwei Wochen noch zwei Stunden vor Feierbeginn.  Die Letzten antworten maximal fünf Minuten nach Versand der Einladung. An der Party bleiben sie länger als alle anderen, um auch noch beim Spülen des letzten Weinglases zu helfen. Wie sie es schon bei deinem Sweet 16 getan haben, während du mit dem herzigen Typen oder dem Auftragen des klebrigen Lipgloss beschäftigt warst. Das sind die Freunde, die dich besser kennen als du dich selbst, die immer für dich da sind. Unverändert. Und für sie lohnt es sich, trotz allem, ab und zu Geburtstag zu feiern und statt auf sich selbst auf echte, ewige Freundschaft anzustossen. Meinen nächsten Geburtstags-Mojito erhebe ich auf sie.

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